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Modul 25-UFP6-C Fachbezogene Vertiefung: Migrationspädagogik, Civic- and International Education

Fakultät

Modulverantwortliche/r

Turnus (Beginn)

Jedes Semester

Leistungspunkte und Dauer

10 Leistungspunkte

Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.

Kompetenzen

Vorbemerkung: Der Kompetenzerwerb differiert je nach Ausrichtung der für das Unterrichtsfach Pädagogik geöffneten Veranstaltungen aus dem Master of Arts-Angebot im Studiengang Erziehungswissenschaft. Aufgrund ihrer Kenntnisse der professionsbezogenen Anforderungen als Lehrkraft im Unterrichtsfach Pädagogik sollen die Studierenden eigenständig (oder ggf. in Rücksprache mit dem Modulverantwortlichen) zielführende Veranstaltungen auswählen, welche der fachwissenschaftlichen Qualifizierung zugute kommen.

Die Studierenden erwerben zum einen theoretisch-analytisches und historisch-systematisches Wissen und erlangen so die Kompetenz, den Zusammenhang von Migration und Pädagogik zu erfassen. Mit diesem migrationsspezifischen Theorie- und Reflexionswissen sind sie in die Lage versetzt, Erziehungs- und Bildungsprozesse mehrperspektivisch zu beurteilen, zu begleiten und zu unterstützen. Darüber hinaus bildet dieses Wissen die notwendige Voraussetzung für konzeptionelles pädagogisches Arbeiten. Die Studierenden erwerben auf diese Weise theoriegeleitete Handlungsfähigkeit für Profession und Disziplin.
Die Studierenden erlangen zum anderen einen Überblick über die Ziele und Konzeptionen zivilgesellschaftlicher Bildung und Erziehung (Civic Education) und die Kompetenz, diese vor dem Hintergrund verschiedener pädagogischer und gesellschaftstheoretischer Ansätze zu diskutieren und zu reflektieren. Insbesondere spielen dabei demokratietheoretische Ansätze und die Befunde der politischen Sozialisationsforschung eine Rolle.
Die Studierenden erlangen die theoretisch-analytische Kompetenz, den Zusammenhang von Migration und Pädagogik in spezifischen pädagogischen Feldern zu erfassen. Sie erwerben theoretisches und empirisches Wissen über die Bedeutung des migrationsgesellschaftlichen Kontextes in verschiedenen vor-, außerschulischen pädagogischen Feldern. So werden sie in die Lage versetzt, eigenständig, selbstreflexiv und sensibilisiert in den unterschiedlichen pädagogischen Feldern unter Differenzbedingungen in Migrationsgesellschaften pädagogisch professionell zu handeln.
Darüber hinaus erwerben die Studierenden Fähigkeiten zur Bewertung der Grundlagen und Wirkungen von Programmen und Projekten der zivilgesellschaftlichen Bildung und Erziehung (Civic Education). Sie werden in die Lage versetzt, auf der Grundlage von Theorien eigenständig Konzepte zu entwerfen, sie zu überprüfen und exemplarisch umzusetzen.
Studierende erwerben die Kompetenz, Migration, Erziehung und Bildung in ihrer Bedeutung für Adressatinnen/ Adressaten pädagogischen Handelns und für (pädagogische) Institutionen zu erfassen. Sie erwerben theoretisches und empirisches Wissen über Prozesse der Subjektwerdung und Identitätsbildung in der Migrationsgesellschaft. In den Blick genommen wird dabei insbesondere die Relevanz verschiedener im migrationsgesellschaftlichen Kontext bedeutsamer Differenzdimensionen.
Ferner werden den Studierenden Kenntnisse über den institutionellen und organisatorischen Aufbau der außerschulischen zivilgesellschaftlichen Bildung und Erziehung vermittelt. Sie erlangen einen Überblick der verschiedenen Trägern, Strukturen und ihrer Vernetzung. Sie erwerben Kenntnisse über die verschiedenen Adressatinnen-/ Adressatenkreise von Civic Education und deren potenzielle Erreichbarkeit für pädagogisches Handeln.

