751004 Einladung zur Wissenschaft - Interdisziplinäre Einführung in wissenschaftliches Denken und wissenschaftliche Konzepte (WS) (SoSe 2019)

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2 Termine: 03. und 10.04.2019 jeweils dreistündig 14.00 s.t. bis 16.30 Uhr
Die Termine am 17. und 24. April 2019 entfallen leider wegen zu geringer Teilnahme!

Die Veranstaltung soll den Anfang des weiterbildenden Studiums STUDIEREN AB 50 begleiten und vertiefen, Zusammenhänge herstellen und in Wissenschaftskonzepte einführen. An vier Terminen wird den „Erstsemestern“, aber auch den „Uni-Erprobten“, die Kenntnisse auffrischen möchten, in einer dreistündigen Veranstaltung in einem kompakten und konzentrierten Stil Gelegenheit geboten, sich in Grundzügen einen interdisziplinären Überblick über wissenschaftliches Denken und wichtige Abschnitte der Wissenschaftsgeschichte zu verschaffen.

Überblick über die Inhalte:
Zunächst wird vorgestellt und mit den TeilnehmerInnen weiterentwickelt und diskutiert, was „wissenschaftliches“ Denken von anderen Formen des Denkens unterscheidet. Dann sollen die Unterschiede zwischen den Naturwissenschaften und Geistes- /Kulturwissenschaften anhand verschiedener Disziplinen vorgestellt werden mit dem Ziel, die unterschiedlichen Ansätze und Entwicklungen innerhalb der jeweiligen Denksysteme aufzuzeigen.

Im weiteren wird die Geschichte vieler Wissenschaften exemplarisch anhand der Entwicklung von Kunst, Philosophie, Theologie und Naturwissenschaften skizziert. Wichtige Epochen dieses „zivilisatorischen Prozesses“ (A. Weber) und der Geschichte fast aller heutigen Wissenschaften sind dabei:

die Antike – vor allem die hellenistische Kultur: Hier entwickelte sich ab ca. 400 v. Chr. der Ursprung wissenschaftlichen Denkens. Griechische Denker und Philosophen hatten die geniale Idee, wissenschaftliche Theorien allgemein anzuwenden; sie setzten eine dauernde, gleichbleibende abstrakte Ordnung voraus, aus der die wechselnde Welt der Beobachtung abgeleitet werden konnte.

das „scholastische“ Mittelalter – Gründung erster Universitäten in Europa: Für die Entstehung der Wissenschaften in Europa im Mittelalter war insbesondere die Zeit der Hochscholastik (12. bis 14. Jahrhundert), als die Schriften des für die Entwicklung der Wissenschaften wichtigsten antiken Denkers, Aristoteles, in Europa bekannt wurden. Universitäten wurden gegründet mit theologischen und „Artisten“-Fakultäten, in denen die artes liberales gelehrt wurden. Exemplarisch gezeigt wird dies an den in dieser Zeit gegründeten Universitäten Bologna, Paris und Oxford.

die Einheit von Kunst und Wissenschaft in der Renaissance: Der Begriff Renaissance bezeichnet ab ca. 1430 eine neue Art zu leben und zu denken, vor allem in den norditalienischen Stadtstaaten. Ab ca. 1520 gab es auch im westlichen und nordwestlichen Europa eine der südlichen Renaissance vergleichbare geistige und kulturelle Entwicklung. Renaissance und Reformation - in diesen Begriffen spiegelt sich die historische Entwicklung, die Kultur und Wissenschaftsentwicklung Mittel- und Westeuropas und der von (West)Europa beeinflußten Länder.

Barockzeitalter und Aufklärung: Diese Zeit ist gekennzeichnet durch den Übergang vom Aberglauben zur Forschung (z.B. von der Astrologie zur Astronomie), sie ist das Zeitalter der Akademiegründungen und der Gründung erster Wissenschafts-Gesellschaften. Gelehrte begründeten in dieser Epoche die neuzeitliche Mathematik und Astronomie und beschritten neue Denkwege mit dem Ziel, die (irdische) Welt zu erforschen und zu beherrschen. Durch die beginnende Mathematisierung der Erfahrung und die experimentelle Methode wurden Gesetzmäßigkeiten der Natur entdeckt und erforscht.

Resümee und Ausblick: Wissenschaftsentwicklung in verschiedenen Zeitaltern und in der Zukunft, Zusammenfassung und abschließende Diskussion der Entwicklung der Wissenschaften – historisch und systematisch - und das Konzept der „wissenschaftlichen Revolution“.

Die „Einladung zur Wissenschaft“ - und damit die Einführung in wissenschaftliches Denken - soll nicht anhand „trockener“ Texte erfolgen, sondern in der Spiegelung der Wissensentwicklung in der Kunst, in Abbildungen und Illustrationen zeitgenössischer Publikationen, in aktuellen wissenschaftsjournalistischen Artikeln in Tageszeitungen, Wochenzeitschriften und - während der Seminarsitzungen - auch ganz intensiv im Internet.

Für diese Veranstaltung gibt es ein umfangreiches (gedrucktes) Skript mit den Lern- und Wissensinhalten, das die individuelle Nachbereitung des sehr kompakt angebotenen Inhalts ermöglicht.

Dieser Kurs findet nur dann statt, wenn mindestens 10 Studierende ab 50 daran teilnehmen.

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  • Malwitz-Schütte

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