Die Übung "Public Policy" führt in die Grundbegriffe, theoretischen Konzeptionalisierungen und Techniken der Politikfeldanalyse ein. Sie thematisiert Besonderheiten der institutionellen Arrangements, Problemstellungen und Politikstile im Politikfeld der Menschenrechte. Anhand beispielhafter thematischer Vertiefungen werden die folgenden Fragestellungen verfolgt: Was sind inhaltliche Entscheidungen, Zielsetzungen und Aktivitäten in der Menschenrechtspolitik? Welche Faktoren befördern oder beschränken Menschenrechtsentwicklung? Welche Konzepte gibt es, Menschenrechtspolitik zu analysieren?
Neben der regelmäßige Seminarteilnahme, der Textlektüre und aktiven Mitarbeit im Seminar besteht die Studienleistungen in der Moderations- und Protokolltätigkeit. Die Studienleistung ist Teil des Selbststudiums und der Präsenzzeit und entspricht etwa einem Zeitaufwand von ca. 30 h. Konkret ist die Studienleistung im Rahmen einer Studiengruppe zu erbringen. Diese besteht aus ca. vier Personen und widmet sich einem Thema aus dem Bereich der Menschenrechtspolitik. Die Aufgabe der Studiengruppe ist es, die Einzelleistungen der Studierenden (Referate und Hausarbeiten) begleitend zu diskutieren. Für die Konstitution der Studiengruppe ist eine Sitzung vorgesehen. Als Studienleistung ist ein ca. zweiseitiger Kommentar (ca. 700 Wörter) an das Sekretariat des Dozenten und an den Studierenden zu senden, der die Einzelleistung erbringt. Kriterien des Kommentars der Einzelleistung sind: Klare Themenstellung, eindeutige, präzise und bearbeitbare Fragestellung, klare Definition und Trennung des zu Erklärenden und der Erklärungsfaktoren, Bezug zu Konzepten der Public Policy oder Governance-Forschung und begründeter, nachvollziehbarer Aufbau des Referates oder der Hausarbeit. Die Studienleistung ist also als eine kritische Würdigung der jeweiligen Einzelleistung anzusehen. Deshalb sollte sie fair erbracht werden, d.h. dass auf die benannten Kriterien eingegangen wird und der Kommentar vor dem Referat (Sitzungsdatum) bzw. vor der Abgabe des outlines der Hausarbeit (15.6.2013) erfolgen soll. Die Studiengruppe ist dafür verantwortlich, dass eine gleiche Verteilung der Kommentare bzgl. der Einzelleistungen erfolgt.
Studienleistungen, die nicht termingerecht eingereicht werden, gelten als nicht erbracht!
Hinweis: die Öffnungen für das Seminar "Menschenrechtspolitik" im Sommersemester 2013 wurden geändert: nur für Studierende, die sich am dem WiSe 11/12 eingeschrieben haben. Bitte überprüfen Sie daher, ob die Veranstaltung weiterhin für Ihr Studienmodell geöffnet ist und weichen ggf. auf alternative Angebote (z.B. 300101) aus.
Folgende Texte sind für diese Veranstaltung Voraussetzung:
Lauth, Hans-Joachim; Thiery, Peter (2009): Politikfeldanalyse, in: Lauth, Hans-Joachim; Wagner, Christian (Hg.): Politikwissenschaft: Eine Einführung, Paderborn: Ferdinand Schöningh, S. 263-293.
Nullmeier, Frank; unter Mitarbeit von Achim Wiesner (2003): Policy-Forschung und Verwaltungswissenschaft, in: Münkler, Herfried (Hg.): Politikwissenschaft. Ein Grundkurs, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, S. 285-323.
Blum, Sonja; Schubert, Klaus (2009): Politikfeldanalyse, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwiss.
Czada, Roland 1998: Neuere Entwicklung der Politikfeldananalyse. In: Alemann, Ulrich von / Roland Czada (Hrsg.): Kongreßbeiträge zur Politischen Soziologie, Politische Ökonomie und Politikfeldanalyse. polis 39/1998, Hagen, S. 49-67.
Fritzsche, K. P. 2004: Menschenrechte, Paderborn.
Janning, Frank; Toens, Katrin (Hrsg.) (2008): Die Zukunft der Policy-Forschung: Theorien, Methoden, Anwendungen, Wiesbaden: VS Verlag
Nullmeier, Frank 2001: Politikwissenschaft auf dem Weg zur Diskursanalyse. In: Keller, Reiner/ Hirseland, Andreas/ Schneider, Werner (Hrsg.): Handbuch Sozialwissenschaftliche Diskursanalyse. Bd. 1: Theorien und Methoden. Opladen, S. 285-311.
Sabatier, Paul A. (2007): Theories of the Policy Process, Boulder: Westview Press
Scharpf, Fritz W. 2000: Interaktionsformen. Akteurzentrierter Institutionalismus in der Politikforschung. Opladen, S. 73-94.
Schneider, Volker; Janning, Frank (2006): Politikfeldanalyse: Akteure, Diskurse und Netzwerke in der öffentlichen Politik, Wiesbaden: VS Verlag
Schubert, Klaus; Bandelow, Nils C. (Hrsg.) (2009): Lehrbuch der Politikfeldanalyse 2.0, München: Oldenbourg Verlag
Zohlnhöfer, Reimut 2008: Stand und Perspektiven der vergleichenden Staatstätigkeitsforschung. In: Janning, Frank/Toens, Katrin (Hrsg.): Die Zukunft der Policy-Forschung. Wiesbaden, S. 157- 174.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich | Di | 10-12 | C0-269 | 09.04.-16.07.2013 |
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| Modul | Veranstaltung | Leistungen | |
|---|---|---|---|
| 30-M13 Vergleichende Politikwissenschaft/ Public Policy Vergleichende Politikwissenschaft/ Public Policy | Public Policy | Studienleistung
|
Studieninformation |
| - | benotete Prüfungsleistung | Studieninformation |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.
Die Modulprüfung kann in Form eines Referates oder einer Hausarbeit erbracht werden:
- Grundsätzlich sind die Themen mit dem Dozenten und mit der Studiengruppe persönlich abzusprechen und auf den Themenbereiche der Menschenrechtspolitik zu beziehen. Für alle Leistungen gelten als Bewertungskriterien: Klare Themenstellung, analytische (nicht deskriptive) präzise und bearbeitbare Fragestellung, klare Definition und Trennung des zu Erklärenden und der Erklärungsfaktoren, angemessener Umfang wissenschaftlicher Fachliteratur, sachkundiger Inhalt, Bezug auf die Diskussionen im Seminar, nachvollziehbarer Aufbau (Einleitung, Hauptteil, Fazit), formale wissenschaftliche Standards (Belege/Zitate, Literaturliste, Rechtschreibung und Interpunktion).
- Erstellung eines Referates (10-minütig) mit Handout (einzureichen eine Woche vor dem Referatstermin) und ca. 8-10-seitiger Ausarbeitung, Handout, mündlicher Vortrag und Ausarbeitung fließen zu je einem Drittel in die Note ein;
- Erstellung einer Hausarbeit (Einreichen eines Outlines mit Fragestellung, Gliederung, Literatur bis 15.6.2013) mit ca. 10-15 Seiten.
- Abgabe der benoteten Einzelleistungen bis zum 15.9.2013 im Sekretariat (U4-208) als geklammerter AUSDRUCK (ohne Heftordner oder dergleichen). Mit jeder begonnenen Woche Verspätung sinkt die Note um 0,3 Punkte.
- Eine sehr gute Bewertung erfolgt nur bei durchgängig sehr guter Leistung!