Natürliche Sprachen wie das Deutsche sind weder homogen noch statisch, sondern vielmehr heterogene dynamische Systeme. Das heißt, sie sind ständigem Wandel unterzogen und von Variation geprägt. Dies wird auch in den gültigen Bildungsstandards für das Fach Deutsch berücksichtigt. Im Kompetenzbereich "Sprache und Sprachgebrauch untersuchen/reflektieren" sollen sich die Schüler:innen "mit Sprache als System sowie als historisch gewordenem
Kommunikationsmedium auseinandersetzen". Zu den Erwartungen für den Mittleren Schulabschluss gehört unter anderem, dass die Schüler:innen „ausgewählte Erscheinungen des Sprachwandels kennen und bewerten" (KMK 2003, 16). Von Abituierent:innen wird erwartet, dass sie Phänomene des Sprachwandels beschreiben können bzw. für Lerngruppen auf erhöhtem Niveau: theoriegestützt beschreiben können (KMK 2012: 94).
Das Seminar thematisiert sprachliche Variation und Sprachwandel am Beispiel von Relativsatzkontruktionen. Wie haben sich Relativsatzkonstruktionen historisch entwickelt und in welchen Eigenschaften haben sie sich über verschiedene Sprachstufen hinweg gewandelt? Diese historische Variation werden wir in Beziehung setzen zur synchron vorzufindenden Variation zwischen, vor allem regionalen, Varietäten des Deutschen.
Einschreibung im M.Ed. Die Veranstaltung richtet sich exklusiv an Studierende im M.Ed. Germanistik. Sie kann nicht schon im BA "vorstudiert" werden.
KMK (2003). Bildungsstandards im Fach Deutsch
für den Mittleren Schulabschluss.
KMK (2012). Bildungsstandards im Fach Deutsch für die Allgemeine Hochschulreife
Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
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wöchentlich | Do | 14-16 | V2-213 | 04.04.-15.07.2022
nicht am: 26.05.22 / 16.06.22 |
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Modul | Veranstaltung | Leistungen | |
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23-GER-M.Ed.Sek. Mastermodul: Schulrelevante Aspekte der Literatur- und Sprachwissenschaft | Veranstaltung 1: Linguistik | Studienleistung
benotete Prüfungsleistung |
Studieninformation |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.