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Modul 25-UFP3 Werte und Ziele in Erziehung und Bildung

Fakultät

Modulverantwortliche/r

Turnus (Beginn)

Jedes Semester

Leistungspunkte und Dauer

10 Leistungspunkte

Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.

Kompetenzen

Die Studierenden werden sich im Modul mit den Zusammenhängen gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklungen und deren historische und aktuellen Bedeutungen für Werte und Normen in der Erziehung, Entwicklung pädagogischer Konzepte und bildungspolitischer Entscheidungen für die Strukturen der Sozialisationsinstanzen auseinandersetzen.
Sie können

  • die Entwicklung des allgemeinbildenden Schulsystems nachvollziehen, in den Kontext des jeweiligen Bildungssystems einordnen und das historische Gewordensein (z.B. jenes des Sonder-/Förderschulwesens in Deutschland im Verhältnis zur allgemeinen Pädagogik) kritisch reflektieren (1),
  • Theorien (u.a. der Inklusion) in Bezug auf gesellschaftlichen (Paradigmen-)Wandel sowie auf das Schulsystem beschreibenkönnen und unter Rückgriff auf Kenntnisse aktueller (allgemein-/sonder-)pädagogischer Diskurse vergleichen und reflektieren (2).

Die Studierenden erhalten empirisches und theoretisches Wissen über Konstruktionsprozesse personen- und gruppenbezogener Differenzen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Institutionen sowie Erziehungsprogrammatiken (3) und werden in die Lage versetzt, sie als soziale Konstruktionsprozesse zu erkennen und kritisch zu reflektieren (4).
Außerdem werden die Studierenden befähigt, vor dem Hintergrund dieser Kenntnisse ihre differenzbezogenen Konstrukte zu reflektieren und in der pädagogischen Praxis differenzsensibel und antidiskriminierend zu handeln (5).

Sie sollen

  • den Einfluss gesellschaftlicher und historischer Rahmenbedingungen auf Erziehungs-

und Bildungsprozesse erkennen (6) und Formen und Grundstrukturen des pädagogischen Handelns in den vorgefundenen Strukturen und Zielvorstellungen in einem Feld vertiefend erarbeiten (7).

Lehrinhalte

Im Element 1 wird die historische Entwicklung und Rolle der Pädagogik exemplarisch be-handelt, systematisiert und kritisch reflektiert, z.B. unter Berücksichtigung bedeutender (Reform-)Pädagoginnen und Pädagogen (Rousseau, Montessori, Petersen, Freinet, etc.) oder der Genese von (Regel-)Schulmodellen/-konzeptionen (Hilfs-/Sonder-/ Förderschulen, Jenaplan-Schulen, Laborschule und Oberstufenkolleg, etc.). Unter anderem werden aktuelle Diskurse zur Inklusion im Schulsystem aus allgemein- und sonderpädagogischer Perspektive vorgestellt, verglichen und auf der Grundlage gesellschaftlicher Transformationsprozesse verortet bzw. eingeordnet.
Lehrinhalte in Element 2 vermitteln, diskutieren und analysieren Konzepte pädagogischen Handelns unter Heterogenitätsbedingungen. Dieses können z.B. sein: Ansätze und Methoden Interkultureller, Feministischer und Integrativer Pädagogik und Kulturarbeit. Dabei geht es um den pädagogischen Umgang mit Gleichheit und Ungleichheit, wie er in solchen Konzeptionen umgesetzt wird, und welche Auswirkungen er auf personen- und gruppenbezogene Differenzkonstruktionen haben kann.
Das Element 3 soll Fragen aus einem der beiden Elemente fachdidaktisch vertiefen und dabei die Sozialisationsbedingungen mit dem Fokus auf den gesellschaftlichen Wandel bearbeiten. Die Veranstaltungsform ist flexibel und kann z. B. als projektorientiertes Seminar, als Kolloquium oder in Form einer begleiteten Studiengruppe realisiert werden. Im Rahmen dieser Veranstaltungen wird die Modulprüfung erbracht.

Empfohlene Vorkenntnisse

Notwendige Voraussetzungen

Erläuterung zu den Modulelementen

Portfolio:
Das Portfolio bezeichnet eine Zusammenstellung von Dokumenten, die den Lernverlauf eines Individuums beschreiben bzw. dokumentieren. Portfolios dienen dazu, Lernerfahrungen und -erfolge zu erfassen und Lernstrategien zu planen. Mit Hilfe des Portfolios sollen die Arbeitsergebnisse eines Studierenden aus einer Veranstaltung/einem Modul dokumentiert werden. Ein Portfolio kann verschiedene Arbeiten von Exzerpten und Literaturrecherchen bis zu Lerntagebüchern oder Referaten enthalten. Die DozentInnen entscheiden jeweils, welche Leistungen für das Portfolio zu erbringen sind, dies kann je nach didaktischem Konzept der Veranstaltung/des Moduls für alle Studierenden gleich sein, es kann aber auch individuell vereinbart werden.
Die Bewertung des Portfolios erfolgt abschließend aufgrund einer Gesamtbetrachtung der Sammlung.

