Angesichts der derzeitigen Situation wird unser Seminar in diesem Sommersemester als digitales Seminar stattfinden.
Wie werden wir arbeiten?
Arbeitsweise: wenige Präsenztermine im virtuellen Seminarraum auf der Konferenzplattform Zoom (4 einstündige, zu den bereits festgelegten Sitzungsterminen jeweils zw. 14:15- 15:30h mit inhaltlichem Input und Zeit für Fragen/Austausch) und selbstständig in größeren Zeiträumen eingeplante Arbeit in Kleingruppen und alleine zu Texten und Zusatzmaterial (Videos, Statements etc.). Hierfür werden Fragen/Aufgaben von mir formuliert.
Wo erhalte ich zentrale Informationen?
Alle relevanten Dokumente (Übersicht über Seminarplan, Infos zur Teilnahme und Studienleistung, Abgabeordner für Studienleistungen etc.) finden Sie im Laufe der 17. KW (spätestens ab dem 22.4.20) auf dem Lernraum plus zu unserer Veranstaltung.
Im Lernraum plus erhalten Sie über die gesamte Veranstaltung ab dem 24.4.20 alle relevanten Informationen, Arbeitsaufgaben, Texte etc. zum Seminar.
Wann geht es los?
Wichtig: In unserer ersten Präsenzsitzung am Fr, 24.4.20 von 14:00 – 15:30 Uhr erhalten Sie eine Einführung in das Seminar, Vorstellung der Inhalte, Tln-Bedingungen und Studienleistung, Info zu den Kleingruppenarbeiten, die selbstständig zu absolvieren sind. Sie sollten bei dieser ersten Präsenzsitzung digital anwesend sein und teilnehmen.
Was ist vorab von Ihrer Seite zu tun?
Bitte melden Sie sich zur Seminarteilnahme bitte unbedingt, wenn noch nicht geschehen, mit Ihrer Mailadresse der Uni Bielefeld bei Zoom an, damit Sie an der Videokonferenz am Fr, 24.4.20 von 14:15 – 15:30 Uhr teilnehmen können.
Für unsere erste Sitzung erhalten Sie von mir einen Link für Zoom (via Mail und bereitgestellt auf dem Lernraum plus), mit dem Sie bei Anmeldung zur Plattform an der Videokonferenz teilnehmen können.
Bei dringenden Fragen können Sie mich auch per Mail erreichen.
Master of Arts: Voraussetzung ist die Einschreibung im Master of Arts Erziehungswissenschaft im SoSe 2020
Auswahl voraussichtlicher Literatur:
Herbert, U. (2003): Geschichte der Ausländerpolitik in Deutschland. München: C.H. Beck, S. 202-216.
Castro Varela, M. (2009): Migrationshistorisches Vakuum? In: D. Lange, A. Polat (Hg.): Unsere Wirklichkeit ist anders. (S. 81-94). Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.
Mecheril, P.; Melter, C. (2010): Gewöhnliche Unterscheidungen. Wege aus dem Rassismus. In: P. Mecheril, M. d. M. Castro Varela et al. (Hg.): Migrationspädagogik (S. 150- 167). Weinheim und Basel: Beltz Verlag.
Güleç, A./Hielscher, L. (2015): Zwischen Hegemonialität und Multiplität des Erinnerns. In: F. Sebastian et al. (Hg.): Der NSU in bester Gesellschaft. Zwischen Neonazismus, Rassismus und Staat (S. 144-158). Münster: Unrast Verlag.
Detering, H. (2019): Was heißt hier „wir“? Zur Rhetorik der parlamentarischen Rechten. Ditzingen: Reclam.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum |
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Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.
In diesem Seminar beschäftigen wir uns aus einer migrationsgesellschaftlichen und rassismustheoretischen Perspektive einerseits mit der Frage, dass und wie Migrations- und Fluchtbewegungen in Deutschland regelmäßig mit einer „chronifizierte[n] Überraschung“ (Castro Varela/Mecheril 2010, S. 37) auf politischer, gesellschaftlicher und pädagogischer Ebene begegnet wurde und wird. Migration und Flucht erscheinen dadurch immer wieder als ‚Ausnahme- und Katastrophenfälle’, die aus der gesellschaftlichen Normalität und Realität ausgegliedert werden bzw. werden müssen und die es einzudämmen, zu regulieren und zu sanktionieren, für bestimmte Gruppen auch zu fördern gilt, wenn es sich um ‚erwünschte‘, d.h. ökonomisch ‚brauchbare‘ Migrant_innen handelt.
Andererseits gehen wir der Frage nach, wie die Anerkennung von (Flucht-)Migration zu einem grundlegenden Teil der migrationsgesellschaftlichen Gegenwart wie Vergangenheit im Gedächtnis der Bundesrepublik geworden ist und wie hier migrantisch situiertes Wissen insbesondere über Rassismus eine Rolle gespielt hat und noch heute spielt. Neben historischen Perspektiven beschäftigen wir uns auch mit aktuellen politischen wie gesellschaftlichen Entwicklungen, in denen die Präsenz und Legitimität von Migrant_innen, People of Color und Schwarzen Menschen in Deutschland im Zuge gesellschaftlich legitimierter Formen von Rassismus sowie erstarkender rechtspopulistischer und neurechter Diskurse zunehmend aberkannt wird und werfen einen Blick auf die Verschärfungen bestehender Ungleichheiten durch das Corona-Virus.
Zitierte Literatur: Castro Varela, M.; Mecheril, P. (2010). Grenze und Bewegung. In Ebd., M. Castro Varela et al. (Hg.), Migrationspädagogik (S. 23-53). Weinheim und Basel: Beltz Verlag.