Das Vorgehen, mit einfachen Organismen Fragen zu klären, die sich mit komplexeren Lebewesen nicht oder sehr viel schwerer bearbeiten lassen, ist eine in den Biowissenschaften häufig verfolgte Strategie. Der Grund dafür liegt in der Erkenntnis, dass es ausgehend von einfachen, zellkernhaltigen Einzellern über einfache Vielzeller bis hin zum Menschen auf molekularer und zellulärer Ebene nur geringe Unterschiede zwischen diesen Organismen gibt. Auch die genetische Steuerung aller Prozesse einer lebenden Zelle ist für alle Organismen sehr ähnlich. Als Konsequenz werden komplexe zelluläre Prozesse häufig an recht einfachen "Modellorganismen" erforscht. Bei den Grünalgen der Ordnung Volvocales gibt es zwei solche Modellorganismen, den Einzeller Chlamydomonas und den echten Vielzeller Volvox, was auch gleichzeitig die Möglichkeit eröffnet, nach den (geringfügigen) molekularen Unterschieden zwischen Einzellern und Vielzellern zu suchen. Dies bietet sich auch nicht zuletzt deshalb an, weil man in dieser Ordnung auch rezente Zwischenformen (Gonium, Pandorina, Eudorina, Pleodorina) auf dem Weg hin zur Vielzelligkeit findet. Um Chlamydomonas und Volvox als Modellsysteme etablieren zu können, wurde in den vergangenen Jahren ein sehr umfangreiches zell- und molekularbiologisches Arsenal an Methoden und Techniken entwickelt. Im Rahmen dieses Praktikums sollen einige ausgewählte, auf andere Organismen bzw. Modellsysteme übertragbare Methoden in Theorie und Praxis vermittelt werden.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
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| Block | Block | unveröffentlicht | 19.04.-30.07.2004 |
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| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
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| Biologie / Diplom | (Einschreibung bis WiSe 02/03) | e+c/g | Wahlpflicht | HS | |||
| Biologie / Lehramt Sekundarstufe II | A1/A3+B1/B2/D1 | Wahlpflicht | HS | ||||
| Umweltwissenschaften / Diplom | (Einschreibung bis WiSe 02/03) | e+c/g | Wahlpflicht | HS |