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300451 Integration durch Medien: Schlichtung "Stuttgart 21" (LEH) (WiSe 2011/2012)

Diese Veranstaltung ist ausgefallen!

Inhalt, Kommentar

Allgemeiner Rahmen:
Es handelt sich um eine Lehrforschung im Bereich qualitative soziologische Medienforschung

Fragestellung und Ziele:
In dieser Lehrforschung werden zum einen Grundlagen einer Theorie der Integration durch Medien erarbeitet. Damit sind nicht die üblichen Erwartungen an Medien gemeint, die zur Einbindung von Menschen in die Gesellschaft beitragen sollen. Vielmehr geht es um Systemintegration durch Medien, also um Leistungsbeziehungen des Mediensystems zu anderen gesellschaftlichen Bereichen. Insbesondere die engen wechselseitigen Leistungsbeziehungen (und damit Abhängigkeiten) zwischen Medien und Politik sind hier zu nennen. Zum anderen werden diese Leistungsbeziehungen an einem empirischen Beispiel näher erforscht: der durch das Fernsehen übertragenen Schlichtung „Stuttgart 21“. In diesem Fall treten Akteure aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen in Erscheinung: Vertreter der Politik, der Bahn, der Gegner des Projekts „Stuttgart 21“, Experten pro und contra „Stuttgart 21“ und als exponierte Person der Schlichter Heiner Geißler. Hierbei wird nun nicht nur der Konflikt um den neuen Stuttgarter Bahnhof ausgetragen, sondern dies geschieht im Hinblick auf eine öffentlichkeitswirksame Präsentation der jeweils eigenen Position im Rahmen einer fernsehspezifischen Inszenierung des Geschehens. So wird z.B. der Schlichter nicht nur zum Sprachrohr der Öffentlichkeit, die auf verständliche Laienkommunikation angewiesen ist, sondern auch zum Medienstar.
In der Lehrforschung werden diese unterschiedlichen Aspekte der medial inszenierten und übertragenen Schlichtung „Stuttgart 21“ theoretisch aufgearbeitet, in konkrete empirische Fragestellungen überführt und mit qualitativen, rekonstruktiven Methoden untersucht.

Teilnahmevoraussetzungen, notwendige Vorkenntnisse

Es sind Vorkenntnisse in den Bereichen Mediensoziologie und qualitative Methoden der Sozialforschung erforderlich.

Literaturangaben

Jarren, Otfried (2000): Gesellschaftliche Integration durch Medien? Zur Begründung normativer Anforderungen an Medien. Medien und Kommunikationswissenschaft, Jg. 48, Heft 1, S. 22-41.
Luhmann, Niklas (1996): Die Realität der Massenmedien (1995). 2. erweiterte Auflage, Opladen: Westdeutscher Verlag.
Luhmann, Niklas (1997): Die Gesellschaft der Gesellschaft. Frankfurt am Main: Suhrkamp, S. 595ff.
Schimank, Uwe (1999): Funktionale Differenzierung und Systemintegration der modernen Gesellschaft. In: Jürgen Friedrichs und Walter Jagodzinski (Hg.): Soziale Integration, Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft 39, Opladen/Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, S. 47-65.
Sutter, Tilmann (2010): Integration durch Medien als Beziehung struktureller Kopplung. In: ders.: Medienanalyse und Medienkritik. Forschungsfelder einer konstruktivistischen Soziologie der Medien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 82-93.

Lehrende

Termine (Kalendersicht )

  • ausgefallen

Fachzuordnungen

Studiengang/-angebot Gültigkeit Variante Untergliederung Status Sem. LP  
Soziologie / Diplom (Einschreibung bis SoSe 2005) 2.5 Wahlpflicht HS
Soziologie / Master (Einschreibung bis SoSe 2012) Modul 7.1 Wahlpflicht 7.5  
Konkretisierung der Anforderungen
Keine Konkretisierungen vorhanden
Lernraum
Teilnehmer*innen
Automatischer E-Mailverteiler der Veranstaltung
Änderungen/Aktualität der Veranstaltungsdaten
Sonstiges