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220004 Christen und Reiche am Millenniumswechsel (V+Ü) (SoSe 2020)

Inhalt, Kommentar

Im Zusammenhang der Kaiser-, Kirchen- und Ostpolitik Ottos I. (936-973) gewinnt der Aufstieg Magdeburgs als politisches, kirchliches und kulturelles Zentrum bzw. Vorort des gesamten Reiches und vieler angrenzender Regionen höchste Bedeutung. Die seit dem frühen Mittelalter slawisch besiedelten Gebiete des piastischen Polens und des premyslidischen Böhmens sowie das arpadische Ungarn hatten sich zum Teil außerhalb der antiken oder der karolingischen Welt entwickelt. Die Rolle des ottonisch-sächsischen Herrschaftssystems im Entstehungs- und Konsolidisierungsprozeß der ostmitteleuropäischen Länder an der ersten Jahrtausendwende soll in allen grundsätzlichen Aspekten erörtert werden: Wann und unter welchen Voraussetzungen wurden die Räume östlich der "Germania slavica" christianisiert, urbanisiert und herrschaftlich strukturiert? Die Stellung und Ordnung dieser neuen Königreiche des zehnten Jahrhunderts im Rahmen und der Abfolge der europäischen Geschichte, d. h. insbesondere deren Entwicklungsunterschiede und Phasenverschiebungen sind abschließend zu vergleichen.

Literaturangaben

• Wissen + Macht. Der heilige Benedikt und die Ottonen. Ausstellungsführer Stiftung Kloster und Kaiserpfalz Memleben, hrsg. von Andrea Knopik, Petersberg 2018;
• Thietmars Welt. Ein Merseburger Bischof schreibt Geschichte. Ausstellungskatalog, hrsg. von Markus Cottin/Lisa Merkel, Petersberg 2018;
• Eduard Mühle, Die Slawen (Beck'sche Reihe Wissen 2872) München 2017;
• Christian Lübke, Das östliche Europa (Die Deutschen und das europäische Mittelalter 2) München 2004;
• Michael Borgolte, Christen, Juden, Muselmanen. Die Erben der Antike und der Aufstieg des Abendlandes 300 bis 1400 n. Chr. (Siedler Geschichte Europas 2) München 2006;
• Ders., Europa entdeckt seine Vielfalt 1050-1250 (Handbuch der Geschichte Europas 3) Stuttgart 2002;
• Goetz, Hans-Werner: Europa im frühen Mittelalter 500-1050 (Handbuch der Geschichte Europas 2) Stuttgart 2004;
• Alfred Wieczorek/Hans-Martin Hinz (Hrsg.), Europas Mitte um 1000. Beiträge zur Geschichte, Kunst und Archäologie, 2 Bde., Stuttgart 2000;
• Bernd Schneidmüller/Stefan Weinfurter (Hrsg.), Ottonische Neuanfänge. Symposium zur Europarats und Landesuasstellung "Otto der Große, Magdeburg und Europa", Stuttgart 2000;
• Helmut Beumann, Teutonum nova metropolis. Studien zur Geschichte des Erzbistums Magdeburg in ottonischer Zeit (Quellen und Forschungen zur Geschichte Sachsen-Anhalts 1) Weimar 2000;
• Gerd Althoff/Hagen Keller, Spätantike bis zum Ende des Mittelalters. Die Zeit der späten Karolinger und der Ottonen. Krisen und Konsolidierungen 888–1024. 10. Aufl., Stuttgart 2008 ( Handbuch der deutschen Geschichte 3);
• Timothy Reuter (Hrsg.), The New Cambridge Medieval History 3: c. 900–1024, Cambridge 1999.

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wöchentlich Mo 16-18 E1-148 06.04.2020-17.07.2020

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22-3.8 Wahlfreies Hauptmodul
3.1.4
Historische Orientierung Studieninformation

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