„Die gesellschaftliche Konstruktion der sozialen Wirklichkeit“ von Peter L. Berger und Thomas Luckmann erschien 1966 in der Erstausgabe und gilt heute als Klassiker der Wissenssoziologie.
In diesem Buch erweitern Peter L. Berger und Thomas Luckmann den Gegenstandsbereich der Wissenssoziologie erheblich. Hatte diese sich bisher auf „elaborierte“ Wissensbestände wie beispielsweise religiöse Deutungssysteme oder politische Ideologien konzentriert, so wenden sich Berger und Luckmann in diesem Buch dem Alltagswissen zu. Dieser Ausweitung liegt folgender Kerngedanke des Buches zugrunde: Die soziale Wirklichkeit ist ein verselbständigtes Produkt des subjektiven Sinnes, den Akteure in ihren alltäglichen Begegnungen und Auseinandersetzungen zum Ausdruck bringen. Dieser veräußerte Sinn verfestigt sich jedoch zu Wissensbeständen, die die Akteure dann in umgekehrter Richtung als objektive Faktizität erleben.
Das Buch bietet eine theoretische und zugleich anschauliche Reflexion derjenigen Prozesse, in denen diese soziale Konstruktion der Wirklichkeit erfolgt. Es führt dabei in zentrale soziologische Grundbegriffe ein. Zu diesen gehören: Interaktion, Rolle, Institutionalisierung, Sozialisation, Identität. Zudem bindet das Buch einige Schlüsselfragen der Soziologie – wie etwa die nach dem Verhältnis von Individuum und Gesellschaft – an seinen Kerngedanken der Verselbständigung subjektiv gemeinten Sinnes zurück.
Das Buch wird vollständig gelesen.
Voraussetzung für die Teilnahme ist die regelmäßige und gründliche Vorbereitung der jeweils vorgesehenen Textabschnitte.
Berger, Peter L./Luckmann, Thomas 1969: Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit, Frankfurt/M.: Fischer (zahlreiche Wiederauflagen der deutschen Ausgabe).
Eine Anschaffung des Buches wird empfohlen.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum |
|---|
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.
| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Frauenstudien | (Einschreibung bis SoSe 2015) | ||||||
| Pädagogik / Erziehungswissenschaft / Diplom | (Einschreibung bis SoSe 2008) | G.S.1; G.S.3; G.S.4 | scheinfähig | ||||
| Sozialwissenschaften / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2011) | Kern- und Nebenfach | Fachmodul (FM) Theo | 4 | (bei Einzelleistung 2 LP zusätzlich) | ||
| Sozialwissenschaften GymGe als zweites Unterrichtsfach / Master of Education | (Einschreibung bis SoSe 2014) | Fachmodul (FM) Theo | 4 | (bei Einzelleistung 2 LP zusätzlich) | |||
| Sozialwissenschaften GymGe als zweites Unterrichtsfach / Master of Education | (Einschreibung bis SoSe 2008) | Fachmodul 19.2 | 3 | (bei Einzelleistung 3 LP zusätzlich) | |||
| Sozialwissenschaften GymGe Fortsetzung BA-Nebenfach / Master of Education | (Einschreibung bis SoSe 2008) | Fachmodul 19.2 | 3 | (bei Einzelleistung 3 LP zusätzlich) | |||
| Soziologie / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2011) | Kern- und Nebenfach | Fachmodul (FM) Theo | 4 | (bei Einzelleistung 2 LP zusätzlich) | ||
| Soziologie / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2011) | Kern- und Nebenfach | SozThV; GSoz.a; GSoz.b | 3 | (bei Einzelleistung 2 LP zusätzlich) |
Für die aktive Teilnahme muss ein ausführliches Protokoll einer selbstgewählten Sitzung angefertigt werden. Am Ende des Semesters werden die Protokolle allen Teilnehmenden als Ergebnisdokumentation der Veranstaltung zur Verfügung gestellt.
Für die Einzelleistung ist ein Essay anzufertigen, der eines der im Buch behandelten Konzepte auf ein selbst gewähltes empirisches Phänomen anwendet.