250325 Zwielichtiges Lernen: Gegenstimmen in der Weiterbildungsdiskussion (S) (SoSe 2009)

Diese Veranstaltung ist ausgefallen!

Inhalt, Kommentar

„zwielichtiges lernen“ kann gelesen werden als Aufforderung, Zwielichtiges zu lernen – und verweist damit auf die Sinnhaftigkeit der reflexiven Erschließung der Welt von einer anderen als der „üblich“ gedachten Seite her. Andererseits kann „zwielichtiges“ auch adjektivisch das Lernen qualifizieren – und damit auf den Doppelcharakter dieser Veränderungsform hindeuten: im Sinne des „großen Zwangs zur kleinen Freiheit“ (Geißler/Orthey 1998) oder der Gleichzeitigkeit von Selbstverwirklichungschance und verzweckter Selbstausbeutung. Beide Lesarten von „zwielichtiges lernen“ sind möglich - und für diese Veranstaltung sind auch beide angemessen. Denn beide Lesarten machen Unterschiede. Vor allem zu den gesellschaftlich und bildungspolitisch favorisierten und gelegentlich auch schöngefärbten Lerneinredungen. Unterschiede auch zu der völligen Instrumentalisierung des Lernens im Sinne einer Individualisierung von Problemlagen, von der gesellschaftlicher und ökonomischer Mehrwert erwartet wird. Unterschiede zu den allenthalben verbreiteten Unterscheidungen zu den bearbeiteten Themen. In diesem Sinne sollen die „Gegenstimmen“ in dieser Veranstaltung Unterscheidungen treffen, die es – in Anlehnung an Gregory Batesons bekannten Satz – ermöglichen, einen Unterschied machen zu können.
In dieser Blockveranstaltung werden differenzmachende Beiträge zu Meinungen, Strömungen, Trends und Sprachspielen angeboten, die heutzutage oft als Main-Stream in praxisorientierten, aber auch in wissenschaftlichen Diskursen und Communities diskutiert werden.

Geplante thematische Gliederung:
1. Tag:
 Einführung „Zwielichtiges Lernen“ - „Das aufgelöste Subjekt“ – „Die Lern-Falle“ – „Bildung oder Einbildung? Oder: Ich weiß, was ich nicht weiß!“

Dazwischen Murmelgruppen, Vertiefungsgruppen, Fishbowls zur Diskussion und Erweiterung, abschließend schriftliche Reflexion.

2. Tag
 Gegenstimmen zu „Kundenorientierung“ – „Kompetenz“ - „Lernen – immer ein Erlebnis!“
 Gegenstimmen zu „Lernabstinenz“, „Dienstleistung“ und „Trainerauswahl auf dem Qualitäts-Prüfstand“
 Gegenstimmen zu „Tools“, „Beratung“ und „Lifelong Guidance“

Dazwischen Murmelgruppen, Vertiefungsgruppen, Fishbowls zur Diskussion und Erweiterung, abschließend schriftliche Reflexion.

3. Tag
 Gegenstimmen zu „Netzwerken“, „Zeit zu Lernen“ und „Lernerfolg“
 Optionale „Specials“: „Avanti Simultanti“, „Wer einen Beruf ergreift ist verloren.“ „Employability: Ein Bildungskonzept für die Ich-AG“, „Ab ins virtuelle Leben: Klick und weg!“, „Im Strudel des Etikettenschwindels“ „Schnee von heute: Fragmente einer Sprache des Geldes“, „Ach Du liebe Zeit!“ ...

Dazwischen Murmelgruppen, Vertiefungsgruppen, Fishbowls zur Diskussion und Erweiterung, abschließend schriftliche Reflexion.

Methode
Die Halbtagessequenzen der Veranstaltung sind wie folgt gegliedert:
1. Thematische Impulse mit Murmelgruppen (1 – 1,5 Std.)
2. Vertiefungsgruppen (1 Std.)
3. Fishbowl mit Entsandten aus den Vertiefungsgruppen und heißem Stuhl mit Diskussion zentraler Aspekte, Anreicherungen und Erweiterungen durch die Studierenden. (1 Std.)
4. Nachmittags abschließend: schriftliche Reflexion

Voraussetzungen:
Bereitschaft zu aktiver, kontinuierlicher Teilnahme.

Teilnahmevoraussetzungen, notwendige Vorkenntnisse

Bereitschaft zu aktiver, kontinuierlicher Teilnahme.

Lehrende

Fachzuordnungen

Studiengang/-angebot Gültigkeit Variante Untergliederung Status Sem. LP  
Frauenstudien (Einschreibung bis SoSe 2015)    
Pädagogik / Erziehungswissenschaft / Diplom (Einschreibung bis SoSe 2008) G.4.4; G.4.3; H.2.3; H.2.4    

Keine Konkretisierungen vorhanden
Kein E-Learningangebot vorhanden
registrierte Anzahl: 10
Dies ist die Anzahl der Studierenden, die die Veranstaltung im Stundenplan gespeichert haben. In Klammern die Anzahl der über Gastaccounts angemeldeten Benutzer*innen.
eKVV Teilnahmemanagement:
Bei dieser Lehrveranstaltung wird das eKVV-Teilnahmemanagement genutzt.
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Teilnahmebegrenzung:
Begrenzte Anzahl Teilnehmer*innen: 40
Adresse:
SS2009_250325@ekvv.uni-bielefeld.de
Lehrende, ihre Sekretariate sowie für die Pflege der Veranstaltungsdaten zuständige Personen können über diese Adresse E-Mails an die Veranstaltungsteilnehmer*innen verschicken. WICHTIG: Sie müssen verschickte E-Mails jeweils freischalten. Warten Sie die Freischaltungs-E-Mail ab und folgen Sie den darin enthaltenen Hinweisen.
Falls die Belegnummer mehrfach im Semester verwendet wird können Sie die folgende alternative Verteileradresse nutzen, um die Teilnehmer*innen genau dieser Veranstaltung zu erreichen: VST_11039182@ekvv.uni-bielefeld.de
Hinweise:
Weitere Hinweise zu den E-Mailverteilern
Letzte Änderung Grunddaten/Lehrende:
Freitag, 11. Dezember 2015 
Letzte Änderung Zeiten:
Donnerstag, 26. September 2013 
Letzte Änderung Räume:
Dienstag, 2. Juni 2009 
Art(en) / SWS
Seminar (S) / 2
Einrichtung
Fakultät für Erziehungswissenschaft
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11039182