Im Zentrum des Seminars soll die Frage nach der Entstehung, Funktion und Tradierung von sprachlichen Mustern stehen. Formelhaftigkeit wird dabei als sprachliches Phänomen verstanden, das sich auf drei Textebenen finden lässt, nämlich in der Mikrostruktur, Mesostruktur und Makrostruktur. Mikrostrukturelle Formelhaftigkeit lässt sich auf der Satzebene lokalisieren, dazu gehören z.B. Phraseologismen im weiteren Sinne (Paarformeln, Sprichwörter etc.). Mesostrukturelle Formelhaftigkeit liegt dann vor, wenn eine sprachliche Formel den Rahmen der Mikroformeln übersteigt, ohne dabei jedoch eine vollständige kommunikative Einheit zu bilden. So zählen z.B. argumentative Schlüsse zur mesostrukturellen Formelhaftigkeit. Makrostrukturelle Formelhaftigkeit umfasst eine Kommunikationseinheit in ihrer Gesamtheit, der Aufbau der Rede nach der klassischen Rhetorik in die Redeteile: exordium, narratio, argumentatio und peroratio kann hier als Beispiel herangezogen werden. Anhand ausgewählter Beispiele (u.a. Rechtstexte, Predigten, Rezepte) soll gemeinsam die Entwicklung bestimmter Textsorten und der für sie spezifischen Formelhaftigkeit vom Mittelalter bis zur Neuzeit erarbeitet werden.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum |
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| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
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| Germanistik / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2011) | Kern- und Nebenfach | BaGerPoB1; BaGerP1S | 4/4 | |||
| Germanistik / Master of Education | (Einschreibung bis SoSe 2014) | BaGerPoB1; BaGerP1S | 4/4 | ||||
| Germanistik/Deutsch | MA/SI/SII; LIN; A.4; A.6 | HS | |||||
| Germanistik/Deutsch | MA/SI/SII; AED; B.3 | HS |