Wenn man optimistisch ist und dem Lehrplan Sport glaubt, dann sollten Schülerinnen und Schüler nach der zehnten Klasse aufgeschlossen für den Sport sein und den Sport für sich erschlossen haben (Doppelauftrag des Schulsports). Mehr kann man eigentlich doch nicht verlangen. Warum in aller Welt will man sie dann noch drei weitere Jahre verpflichtend in der Oberstufe mit Sportunterricht (hauptsächlich nachmittags, nicht einmal Abiturmöglichkeit) belasten? Sie könnten doch in dieser Zeit besser für andere Fächer lernen?
Ziel des Seminars ist es, auf der Basis entsprechender fachdidaktischer und allgemeindidaktischer Literatur aber vor allem anhand des Datenmaterials aus dem Schulversuch "Sport als viertes Fach der Abiturprüfung" in eine Diskussion über den Sportunterricht der gymnasialen Oberstufen einzutreten. Dazu sollen Kriterien für "guten" Unterricht mit gymnasialem Anspruch erarbeitet und auf Unterrichtsbeispiele aus dem Schulversuch angewandt werden. Die eigene praktische Erprobung einzelner Unterrichtsmethoden an der Sportstätte wird angestrebt. So kann auch im Hinblick auf Examensprüfungen oder das Referendariat eine exemplarische Orientierung gewonnen werden, wie oberstufengemäßer Sportunterricht nach den neuen Richtlinien aussehen kann.
Stichpunkte:
Methoden im Sportunterricht, Unterrichtsforschung, Selbstversuche, Klausuren, mündliche Prüfungen, Unterrichtsanalyse, Theorie-Praxis-Verknüpfung, Prüfungsanforderungen in der Oberstufe, Gesprächsphasen, Pädagogische Perspektiven, Unterrichtsplanung
Vorbereitende Lektüre: Die Diskussion um die Entscheidung gegen die prinzipielle Abiturfähigkeit des Faches in Heft 5 der Zeitschrift Sportunterricht des Jahres 1998 (Jg. 47), S. 196 - 204.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
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| wöchentlich | Di | 8-10 | Lampingstraße-Seminarraum |
| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
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| Sport / Lehramt Sekundarstufe II | D1; D2 | Wahlpflicht | HS |