Lehrinhalte

Die Fachbezogene Vertiefung "Migrationspädagogik, Civic- and International Education" unterteilt sich in drei Bereiche:

a. Historische und systematische Aspekte der Migrationspädagogik, Civic- and International Education
In den Lehrveranstaltungen aus dem Bereich Migrationspädagogik werden unterschiedliche sozial- und erziehungswissenschaftliche Zugänge zu Erziehung und Bildung in der Migrationsgesellschaft sowohl in theoretisch-analytischer wie historisch-systematischer Perspektive grundlegend erarbeitet, diskutiert und kritisch hinterfragt. In Auseinandersetzung mit Theorieangeboten und empirischen Befunden zum Zusammenhang von Migration, Erziehung und Bildung werden diese auf ihren wirklichkeits- und problembeschreibenden wie -erzeugenden Gehalt hin beleuchtet. Weiter wird in historisch-systematischer Perspektive der pädagogische Umgang mit Differenz in der Migrationsgesellschaft pädagogisch-konzeptionell betrachtet und diskutiert. Dies beinhaltet die kritisch-reflexive Auseinandersetzung mit unterschiedlichen migrationspädagogischen Programmatiken wie der Interkulturellen und Anti-Rassistischen Pädagogik und anderen pädagogischen Programmatiken, die auf Differenzsensibilität abheben, wie das Globale Lernen, die Mädchen- und Jungenarbeit, Diversity-Pädagogik, Integrative Pädagogik und Menschenrechtspädagogik.
Lehrveranstaltungen aus dem Bereich der Civic Education legen den Fokus auf die Erarbeitung und den Vergleich unterschiedlicher pädagogischer und gesellschaftstheoretischer Zugänge. Dies ist zunächst auf die normbildende Dimension der Ziele von Civic Education bezogen, die vor dem Hintergrund einer kontroversen Debatte um die Bestimmung von zivilgesellschaftlichen Tugenden (Civic Virtues) diskutiert werden. In dieser Auseinandersetzung werden Kernbegriffe der Debatte wie Partizipation, bürgerschaftliches Engagement, Identifikation mit der politischen Gemeinschaft, Toleranz und Mündigkeit zueinander in Bezug gesetzt und in den Kontext der Forschung zur politischen Sozialisation gesetzt. Des Weiteren findet eine Auseinandersetzung mit theoretischen und empirischen Ergebnissen zur Ermöglichung solcher Civic Virtues im Allgemeinen und durch pädagogische Arbeit im Besonderen statt.

b. Ausgewählte Felder der Migrationspädagogik, Civic- and International Education
In den Lehrveranstaltungen werden unterschiedliche sozial- und erziehungswissenschaftliche Zugänge zu der Bedeutung des migrationsgesellschaftlichen Kontextes in pädagogischen Feldern grundlegend erarbeitet, diskutiert und kritisch hinterfragt. Dabei werden auch feldspezifische, pädagogisch-konzeptionelle Ansätze in der Migrationsgesellschaft in den Blick genommen und auf ihre zu Grunde liegenden Prämissen und Implikationen hin kritisch befragt.
Es werden aktuelle Programme und Projekte der zivilgesellschaftlichen Bildung und Erziehung in den Blick genommen, wie z.B. Programme gegen Rechtsextremismus, zur Aggressions- und Gewaltprävention oder zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements. Diese Programme werden auf der Grundlage der Forschung zu ihrer Ziel- und Umsetzung befragt. Dabei werden Befunde und konkurrierende Ansätze miteinander verglichen und die Ergebnisse von Evaluationsstudien einbezogen. Die Reflexion der Grenzen von Civic Education als pädagogisches Handlungsfeld wird eingeübt.
In beiden Elementen werden exemplarisch internationale Ansätze und Konzepte im Kontext erziehungswissenschaftlicher Forschung und pädagogischer Praxis vorgestellt und kritisch reflexiv diskutiert. Dabei finden sowohl länderübergreifende als auch ländervergleichende Darstellungen Berücksichtigung.

