Seit einiger Zeit wirft die Integration junger männlicher Spätaussiedler erhebliche praktische und strafrechtliche Probleme auf. In dem Seminar wird der Versuch unternommen, Studierende an die Praxis empirischer kriminologischer Forschung heranzuführen und zugleich einen Einblick in ein aktuelles kriminalpolitisches Thema zu gewähren: Wie ist die Situation der "Russlanddeutschen" im Strafvollzug, insbesondere im Jugendstrafvollzug? Ist die aus einzelnen Bundesländern berichtete Subkulturbildung ein singuläres oder flächendeckendes Problem? Wie ist die Situation in Nordrhein-Westfalen? Werden Aussiedler härter bestraft? Gibt es Unterschiede bei der Verbüßungsdauer und bei Bewährungsentscheidungen? Welche Bedeutung haben § 2 StVollzG und §§ 91, 92 JGG für Spätaussiedler? Welche Rückwirkungen gibt es auf die Gemeinden und die zum Teil stark segregierten Stadtteile?
Studierenden wird die Möglichkeit gegeben, Theorie und Praxis zu verbinden. Nach einem Auswahlverfahren können die Teilnehmer durch Interviews und Recherchen empirische Erfahrungen insbesondere im Justizvollzug sammeln. Die schriftlichen Arbeiten werden theoretische Abhandlungen und kriminologische Analysen zum Gegenstand haben.
Vorbesprechung: 20. Oktober 2004, 16 Uhr, U 8 - 207.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum |
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| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
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| Rechtswissenschaft (STUDO 1994 in der Fassung vom 6.7.1998) / Staatsprüfung | (Einschreibung bis SoSe 2003) | WFG 2 Strafrecht; Grundlagenschein | Wahlpflicht | 2 | scheinfähig HS | ||
| Rechtswissenschaft mit Abschluss 1. Prüfung (STUDPRO 2007) / Staatsprüfung | (Einschreibung bis SoSe 2009) | SPB 8: Kriminialwiss.; SPB 9: Strafverf./-verteid. | Wahlpflicht | 2 | scheinfähig HS |