Ziele der Veranstaltung: (1) Studierende durch aktive Teilnahme an allen Phasen des Forschungsprozesses mit den Grundlagen experimentellen Arbeitens in der Sozialpsychologie vertraut zu machen; (2) effektive Gruppenarbeit einzuüben.
In wöchentlichen Sitzungen werden jeweils im Plenum Logik und Methode des Experiments sowie statistische Grundlagen, Analyseverfahren und deren Umsetzung in SPSS vorgestellt und anhand von Übungen vertieft. In Kleingruppen erarbeiten die TeilnehmerInnen zeitlich parallel spezifische Fragestellungen, die Aspekte der aktuellen sozialpsychologischen Forschung aufgreifen.
Den Hauptteil der Veranstaltung bilden die Planung, Durchführung und Auswertung der Experimente in Gruppen von jeweils etwa 4 Studierenden unter Anleitung. Die Gruppen treffen sich auch außerhalb der festen Veranstaltungszeiten, insbesondere während der Datenerhebung. Im letzten Abschnitt des Projektseminars erstellt jede Gruppe einen Forschungsbericht und stellt ihre Ergebnisse im Plenum vor.
In der Veranstaltung werden Experimente aus dem Bereich der Sozialpsychologie durchgeführt. Die Frage, wie Einstellungen entstehen, ist in der Sozialpsychologie viel beforscht worden. Ein populäres Beispiel für Einstellungsentstehung ist evaluative Konditionierung. Evaluative Konditionierung beschreibt den Effekt, dass als neutral empfundene Stimuli nach der Paarung mit einem positiven oder negativen Stimulus ebenfalls positiver bzw. negativer eingeschätzt werden. Erklärt wird dies mit der Assoziation, die sich zwischen beiden Stimuli durch die Paarung gebildet hat und die somit für den Transfer von Valenz verantwortlich ist. Eine Vielzahl von Studien konnte allerdings keine Konditionierungseffekte auf non-evaluativen Dimensionen nachweisen, d.h. Stimuluseigenschaften wie beispielsweise Größe scheinen sich durch assoziative Verknüpfungen nicht auf andere Stimuli übertragen zu lassen. Neuere Befunde zeigen nun, dass zumindest implizite non-evaluative Konditionierung unter gewissen Bedingungen funktioniert. Im Projektseminar soll anhand eigener Studien überprüft werden, welche Bedingungen tatsächlich erfüllt sein müssen, damit es zu Konditionierungseffekten auf non-evaluativen Dimensionen kommen kann.
Momentan ist Tina Langer über folgende homepage erreichbar: http://www.uni-trier.de/index.php?id=21132
Ausschließlich für Studierende im BSc-Studiengang Psychologie. Die TeilnehmerInnen sollten Modul G und die Methodenveranstaltungen des ersten Studienjahres erfolgreich abgeschlossen haben.
Teilnahmebegrenzung: 16 Studierende
Verbindliche Anmeldung in der ersten Sitzung am 12.04.2010. Wenn die Zahl der InteressentInnen die verfügbaren 16 Plätze übersteigt, wird ein Ausgleich mit dem parallel stattfindenen Projektseminar der Allgemeinen Psychologie I vorgenommen.
Begründung der Teilnehmerbegrenzung : Bei einer maximalen Gruppengröße von 4 Studierenden können im Rahmen der vorgesehenen Betreuungszeiten und aufgrund des hohen apparativen Aufwandes (i.d.R. computergesteuerte Experimente) maximal 4 Gruppen, d.h. 16 Studierende, in der Veranstaltung betreut werden.
Literatur wird in der Veranstaltung erarbeitet und bekanntgegeben.
Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum |
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Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
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Psychologie / Diplom | (Einschreibung bis WiSe 06/07) | G 5 | scheinfähig | ||||
Psychologie (Kernfach) / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2011) | Kernfach | C.3 | 8 | benotet |
Benotete Einzelleistung mit 8 LP für regelmäßige aktive Teilnahme (d.h. Mitwirkung an der Planung, Durchführung und Analyse einer empirischen Studie) und die Erstellung eines Forschungsberichts.
Letzter Termin für die Abgabe des Forschungsberichts: Freitag, 13.08.2010.