c. Adressatinnen/ Adressaten und Institutionen der Migrationspädagogik, Civic- and International Education
In den Lehrveranstaltungen aus dem Bereich Migrationspädagogik werden unterschiedliche sozial- und erziehungswissenschaftliche Zugänge zu der Bedeutung des migrationsgesellschaftlichen Kontextes für Adressatinnen/ Adressaten sowie Institutionen pädagogischen Handelns grundlegend erarbeitet, diskutiert und kritisch hinterfragt. Dabei wird es auch darum gehen, pädagogisch-konzeptionelle Ansätze von Pädagogik in der Migrationsgesellschaft auf ihre zu Grunde liegenden Prämissen und differenz- und ungleichheitgenerierenden Implikationen hin kritisch zu befragt. Darüber hinaus werden adressatinnen-/adressatenbezogene pädagogische Umgangsweisen mit Differenz und Ungleichheit in Institutionen analysiert.
Die Lehrveranstaltungen aus dem Bereich Civic Education vermitteln einen Überblick verschiedener Organisationsformen von zivilgesellschaftlicher Bildung und Erziehung, deren Institutionalisierung und Vernetzung. Der primäre Fokus ist auf Deutschland gerichtet, wird aber um eine internationale Perspektive auf wichtige Akteure erweitert. Es wird berücksichtigt, an welche Adressatinnen/ Adressaten sich die jeweiligen Angebote richten und ob deren Spezifika vor dem Hintergrund der Heterogenität gesellschaftlicher Gruppen hinreichend wahrgenommen werden. Insbesondere ist für eine außerschulische Civic Education zu fragen, welche Adressatinnen-/ Adressatenkreise überhaupt erreicht werden können und wie dieser Zugang etwa durch Civic Education als pädagogische Querschnittaufgabe verbessert werden könnte. Zur Beantwortung werden Befunde der Forschung herangezogen.

Empfohlene Vorkenntnisse

Notwendige Voraussetzungen

Erläuterung zu den Modulelementen

Erläuterung zur Modulprüfung und zur Studienleistung:
Es ist eine Modulprüfung in diesem Modul zu erbringen. Die Modulprüfung wird vom Lehrenden der zur inhaltlichen Schwerpunktsetzung gewählten Veranstaltung abgenommen. In der Veranstaltung, in der die Modulprüfung erbracht wird, muss keine Studienleistung abgelegt werden.

Portfolio: Das Portfolio bezeichnet eine Zusammenstellung von Dokumenten, die den Lernverlauf eines Individuums beschreiben bzw. dokumentieren. Portfolios dienen dazu, Lernerfahrungen und -erfolge zu erfassen und Lernstrategien zu planen. Mit Hilfe des Portfolios sollen die Arbeitsergebnisse einer/ eines Studierenden aus einer Veranstaltung/ einem Modul dokumentiert werden. Ein Portfolio kann verschiedene Arbeiten von Exzerpten und Literaturrecherchen bis zu Lerntagebüchern oder Referaten enthalten. Die Dozentinnen/ Dozenten entscheiden jeweils, welche Leistungen für das Portfolio zu erbringen sind, dies kann je nach didaktischem Konzept der Veranstaltung/ des Moduls für alle Studierenden gleich sein, es kann aber auch individuell vereinbart werden. Die Bewertung des Portfolios erfolgt abschließend aufgrund einer Gesamtbetrachtung der Sammlung.

Die studienbegleitende Projektarbeit ist eine Einzel-/Gruppenarbeit, mit der ein definiertes Ziel in definierter Zeit erreicht werden soll. In den Projektarbeiten sollen die Studierenden nachweisen, dass sie komplexe Aufgabenstellungen bezogen auf die jeweiligen Modulinhalte Einzeln oder im Team zu lösen vermögen. Der als Prüfungsleistung jeweils zu bewertende Beitrag muss deutlich individuell erkennbar und bewertbar sein. Dies gilt auch für den individuellen Beitrag zum Gruppenergebnis.

Modulstruktur: 1 SL, 1 uPr 1

Veranstaltungen

Titel Art Turnus Workload (Kontaktzeit + Selbststudium) LP2
E1: Migrationspädagogik and International Education Seminar WiSe&SoSe 90h (30 + 60) 3 [SL] [Pr]
E2: Civic- and International Education Seminar WiSe&SoSe 90h (30 + 60) 3 [SL] [Pr]

Studienleistungen

Veranstaltung Workload LP2
E1: Migrationspädagogik and International Education (Seminar)

Die Studienleistung dient der Einübung einer reflexiven und diskursiven Haltung zu den in der Veranstaltung behandelten Themen und hat im Hinblick auf die im Modul verankerten Kompetenzen einübenden und vertiefenden Charakter. Eine Studienleistung ist das Anfertigen einer Aufgabe zu Übungszwecken. Übungsaufgaben können beispielsweise sein: Die Vorbereitung und Durchführung einer Gruppenarbeit, die Vorbereitung und Durchführung einer mündlichen Präsentation, eine Argumentationsrekonstruktion, die Zusammenfassung eines Textes etc.

