Ein Problem der aktuellen Forschung auf dem Gebiet von Dynamischer Semantik und Dialogtheorie stellt sich so dar: Dynamische Semantiken, wie etwa Discourse Representation Theory (DRT) oder Dynamische Prädikatenlogik (DPL), wurden für Folgen von Sätzen entwickelt, u. zw. mit dem Fokus auf der Anaphernauflösung in fortlaufenden Texten.
Dialoge haben es dagegen in erster Linie mit Abfolgen von (komplexen) Sprechakten oder turns verschiedener Sprecher zu tun, die meist in größere Zusammenhänge eingebunden sind, z.B. weil sie Plänen folgen.
Die Übertragung und Entwicklung von Methoden der Dynamischen Semantik auf Dialoge ist das Thema der folgenden Monographie
Asher, Nicholas and Lascarides, Alex: 2003, Logics of Conversation. CUP. (= LoC)
LoC stellt den Versuch dar, aktuelle Paradigmen aus Logik, Linguistik und KI zu integrieren mit dem Ziel, Texte und Dialoge gleichermaßen zu beschreiben.
Wir nehmen uns für das SS 2005 vor, die Dialogkapitel dieses Buchs durchzuarbeiten. Zur Sprache kommen dabei Unterspezifikation auf Satz- und Diskursebene, Verknüpfungsmechanismen im Diskurs (Diskursrelationen im Anschluss an die RST), Kohärenz, Nichtmonotonie, Lexikon und Kohärenz, updates und spezielle Dialogstrukturen wie Frage-Antwort oder Korrekturen.
Dazu soll die Diskussion der jeweils benötigten Repräsentationsmechanismen logischer Art, insbesondere der dynamischen Logiken mit Unterspezifikation treten.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum |
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| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
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| Linguistik / Magister | Haupt- und Nebenfach | Teilleistung der Abschlussprüfung möglich HS |