Ein Blick in die Geschichte zeigt: Sprachen sind keine statische, sondern dynamische, d.h. einem fortwährenden Wandel unterliegende Systeme. Solange Sprachen sich tagtäglich in der Übermittlung von Informationen, Absichten, Bedürfnissen, Einstellungen usw. zu gewähren haben, müssen sie sich unterschiedlichen und fortwährend wandelnden Gegebenheiten anpassen, um ihre Funktionen zu erfüllen. Im Alltag zeigt sich Sprachdynamik und Variation zum Beispiel in Veränderungen des Wortschatzes: Neue Wörter werden aufgenommen, weil über neue Gegenstände kommuniziert wird. Alte Wörter geraten mit dem verschwinden der Gegenstände, auf die sie sich beziehen, zunehmend in Vergessenheit u./o. werden durch Übernahmen aus anderen Sprachen u./o. Dialekten ersetzt.
Anhand der in den Jahren 2010 und 2011 erhobenen sprachbiographischen Interviews mit deutschen Auswanderern in Mittel -und Südamerika wird exemplarisch aufgezeigt, wie, ob und unter welchen Bedingungen, mit welchem Ergebnis sich Sprachen verändern.
Migrationsbedingte Mehrsprachigkeit und deren Auswirkungen stehen also im Mittelpunkt der Betrachtung.
Auf mikrolinguitischer Ebene werden u.a. Phänomene des Sprachkontakts wie beispielsweise das Code-Switching thematisiert und mit Bezug auf psycholinguistische Theorieansätze erörtert.
Ziel dieser Blockveranstaltung ist einerseits, den Studierenden einen Einblick in die Vielzahl der Varietäten des Deutschen und den darin zu unterscheidenden Varianten, auch außerhalb des deutschsprachigen Kerngebiets zu gewähren. Andererseits lernen Studierende anhand der Analyse und Interpretation sprachbiographischer Interviews und Übersetzungstests unterschiedliche Methoden der empirischen Sprachforschung kennen.
Barbour, Stephen (1996): Variation im Deutschen. Soziolinguistische Perspektiven. Berlin.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| einmalig | Fr | 14-16 | L3-108 | 12.04.2013 | |
| einmalig | Sa | 10-17 | C01-273 | 13.04.2013 | |
| einmalig | Fr | 14-16 | L3-108 | 19.04.2013 | |
| einmalig | Sa | 10-17 | C01-273 | 20.04.2013 | |
| einmalig | Fr | 14-16 | C01-273 | 26.04.2013 | |
| einmalig | Sa | 10-17 | C01-273 | 27.04.2013 |
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| Modul | Veranstaltung | Leistungen | |
|---|---|---|---|
| 23-GER-PLing2 Dynamische Aspekte des Deutschen Dynamische Aspekte des Deutschen | Veranstaltung 1 (mit Modulprüfung) | Studienleistung
benotete Prüfungsleistung |
Studieninformation |
| Veranstaltung 2 | Studienleistung
|
Studieninformation |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.
| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Germanistik / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2011) | Kern- und Nebenfach | BaGerP1V | 2/5 | |||
| Germanistik / Master of Education | (Einschreibung bis SoSe 2014) | BaGerP1V | 2/5 | ||||
| Germanistik (GHR) / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2011) | Kern- und Nebenfach | BaGerP1V | 2/5 | |||
| Germanistik (GHR) / Master of Education | (Einschreibung bis SoSe 2014) | BaGerP1V | 2/5 |
Regelmäßige und aktive Teilnahme an den Wochenend-Blockveranstaltungen sowie aktive Teilnahme an den Gruppenarbeiten.
Sonstige Kenntnisse und Vorwissen:
Nicht zwingend notwendig, jedoch von Vorteil sind gute Englischkenntnisse und aktive sowie passive Niederdeutsch-kompetenz (Kenntnisse norddeutscher Dialekte).
Studierende, die selbst noch das westpreußische Plautdietsch sprechen oder aus Familien kommen, deren Eltern o. Großeltern diese Varietät beherrschen (meist russlanddeutsche Studenten o. Mennoniten aus Südamerika/ Kanada) sind herzlich eingeladen ihr sprachliches Wissen (seien es auch nur passive Kompetenzen) in diesem Seminar einzubringen.