Für alle Studienleistungen gilt, dass schriftliche Beiträge im Umfang von höchstens 1200 Wörtern und mündliche Beiträge im Umfang von höchstens 20 Minuten verlangt werden.

siehe oben siehe oben
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.
E2: Civic- and International Education (Seminar)

Die Studienleistung dient der Einübung einer reflexiven und diskursiven Haltung zu den in der Veranstaltung behandelten Themen und hat im Hinblick auf die im Modul verankerten Kompetenzen einübenden und vertiefenden Charakter. Eine Studienleistung ist das Anfertigen einer Aufgabe zu Übungszwecken. Übungsaufgaben können beispielsweise sein: Die Vorbereitung und Durchführung einer Gruppenarbeit, die Vorbereitung und Durchführung einer mündlichen Präsentation, eine Argumentationsrekonstruktion, die Zusammenfassung eines Textes etc.

Für alle Studienleistungen gilt, dass schriftliche Beiträge im Umfang von höchstens 1200 Wörtern und mündliche Beiträge im Umfang von höchstens 20 Minuten verlangt werden.

siehe oben siehe oben
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.

Prüfungen

Organisatorische Zuordnung Art Gewichtung Workload LP2
E1: Migrationspädagogik and International Education (Seminar)
  • Hausarbeit im Umfang von höchstens 4.500 Wörtern,
  • Klausur (90 Minuten),
  • mündliche Prüfung im Umfang von höchstens 30 Minuten,
  • Portfolios, die verschiedene mediale Formen zusammenführen,
  • Projektarbeit (4.500 Wörter),
  • mündliche Präsentation/mündliches Referat (15-20 Minuten) mit einer schriftlichen Ausarbeitung im Umfang von höchstens 2.500 Wörtern.
Hausarbeit o. Klausur o. mündliche Prüfung o. Portfolio o. Projekt mit Ausarbeitung o. Referat mit Ausarbeitung unbenotet 120h 4
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.
E2: Civic- and International Education (Seminar)
  • Hausarbeit im Umfang von höchstens 4.500 Wörtern,
  • Klausur (90 Minuten),
  • mündliche Prüfung im Umfang von höchstens 30 Minuten,
  • Portfolios, die verschiedene mediale Formen zusammenführen,
  • Projektarbeit (4.500 Wörter),
  • mündliche Präsentation/mündliches Referat (15-20 Minuten) mit einer schriftlichen Ausarbeitung im Umfang von höchstens 2.500 Wörtern.
Hausarbeit o. Klausur o. mündliche Prüfung o. Portfolio o. Projekt mit Ausarbeitung o. Referat mit Ausarbeitung unbenotet 120h 4
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.

In diesen Studiengängen wird das Modul verwendet:

Automatische Vollständigkeitsprüfung

In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.

Legende

1
Die Modulstruktur beschreibt die zur Erbringung des Moduls notwendigen Prüfungen und Studienleistungen.
2
LP ist die Abkürzung für Leistungspunkte.
3
Die Zahlen in dieser Spalte sind die Fachsemester, in denen der Beginn des Moduls empfohlen wird. Je nach individueller Studienplanung sind gänzlich andere Studienverläufe möglich und sinnvoll.
4
Erläuterungen zur Bindung: "Pflicht" bedeutet: Dieses Modul muss im Laufe des Studiums verpflichtend absolviert werden; "Wahlpflicht" bedeutet: Dieses Modul gehört einer Anzahl von Modulen an, aus denen unter bestimmten Bedingungen ausgewählt werden kann. Genaueres regeln die "Fächerspezifischen Bestimmungen" (siehe rechtes Menü).
SL
Studienleistung
Pr
Prüfung
bPr
Anzahl benotete Modul(teil)prüfungen
uPr
Anzahl unbenotete Modul(teil)prüfungen
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.