Als Mark Twain seinen berühmten Aufsatz über „Die schreckliche deutsche Sprache“ schrieb, gerieten unter anderem auch Produkte der Wortbildung in seinen kritischen Blick: Generalstaatsverordnetenversammlungen, Altertumswissenschaften, Wiederherstellungsbestrebungen. Dem Erfinder solcher „Bergketten“ wünschte Twain ein wenig erfreuliches Schicksal. Immerhin kannte er das Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz noch nicht – es trat erst ein gutes Jahrhundert später auf den Plan. Doch was aus der Sicht Twains wie die Erzeugung sprachlicher Ungetüme erscheinen mag, kann auch positiv gesehen werden: die Wortbildung des Deutschen als ein kreativer Bereich sprachlicher Innovation. Mit Hilfe der Wortbildung verleihen wir Ideen eine sprachliche Gestalt, erweitern wir unseren Wortschatz, gestalten wir Texte, können wir experimentieren und besondere Effekte erzeugen. Diese Zusammenhänge stehen im Mittelpunkt des Kurses. Einen inhaltlichen Schwerpunkt werden textuelle und textsortenspezifische Aspekte von Wortbildungsprozessen bilden. Die Bedingungen für den Erwerb von Teilnahme- und Leistungsbescheinigungen werden in der ersten Sitzung des Kurses geklärt.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum |
|---|
| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
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| Germanistik / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2011) | Kern- und Nebenfach | BaGerP1S | 2/5 | |||
| Germanistik / Master of Education | (Einschreibung bis SoSe 2014) | BaGerP1S | 2/5 |