Die Weimarer Republik ist häufig als eine durch den Ersten Weltkrieg brutalisierte „Republik ohne Republikaner“ bezeichnet worden, die unfähig war, politische Konflikte auf zivilem und demokratischem Wege auszutragen. Die Veranstaltung soll klären, welches Ausmaß die politische Gewalt und die politische Kultur in den Jahren von 1919 bis 1932 annahm, in welchen Formen und durch wen die Gesellschaft sich wandelte. Wir diskutieren, wie die Menschen lebten, welche Interessen sie hatten, ob und wie sie arbeiteten und was sie in ihrer Freizeit erlebten. Veränderte sich die Weimarer Republik durch den Aufstieg alter und neuer links- und rechtsextremer Gewaltorganisationen oder zählten vor allem ein neues Politik- und Kulturverständnis in der Bevölkerung und in den Parteien? Steht die Weimarer Republik eher für eine Kontinuität zur Geschichte des Deutschen Kaiserreiches oder für einen fürchterlichen Neuanfang im Übergang zum Nationalsozialismus? Das Seminar arbeitet dazu mit politik-, sozial- und kulturhistorische Herangehensweisen zur Analyse dieser Entwicklung.
Peukert, D.K.: Die Weimarer Republik, Frankfurt/M. 1987; Mommsen, H.: Aufstieg und Untergang der Republik von Weimar 1918-1933, Berlin 2001; Winkler, H.A.: Weimar 1918-1933. Die Geschichte der Ersten Deutschen Demokratie, München 1993; Schumann, D.: Politische Gewalt in der Weimarer Republik 1918-1933. Kampf um die Straße und Furcht vor dem Bürgerkrieg. Essen 2001.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum |
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| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
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| Geschichtswissenschaft / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2011) | Kern- und Nebenfach | Modul 2.3; Modul 2.2 | Wahlpflicht | 4 | scheinfähig Kann im Modul 2.2 auch als GSH studiert werden | |
| Geschichtswissenschaft / Master | (Einschreibung bis SoSe 2012) | 4.3.3 | Wahlpflicht | 4.5 | scheinfähig | ||
| Politische Kommunikation / Master | (Einschreibung bis SoSe 2013) | 3.3 |