Die Frage legalen Waffenbesitzes wird spätestens seit den Amokläufen von Erfurt und Winnenden auch in Deutschland heiß diskutiert, in anderen Ländern – vor allem in den USA – sind solche Debatten schon älter. Waffen befähigen Menschen, direkt und unmittelbar Gewalt auszuüben und können daher Machtkonstellationen von einer auf die nächste Sekunde verändern. Sie sind Mittel zur Ausübung, aber auch zum Schutz vor Gewalt und berühren damit zentrale Fragen staatlicher und gesellschaftlicher Organisation. Für viele Besitzer legaler Handwaffen in Deutschland wie auch den USA haben Waffen darüber hinaus auch symbolische Bedeutung in Hinblick auf Fragen des kulturellen Gedächtnis’, nationaler, regionaler, bürgerlicher oder einfach männlicher Identität.
Dieses Seminar widmet sich dem Thema ‚Waffenkultur’ von verschiedenen Seiten: Wir werden uns zum einen mit der Frage beschäftigen, wie verschiedene Staaten Waffenbesitz regulieren, welche historischen Entwicklungen und welche Konzepte von Staat und Bürger hinter diesen Regeln stehen. Darüber hinaus widmen wir uns der Bedeutung von kulturellem Gedächtnis und Historiographie für Konzepte von ‚Waffenkultur’, den ‚Waffenkulturen’ selbst (d.h. u.a. mit Schützenvereinen in Deutschland und der NRA in den USA) sowie den verschiedenen mit Waffen einhergehenden Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit. Als roter Faden durch das Seminar wird sich dabei die Frage ziehen, wie der Terminus ‚Waffenkultur’ konzeptionell zu verstehen und inwiefern er analytisch anwendbar ist.
Da der Großteil der in diesem Seminar behandelten Texte nur in englischer Sprache vorliegt, wird die Fähigkeit zur Lektüre solcher vorausgesetzt.
Bellesiles, Michael A. (2003): Arming America. The origins of a national gun culture. Brooklyn, NY: Soft Skull Pr.
Kopel, David B. (1992): The samurai, the mountie, and the cowboy. Should America adopt the gun controls of other democracies? Buffalo N.Y.: Prometheus Books.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| einmalig | Fr | 9-11 | U6-211 | 16.04.2010 | |
| einmalig | Fr | 9-13 | U6-211 | 30.04.2010 | |
| einmalig | Fr | 9-13 | U6-211 | 21.05.2010 | |
| einmalig | Fr | 9-13 | U6-211 | 28.05.2010 | |
| einmalig | Fr | 9-13 | U6-211 | 11.06.2010 | |
| einmalig | Fr | 9-13 | U6-211 | 25.06.2010 | |
| einmalig | Fr | 9-13 | U6-211 | 09.07.2010 | |
| einmalig | Fr | 9-11 | U6-211 | 23.07.2010 |
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| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gender Studies / Master | (Einschreibung bis SoSe 2013) | Hauptmodul 4 | 3 | (bei Einzelleistung 3 LP zusätzlich) | |||
| Politikwissenschaft / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2011) | Kern- und Nebenfach | Modul PolKom.b; Modul PolKom.a | ||||
| Sozialwissenschaften / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2011) | Kern- und Nebenfach | Modul PolSoz.a | 3 | (bei Einzelleistung 2 LP zusätzlich) | ||
| Sozialwissenschaften / Lehramt Sekundarstufe II | Wahl | ||||||
| Soziologie / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2011) | Kern- und Nebenfach | VN | 3 | (bei Einzelleistung 2 LP zusätzlich) | ||
| Soziologie / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2008) | vNF: Modul C | 3 | (bei Einzelleistung 3 LP zusätzlich) |