Modulstruktur: 2 SL, 1 bPr 1

Veranstaltungen

Titel Art Turnus Workload (Kontaktzeit + Selbststudium) LP2
E1: Geschichte/Klassiker der Pädagogik Seminar WiSe&SoSe 90h (30 + 60) 3 [SL]
E2: Erziehungsziele und päd. Konzepte Seminar WiSe&SoSe 90h (30 + 60) 3 [SL]
E3: Modulbezogene Vertiefung (Fachdidaktik) Angeleitetes Selbststudium WiSe&SoSe 120h (30 + 90) 4 [Pr]

Studienleistungen

Veranstaltung Workload LP2
E1: Geschichte/Klassiker der Pädagogik (Seminar)

Die Studienleistung dient der Einübung einer reflexiven und diskursiven Haltung zu den in der Veranstaltung behandelten Themen und hat im Hinblick auf die im Modul verankerten Kompetenzen einübenden und vertiefenden Charakter. Eine Studienleistung ist das Anfertigen einer Aufgabe zu Übungszwecken. Übungsaufgaben können beispielsweise sein: Die Vorbereitung und Durchführung einer Gruppenarbeit, die Vorbereitung und Durchführung einer mündlichen Präsentation, eine Argumentationsrekonstruktion, die Zusammenfassung eines Textes etc. Für alle Studienleistungen gilt, dass schriftliche Beiträge im Umfang von höchstens 1200 Wörtern und mündliche Beiträge im Umfang von höchstens 20 Minuten verlangt werden.

siehe oben siehe oben
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.
E2: Erziehungsziele und päd. Konzepte (Seminar)

Die Studienleistung dient der Einübung einer reflexiven und diskursiven Haltung zu den in der Veranstaltung behandelten Themen und hat im Hinblick auf die im Modul verankerten Kompetenzen einübenden und vertiefenden Charakter. Eine Studienleistung ist das Anfertigen einer Aufgabe zu Übungszwecken. Übungsaufgaben können beispielsweise sein: Die Vorbereitung und Durchführung einer Gruppenarbeit, die Vorbereitung und Durchführung einer mündlichen Präsentation, eine Argumentationsrekonstruktion, die Zusammenfassung eines Textes etc. Für alle Studienleistungen gilt, dass schriftliche Beiträge im Umfang von höchstens 1200 Wörtern und mündliche Beiträge im Umfang von höchstens 20 Minuten verlangt werden.

siehe oben siehe oben
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.

Prüfungen

Organisatorische Zuordnung Art Gewichtung Workload LP2
E3: Modulbezogene Vertiefung (Fachdidaktik) (Angeleitetes Selbststudium)

Die benotete Modulprüfung wird im Rahmen des Elements 3 erbracht. Die Studierenden können wählen, in welcher Form sie den Erwerb der modulspezifischen Kompetenzen (hier v.a. 6, 7) nachweisen. Zur Auswahl stehen die folgenden Erbringungsformen:

  • mündliche Prüfung im Umfang von höchstens 30 Minuten,
  • mündliche Präsentation/Mündliches Referat (15-20 Minuten) mit einer schriftlichen Ausarbeitung im Umfang von höchstens 2.500 Wörtern,
  • oder eine dem Aufwand und Umfang entsprechende Form.
Gruppenarbeit o. mündliche Prüfung o. Präsentation o. Referat mit Ausarbeitung 1 - -
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.

In diesen Studiengängen wird das Modul verwendet:

Studiengang Variante Empf. Beginn 3 Dauer Bindung 4
Unterrichtsfach Pädagogik / Bachelor [FsB vom 03.04.2013 mit Änderung vom 17.10.2016 und Berichtigungen vom 28.05.2014 und 01.07.2016] Nebenfach (Gymnasium und Gesamtschule) 5. o. 6. ein oder zwei Semes­ter Pflicht
Unterrichtsfach Pädagogik / Bachelor [FsB vom 17.10.2011 mit Änderung vom 01.02.2013] Nebenfach (Gymnasium und Gesamtschule) 5. o. 6. ein oder zwei Semes­ter Pflicht

Automatische Vollständigkeitsprüfung

In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.

Legende

1
Die Modulstruktur beschreibt die zur Erbringung des Moduls notwendigen Prüfungen und Studienleistungen.
2
LP ist die Abkürzung für Leistungspunkte.
3
Die Zahlen in dieser Spalte sind die Fachsemester, in denen der Beginn des Moduls empfohlen wird. Je nach individueller Studienplanung sind gänzlich andere Studienverläufe möglich und sinnvoll.
4
Erläuterungen zur Bindung: "Pflicht" bedeutet: Dieses Modul muss im Laufe des Studiums verpflichtend absolviert werden; "Wahlpflicht" bedeutet: Dieses Modul gehört einer Anzahl von Modulen an, aus denen unter bestimmten Bedingungen ausgewählt werden kann. Genaueres regeln die "Fächerspezifischen Bestimmungen" (siehe rechtes Menü).
SL
Studienleistung
Pr
Prüfung
bPr
Anzahl benotete Modul(teil)prüfungen
uPr
Anzahl unbenotete Modul(teil)prüfungen
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.