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300136 Organisierte Gewalt erforschen – (nichtstaatliche) Armeen, Milizen, Paramilitärs (Teil I) (S) (SoSe 2019)

Kurzkommentar

Diese Veranstaltung besteht (aus rein technischen Gründen) aus zwei Teilen (hier: Teil I und Teil II). In der Sache und im faktischen Veranstaltungsablauf handelt es sich aber um eine integrierte, vierstündige Veranstaltung! Sie kann daher auch nur in Kombination von Teil I und Teil II sinnvoll besucht und vor allem: abgeschlossen werden. Teilnehmer*innen tragen sich daher bitte in beide Teile (Teil I und II) im ekvv ein.

Inhalt, Kommentar

Möchte man organisierte Gewalt erforschen, steht man vor dem Problem, dass es quasi kaum Möglichkeiten gibt, zum eigentlichen Forschungsgegenstand Kontakt aufzunehmen. Spätestens bei paramilitärischen Verbänden, terroristischen Organisationen oder organisierten Schlägertrupps wird es schwierig, einen Feldzugang zu generieren, ohne selbst Mitglied der zu erforschenden Gewaltorganisation zu werden. Noch schwieriger wird es, wenn es die Organisationen, für die man sich interessiert, gar nicht mehr gibt – weil sie beispielsweise im Rahmen von Staatszerfallskriegen wie den Jugoslawienkriegen entstanden sind und sich nach Kriegsende mehr oder weniger aufgelöst haben.

Das Seminar verfolgt zwei Ziele. Im ersten Teil des Seminars wird es darum gehen, verschiedene qualitative Methoden kennenzulernen, die sich nichtsdestotrotz zur Erforschung von organisierter Gewalt eignen. Neben bekannteren Methoden wie der Aktenanalyse, Dokumentenanalyse, Videoanalyse, den verschiedenen Formen der Interviewführung und der (historischen) Ethnographie werden wir einen Schwerpunkt auf innovative, noch unbekanntere Methoden legen (z. B. die „Methode der Sequenziellen Ereignisrekonstruktion (SeqER)“; die Videoanalysemethode SPLINOS für spontan-authentische Live-Aufnahmen).

Im zweiten Teil des Seminars werden wir das gesammelte Wissen an konkreten Fällen erproben. Ziel ist es, die eigene Forschungskompetenz zu festigen und mehr Sicherheit bei der Entwicklung einer soziologischen Fragestellung zu bekommen. Dazu werden wir selbst Fallstudien zu den an den Jugoslawienkriegen beteiligten Organisationen anfertigen. Anhand von Prozessakten des International Crime Tribunal for the former Yugoslavia (ICTY) und Auszügen aus Interviews mit ehemaligen Kämpfern werden wir uns diese (para-)militärischen Organisationen genauer anschauen und die dabei auftauchenden empirischen Rätsel gemeinsam entschlüsseln.

Ziel des Seminars ist es, grundlegende Techniken wissenschaftlichen Arbeitens am Beispiel eines Themenfeldes zu vertiefen und ein konkretes Forschungsfeld kollaborativ zu bearbeiten. Voraussetzung dafür ist die Bereitschaft, verlässlich in einer Forschungsgruppe zu arbeiten und sich auch selbstständig unbekannte Themen zu erschließen.

Das Seminar besteht aus zwei Teilveranstaltungen, die nur zusammen belegt werden können.

Lehrende

Termine (Kalendersicht )

Rhythmus Tag Uhrzeit Ort Zeitraum  
wöchentlich Do 14-16 X-E0-228 04.04.2019-11.07.2019
nicht am: 30.05.19 / 20.06.19

Klausuren

  • Keine gefunden

Fachzuordnungen

Modul Veranstaltung Leistungen  
30-M32 Fachmodul Organisation II (erweitert) Problemfeldanalyse oder Vertiefungsseminar Studienleistung
Studieninformation
Vertiefungsseminar Studienleistung
Studieninformation
veranstaltungsübergreifend benotete Prüfungsleistung Studieninformation

Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.

Studiengang/-angebot Gültigkeit Variante Untergliederung Status Sem. LP  
Studieren ab 50    
Konkretisierung der Anforderungen
Keine Konkretisierungen vorhanden
Lernraum
TeilnehmerInnen
Automatischer E-Mailverteiler der Veranstaltung
Änderungen/Aktualität der Veranstaltungsdaten
Sonstiges