Im Anschluss an Niklas Luhmann thematisiert das Seminar Protest als Protest gegen die Folgen funktionaler Differenzierung und deren Effekte: Soziale Bewegungen greifen Themen auf, die von den Beobachtungsrastern der einzelnen Funktionssysteme nicht erfasst werden (können). Dieser Ausgangspunkt unserer Analyse bietet den Vorteil, die Gemeinsamkeit der sehr heterogenen und diffusen Gruppe der Globalisierungsgegner nicht in ihrem Thema suchen zu müssen, sondern auf eine Beschreibung moderner Gesellschaft als funktional differenzierter Gesellschaft rückführen zu können. Dies ermöglicht uns insbesondere auch, den (durchaus aus gutem Grund) als gegen die neoliberale Globalisierung ausgeflaggten Protest einer weiteren gesellschaftstheoretischen Reflexion zugänglich zu machen.
Vor diesem Hintergrund wird sich das Seminar nicht nur mit Fragen etwa des 'policing' von kollektiver Mobilisierung, Zivilgesellschaft und Demokratie befassen, sondern auch Phänomene wie das der zunehmenden Wissensbasierung auch des Protests in den Blick nehmen.
Im Rahmen des Seminars sollen die Studierenden eigene empirische Recherchen zu ausgewählten Beispielen durchführen (die auch zum Ausgangspunkt für Seminararbeiten genommen werden können).
Literatur
Luhmann, Niklas 1996. Protest. Systemtheorie und soziale Bewegungen. 1. Aufl., Frankfurt a.M.: Suhrkamp.
Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
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wöchentlich | Di | 16-18 | U2-113 | 21.10.2003-03.02.2004 |
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Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
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Politikwissenschaft / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2009) | 2.1 | (Erweiterte Modulform) |