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220046 Fremde und Fremdsein in Vormoderne und Moderne (Teil 1) (GK I) (WiSe 2019/2020)

Inhalt, Kommentar

Zu den Grundkursen MA/FNZ-Moderne findet in den Wochen vor Semesterbeginn und in der ersten Semesterwoche ein verbindliches Platzverteilungsverfahren statt. Sie werden gebeten, bis Donnerstag, 10.10.2019, 18:00 Uhr, Ihre Prioritäten bei der Wahl eines der Grundkursangebote in einer online-Datenbank einzutragen. Sie erreichen die Datenbank unter folgender Adresse:
http://129.70.216.16/fmi/webd/Grundkursanmeldung_WS1920
Bitte bearbeiten Sie die Datenbank an einem PC. Eine Bearbeitung per Tablet oder Smartphone mit touch-Bedingung führt häufig zu fehlerhafter Datenerfassung.
Weiterführende Hinweise zum Verteilungsverfahren finden Sie unter
http://www.uni-bielefeld.de/geschichte/studium/downloads/Erlaeuterungen_Platzvergabe_GK.pdf
Alle Grundkurse beginnen wegen des Verteilungsverfahrens erst in der zweiten Semesterwoche.

Was heißt „Fremdsein“ in einer vormodernen und einer modernen Gesellschaft? Als fremd wahrgenommen zu werden, ist kein anthropologisch unveränderbares Phänomen. Gesellschaften organisieren Zugehörigkeit und Fremdsein auf unterschiedliche Weise, so dass die Analyse dieser Prozesse zentrale gesellschaftliche Strukturen und Symbolwelten und deren Verschiebungen sichtbar macht. Wer gilt als Auswärtiger in europäischen Gesellschaften des 12. oder 16. Jahrhundert und wie werden Fremdsein, Zugehörigkeit und Ausschluß bestimmt? Wann, wo, warum und mit welchen Folgen werden Menschen in Mittelalter und Früher Neuzeit zu "Fremden"? Was bedeutet die Entwicklung moderner Nationalstaaten, der moderne Kolonialismus oder die Einführung der Staatsbürgerschaft für den Entwurf von Zugehörigkeit oder Nichtzugehörigkeit im 19. und 20. Jahrhundert? Das Thema lädt zum Vergleich vormoderner und moderner Gesellschaften ein, in politischer, konfessioneller, sozialer, rechtlicher oder kultureller Hinsicht.

Im Grundkurs sollen zudem grundlegende handwerkliche Fähigkeiten, über die HistorikerInnen verfügen müssen, vermittelt werden. Dazu gehören etwa Quelleninterpretation, Literatursuche oder das Strukturieren eigener Arbeiten. Diese handwerklichen Fähigkeiten werden nicht in einer Trockenübung, sondern an einer konkreten historischen Fragestellung und anhand von Sekundärtexten und Primärquellen erarbeitet.

Literaturangaben

Peter Bell (Hrsg.), Fremde in der Stadt. Ordnungen, Repräsentationen und soziale Praktiken (13. - 15. Jahrhundert), Frankfurt/Main 2010. Volker Scior, Das Eigene und das Fremde: Identität und Fremdheit in den Chroniken Adams von Bremen, Helmolds von Bosau und Arnolds von Lübeck, Berlin 2002. Andreas Fahrmeir, Citizenship. The rise and fall of a modern concept, New Haven u. a. 2007. Fatima El-Tayeb, Undeutsch. Die Konstruktion des Anderen in der postmigrantischen Gesellschaft, Bielefeld 2016.

Lehrende

Termine (Kalendersicht )

Rhythmus Tag Uhrzeit Ort Zeitraum  
wöchentlich Do 13-16 V2-121 10.10.2019-30.01.2020

Klausuren

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Fachzuordnungen

Modul Veranstaltung Leistungen  
22-1.2_b Grundmodul Mittelalter/ Frühe Neuzeit - Moderne Grundkurs Mittelalter/Frühe Neuzeit - Moderne Studienleistung
unbenotete Prüfungsleistung
unbenotete Prüfungsleistung
Studieninformation
22-B4-GM Profilmodul Geschichtswissenschaft (für Studierende ohne Kernfach / Nebenfach Geschichte) Grundkurs Mittelalter/Frühe Neuzeit - Moderne Studienleistung
benotete Prüfungsleistung
Studieninformation

Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.

Konkretisierung der Anforderungen
Keine Konkretisierungen vorhanden
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