Einen öffentlichen Billardtisch habe er errichten wollen, an dem sich jeder die Zeit vertreiben könne, so schreibt Miguel de Cervantes in der Vorrede zu seinen 1613 erschienen Novelas ejemplares. Allerlei Wunderliches und Abenteuerliches wird hier erzählt: die Protagonisten gehen auf Thunfischfang, verkleiden sich, werden entführt, begehen Verbrechen, reisen durch die Welt, sind von Wahn und Krankheit, der Angst vor Schande und der Hoffnung auf Ehre getrieben. Prekär wie die Handlung sind oft auch die Erzähler und ihre Sprache, am Ende unterhalten sich zwei Hunde.
In der Übung werden wir in unsere gemeinsame, detaillierte Lektüre Grundlagen der Erzählanalyse, die Besonderheit der novellistischen Form und den literaturgeschichtlichen Kontext des Siglo de Oro miteinbeziehen.
Die Übung ist begleitend zum Einführungskurs in die romanistische Literaturwissenschaft Profil Spanisch konzipiert. Studierende anderer Fächer können gerne teilnehmen, wenn sie ausreichende Spanischkenntnisse für die Lektüre im Original haben.
Textgrundlage im Seminar ist die zweibändige, spanische Ausgabe der Novelas ejemplares bei Cátedra, die sich alle Teilnehmer bis zum Semesterbeginn besorgen sollten.
Miguel de Cervantes Saavedra: Novelas ejemplares I. u. II., hg. v. Harry Sieber, Madrid: Cátedra 1999.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich | Di | 16-18 | C6-200 | 12.10.2009-05.02.2010 |
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| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Literaturwissenschaft / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2011) | Nebenfach | BaLitEM | 2 | |||
| Romanische Kulturen: Sprache, Literatur, Geschichte / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2011) | Nebenfach | BaRK2a | 2 |
In der Übung können durch aktive Teilnahme maximal zwei Leistungspunkte erworben werden, das heißt es kann keine benotete Einzelleistung erbracht werden. Im Einführungsmodul BA Literaturwissenschaft kann die Übung entweder mit literaturgeschichtlichem oder systematisch-theoretischem Schwerpunkt angerechnet werden.