"Ein feministisch theologisches Denken, das seinen Ausgangspunkt im Begehren, in der Leidenschaft hat und dem es widerstrebt, die Welt im Rahmen einer vorgegebenen Ordnung zu akzeptieren, ist dazu fähig, die Welt und sich selbst zu gewinnen."
So schreiben die italienischen Theoretikerinnen vom Frauenbuchladen in Mailand. Damit bringen sie eine Lebenshaltung vieler Frauen zum Ausdruck, die sich in der Welt durchaus nicht benachteiligt und unterlegen fühlen, sondern denen es um das Mögliche geht, in der Welt, in der Theologie und für sich selbst.
Dies Mögliche hat viel mit dem eigenen Wünschen und Wollen zu tun, es hat etwas zu tun mit dem eigenen Begehren. Denn das Begehren ist die Kraft, die mehr und anderes will als die vorfindliche Wirklichkeit: eine andere Qualität des Lebens für Frauen - und auch für Männer.
Deshalb stellen die italienischen Denkerinnen der Philosophinnengemeinschaft Diotima und des Frauenbuchladens in Mailand das Begehren ins Zentrum ihres Denkens. Diesem Denken und seinen theologischen Quellen will das Seminar nachgehen.
Und es will das Denken des Begehrens ins Gespräch bringen mit biblischen Texten, die auch vom Begehren handeln. Denn wenn es ums Begehren geht, steht ja die Frage im Raum, ob das "Du sollst nicht begehren...", das wir alle im Ohr haben, tatsächlich identisch ist mit der Haltung der gesamten Bibel zum eigenen Begehren.
Libreria delle donne die Milano, Wie weibliche Freiheit entsteht. Eine neue politische Praxis, Berlin, 1991, 3. Auflage.
Libreria delle donne di Milano, das Patriarchat ist zu Ende. Es ist passiert - nicht aus Zufall, Rüsselsheim, 1996.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich | Mi | 18-20 | KiHo, H 2 | 13.04.-13.07.2005 |
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| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Evangelische Theologie / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2011) | Kern- und Nebenfach | ST Ic; ST II/2a | 3 |