Kann man vor dem Hintergrund der engen Bindungen universitärer und außeruniversitärer Forschung und Lehre an politische und militärische Ziele, der Verstrickung in Bevölkerungspolitik und Massenvernichtung überhaupt von Wissenschaft im nationalsozialistischen Deutschland sprechen? Als Kernfrage stellt sich hier das Verhältnis von Wissenschaft und Politik, das im Seminar – methodisch angelehnt an Bourdieu – für verschiedene Segmente der Humanwissenschaften exemplarisch ausgeleuchtet werden soll. Wie, und mit welchen Auswirkungen vollzog sich die politische Umgestaltung der Universitäten und forschungsfördernden Institutionen? Welche Rolle spielten politische Lenkung einer- und Selbstrekrutierung von Wissenschaftler/innen andererseits? Welche Folgen hatte die Vertreibung von unliebsamen Wissenschaftler/innen aus dem akademischen Betrieb?
Zentral ist zudem die Frage nach Zäsuren und Kontinuitätslinien institutioneller, personeller, mentalitätsgeschichtlicher und methodologischer Art vor und nach 1933 sowie 1945. Hier soll insbesondere Denkstilen, Denkkollektiven und generationellen Prägungsmustern, die in der jüngsten Forschung zur deutschen Wissenschaftsgeschichte eine Periodisierung von etwa dem Beginn des 20. Jahrhundert bis in die 1960er Jahre nahegelegt haben, nachgegangen werden.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum |
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| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Geschichtswissenschaft / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2011) | Kern- und Nebenfach | 3.2.3 | Wahlpflicht | 8 | scheinfähig | |
| Geschichtswissenschaft (Gym/Ge) / Master of Education | (Einschreibung bis SoSe 2014) | 3.2.3 | Wahlpflicht | 8 | scheinfähig | ||
| History, Philosophy and Sociology of Science / Master | (Einschreibung bis SoSe 2014) | Hauptmodul 3; Hauptmodul 4 | Wahlpflicht | 1. 2. 3. 4. | scheinfähig HS |