Das Thema "Pluralismus und Pädagogik" umfasst verschiedene miteinander
verwobene Fragestellungen. So gibt es darüber, was unter "Pädagogik"
verstanden werden soll, unterschiedliche Auffassungen. Verschiedene
Pädagogiken für gleiche und unterschiedliche Lebensbereiche konkurrieren
miteinander. Dieser Pluralismus wird seinerseits verschieden, das heißt
sowohl begrüßt als auch als ein zu beseitigendes Übel eingeschätzt. Lehrende
müssen also vielfaltskompetent sein, um ihre jeweiligen Entscheidungen für
oder gegen pädagogische Konzepte sowie für oder gegen einen Pluralismus der
Konzepte verantworten zu können. Eine leitende Orientierung bei derartigen
Entscheidungen mag die Frage sein, für wen und unter welchen
Rahmenbedingungen man Lehr- und Lernprozesse gestalten will. Das Seminar
wird als ein "Erwägungsseminar" stattfinden, in dem auch die Vielfalt an
Ausgangspositionen und Erfahrungen der Teilnehmenden genutzt werden soll, um
alternative Sichtweisen und Umgangsformen mit diesen alternativen
Sichtweisen zu Pluralismus und Pädagogik zu gewinnen.
Heyting, Frieda/Tenorth, Heinz-Elmar (Hg.): Pädagogik und Pluralismus.
Deutscher Studien Verlag: Weinheim 1994.
Fromme, Johannes: Die Vielfalt der Wissensformen in der Pädagogik:
Überlegungen zur Pluralisierung im Zeichen der Postmoderne. In: Pädagogische
Rundschau 53 (1999) 83-101
Paschen, Harm: Pädagogiken. Zur Systematisierung pädagogischer Differenzen.
Weinheim 1997
Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum |
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Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
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Erziehungswissenschaftliches Studium für Lehramt | H.A.2 | ||||||
Pädagogik / Erziehungswissenschaft / Diplom | (Einschreibung bis SoSe 2008) | H.1.2 |