Das Interesse an gesellschaftlich relevanten Themen ist bei Seniorenstudierenden sehr groß. Gleichzeitig gewinnt eine neue Form der Vorlesung in der heutigen Zeit an Bedeutung: Die Online-Vorlesung. Was liegt also näher, als der Versuch, Kräfte zu bündeln und die Kompetenzen mehrerer Universitäten zu wichtigen gesellschaftlichen Themen mit Hilfe der neuen Medien einem breiteren Publikum zugänglich zu machen – zumal, wenn damit auch dazu beigetragen werden kann, dass Lehrende und Lernende ihre Scheu vor dem Internet als Instrument der Weiterbildung verlieren.
Derzeit arbeiten die Weiterbildungseinrichtungen von elf deutschen Universitäten an einer bundesweiten Online-Vorlesung zum Thema „Europa und Nachhaltigkeit“. An der Fortsetzung eines erfolgreiches Pilotprojekt der Bundesarbeitsgemeinschaft Wissenschaftliche Weiterbildung für Ältere (BAGWiWA) in der Deutschen Gesellschaft für Wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium e.V. (DGWF) aus dem Wintersemester 08/09 beteiligen sich die Universitäten in Bielefeld, Bremen, Hamburg, Hannover, Hildesheim, Kiel, Leipzig, Mainz, Oldenburg, Trier und Ulm.
Bei der Online-Vorlesung „Europa und Nachhaltigkeit“ werden die einzelnen Vorträge aus der Universität, an der sie gehalten werden, per Videokonferenz in alle anderen beteiligten Hochschulen übertragen. Bei der sich anschließenden Diskussion können Fragen aus allen Veranstaltungsorten beantwortet werden. Zur weitergehenden Diskussion des Themas soll gegebenenfalls auch ein begleitendes Internet-Forum eingerichtet werden.
Auch zur „Online-Vorlesung“ müssen Sie also in die Universität kommen.
29.10.09 Nachhaltige Entwicklung: Der lange Weg von Stockholm (1972) nach
Kopenhagen (2009)
Prof. Dr. Bernd Hamm, Universität Trier
12.11.09 Fisch kaputt: Fischereimanagement in Europa
Dr. Rainer Froese, Leibniz-Institut für Meereswissenschaften, Universität Kiel
26.11.09 Finanzen und Nachhaltigkeit in Europa
PD Dr. Dirk Solte, Forschungsinstitut für anwendungsorientierte Wissens-
verarbeitung, Ulm
10.12.09 Nachhaltiges Management
Prof. Dr. Georg Müller-Christ, Lehrstuhl für nachhaltiges Management im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Bremen
14.01.09 Europa und die US-amerikanische Politik zur internationalen
Klimaschutzpolitik
Prof. Dr. Christiane Lemke, Politikwissenschaft, Leibniz Universität Hannover
21.01.10 „Quo Vadis: Ist die Umwelterziehung noch auf dem richtigen Wege?“
Prof. Dr. Axel Braun, Fakultät für Soziologie, Universität Bielefeld
Auf der Grundlage von drei empirischen Studien zum Umweltbewusstsein 15- bis 16-jähriger Gymnasiasten und Hauptschüler, bei denen die Versuchspersonen jeweils den gleichen Fragebogen zu beantworten hatten, kann die zeitliche Entwicklung des Umweltbewusstseins (1980 - 1993 - 2007) verfolgt, beschrieben und reflektiert werden. Dabei wird Umweltbewusstsein als ein theoretisches Konstrukt verstanden, das sich aus Kenntnissen (insbesondere aus der Ökologie), zugehörigen Einstellungen (z.B. Betroffenheit, Verantwortlichkeit) und umweltverträglichem Verhaltensweisen zusammensetzt. Die empirischen Befunde sind darüber hinaus Ansatzpunkt für Reflexionen, wie Umwelterziehung in den allgemein-bildenden Schulen betrieben werden soll.
28.01.10 Nutzen und Ressourcenverbrauch. Was uns Indikatoren zu Frieden,
Entwicklung und zum ökologischen Fußabdruck verraten
Prof. Dr. Martin Kalinowski, Universität Hamburg, Carl Friedrich von Weizäcker-Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung
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