Das Seminar fällt im Studienplan „Sportwissenschaft“ unter den Seminartyp: „Umgang mit Heterogenität“. Hausarbeit und/oder Mündliche Prüfung sind, wie in jedem Seminar dieses Typs, möglich.
Mit der Bildungsexpansion nahm die Zahl der Studierenden in Deutschland zu und die Studierenden zeichnen sich heute durch verschiedene Heterogenitätsmerkmale – v.a. Ethnizität, Race, Religion, Schichtzugehörigkeit und Geschlecht - aus. Dieses Seminar nimmt zur Ausgangslage den Umstand, dass immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund und immer mehr AusländerInnen an deutschen Universitäten studieren. Es geht von der Beobachtung aus, dass Studierende an deutschen Universitäten die genannten Heterogenitäten und damit verbunden soziale (ethnisierende) Grenzziehungen wahrnehmen und höchst individuell verarbeiten.
Im Zentrum des Interesses stehen die Fragen, (erstens) wie diese Grenzziehungen wahrgenommen werden, (zweitens) wie die Lehrenden und die Studierenden mit diesen Grenzziehungen umgehen, sowie (drittens) welche Effekte diese Grenzziehungen haben können: Wirken die ethnisierenden Grenzziehungen als ‚Enabling‘? (in Bezug auf Rollenmodelle, Solidaritätsmuster) oder aber als auch als ‚Constraining‘? (beispielsweise betreffend der eingeschränkten Handlungsoptionen und Teilhabechancen). Wirkt das Heterogenitätsmerkmal ‚Ethnizität’ an der Universität als Ungleichheit generierend? Und wenn ‚ja’: Durch welche Mechanismen?
Wir fassen die Universität sowohl als Organisation als auch als sozialen Gestaltungsraum. Die Lehrveranstaltung fokussiert auf unterschiedliche Fakultäten und deren Fachkulturen, berufliche Optionen und die Wege zum Beruf. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Sportwissenschaft und den Wegen zum Beruf im Rahmen dieses Studiums, wobei wir annehmen, dass die Entscheidungen auch mit spezifischen ethnisierenden Grenzziehungen im Sport zusammenhängen können. Mit derartigen Grenzziehungen werden wir uns etwas intensiver beschäftigen
Bender-Szymanski, D.: Die schwierige Toleranz. Ein Planspiel zu religiös-welt-anschaulichen Konflikten in der Schule. In: Praxis Schule 5-10, 2004, H.6, 30-37.
Cachay, K./Kleindienst-Cachay, C.: (2010) Abschlussbericht des Projekts „Integration von Migrantinnen und Migranten in und durch den Sport“ .Masch. schriftl vervielf. Manuskript 471 S.; Kapitel: Theoretischer Bezugsrahmen.
Kalter, F. (2003): Chancen, Fouls und Abseitsfallen: Migranten im deutschen Ligafußball.Wisebaden: Westdeutscher Verlag.
Kleindienst-Cachay, C. (2007): Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund im organisierten Sport. Hohengehren: Schneider
Pfaff-Czarnecka, J. (2007): Multiple Belonging. S. 21-25 in: MAXIM Theater (Hg.), Arbeitsbericht No. 2. Zürich: MAXIM Theater.
Terkessidis, M. (2010): Interkultur. Berlin: Suhrkamp.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| einmalig | Di | 10-12 | D2-136 | 18.10.2011 | Vorbesprechung / weitere Di-Termine 10-12 Uhr n.V. |
| wöchentlich | Sa | 8-18 | Lampinghalle | 12.11.2011 | |
| wöchentlich | Sa | 8-18 | Lampinghalle | 21.01.2012 |
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| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gender Studies / Master | (Einschreibung bis SoSe 2013) | Hauptmodul 1; Hauptmodul 1.2 | 3 | (bei Einzelleistung 3 LP zusätzlich) 4 Plätze verfügbar | |||
| Sportwissenschaft / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2011) | JBU; TdS 5; TdS 6; TdS 23 | Wahlpflicht | 2 | |||
| Sportwissenschaft / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2011) | EKJ; TdS 3; TdS 4; TdS 22 | Wahlpflicht | 2 | |||
| Sportwissenschaft / Master | (Einschreibung bis SoSe 2014) | EKJ; M-TdS-5 | Wahlpflicht | 2 | |||
| Sportwissenschaft / Master | (Einschreibung bis SoSe 2014) | JBU; M-TdS-3 | Wahlpflicht | 2 |