In der philosophischen Tradition als Kerker der Seele diffamiert, gewinnt der Körper in der aktuellen sozial- und kulturwissenschaftlichen Forschung eine neue, beachtliche Präsenz. Der Körper, als genuines Themenfeld anthropologischer Forschung, erfährt bei dem Philosophen Helmuth Plessner besondere Aufmerksamkeit und eine systematische Ausdifferenzierung. Als Grundvoraussetzung des Welt- und Selbstverhältnisses, legt Plessner das Verhältnis des Menschen zu seinem Körper als eine Kardinalfrage menschlicher Existenz fest.
Das Seminar führt in die philosophische Anthropologie der 1920-er Jahre, insbesondere in die Kerngedanken der Plessnerschen Anthropologie, ein und diskutiert die Dualismen von Subjekt und Objekt, Natur und Kultur, Körper und Geist, die bei Plessner zu einem Spannungsverhältnis zusammengeführt werden. Als weiterer Schwerpunkt in der Veranstaltung fungiert die Diskussion des Verhältnisses von philosophischer und pädagogischer Anthropologie, um anschließend die gemeinsam erörterten Gedanken des Anthropologen auf ihre pädagogische Relevanz hin kritisch zu überprüfen.
Zirfas, Jörg: Pädagogik und Anthropologie. Eine Einführung. Stuttgart. 2004
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum |
|---|
| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Frauenstudien | (Einschreibung bis SoSe 2015) | ||||||
| Pädagogik / Erziehungswissenschaft / Diplom | (Einschreibung bis SoSe 2008) | G.2.2 |