381019 Hochschulorchester (S) (WiSe 2006/2007)

Inhalt, Kommentar

Programm: Franz Schubert: Sinfonie Nr. 9 C-Dur D 944

Beginn: 18.10.2006
Abschlusskonzert: 05.02.2007

Besonders erwünscht sind Oboen, Hörner, Fagotte, Bratschen und Celli!

Wer sich der Begegnung mit Schuberts großer C-Dur Sinfonie aussetzt, sieht sich unvermeidlich mit der Kategorie der Zeit konfrontiert. Dies gilt zum einen ganz pragmatisch, handelt es sich doch um das erste Werk der sinfonischen Literatur, dessen Umfang den Rahmen einer vollen Stunde sprengte. Schuberts Neunte zu musizieren heißt, einzutauchen in Dimensionen, die man nicht mehr so leicht überblickt, einzutreten in einen Kontext, der, zumindest dem Erleben nach, den eigenen Horizont überschreitet - und es heißt auch ganz handgreiflich, der Herausforderung standzuhalten, die es bedeutet, mehr als sechzig Minuten ohne nennenswerte Unterbrechung Musik hervorzubringen.

Ebenso unausweichlich aber tritt dem Ausführenden wie dem Hörer des Werks die Zeit im Inhaltlichen gegenüber; denn Schuberts Komposition schafft gleichsam nicht musikalische Ereignisse in der Zeit, sondern verleiht der Zeit selbst musikalische Gestalt. Wo Beethovens Musik (und fast alle Übrige) ein Stattfinden ist, ein Eintreten, Wirksamwerden und Wiederverschwinden von musikalischen Tatsachen, ist die Schuberts ihrem Wesen nach Fortdauer, die kein Ziel und keine Vergangenheit kennt. Schuberts Musik ist an ihrem Ende nicht den kleinsten Schritt weiter als an ihrem Anfang: darin liegt ihre Verzweiflung und doch zugleich auch ihr Trost, der jene immer nur ein winziges Quentchen übertrifft. Ihr Abgrund ist überall und so offen wie ihr Himmel, mit dem er verschmilzt.

Probenbeginn am Mittwoch, den 18.10.2006 um 19:30 in Raum T0-260,
ab dann immer Mittwochs zu besagter Uhrzeit;
Konzert am Montag, den 05.02.2006 um 20 Uhr c.t. im Audimax.

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Seminar (S) / 4
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Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft / Studienfächer / Kunst- und Musikpädagogik
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