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Modul 30-M2 Methoden der empirischen Sozialforschung (Grundlagen)

Fakultät

Modulverantwortliche/r

Turnus (Beginn)

Jedes Wintersemester

Leistungspunkte und Dauer

10 Leistungspunkte

Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.

Kompetenzen

Das Modul vermittelt theoretisches und empirisches Grundwissen über die unterschiedlichen Methoden der empirischen Sozialforschung. Darüber hinaus lernen die Studierenden, wie Forschungsinteressen zu konkreten Fragestellungen und empirischen Untersuchungen verarbeitet und entsprechende Ergebnisse interpretiert werden.
Die Studierenden erwerben ein Basiswissen über die Verfahrenslogik und die wichtigsten Methoden der empirischen Sozialforschung. Sie lernen die Vielfalt und Heterogenität sowie das Potential und die Grenzen quantitativer und qualitativer Forschungsmethoden kennen. Die kritische Reflexion des methodischen Vorgehens und die Darstellung empirischer Befunde in Berichten sollen in den Veranstaltungen anhand von Beispielen vermittelt werden. Neben den Grundlagen deskriptiver Analysetechniken werden auch die für die Anwendung hilfreichen Software-Kenntnisse vermittelt.
Die Studierenden erwerben ein Grundverständnis und erste praktische Fertigkeiten im Bereich soziologisch-sozialwissenschaftlicher Methoden sowie Erfahrungen in Projektorganisation, Teamfähigkeit und Präsentation. Darüber hinaus erlernen sie im Bereich der qualitativen Methoden die Erstellung eines Portfolios.

Lehrinhalte

Die Veranstaltungen des Moduls geben einen Überblick darüber, was unter empirischer Sozialforschung verstanden wird und welche Erkenntnismöglichkeiten sie bietet. Hierzu gehört die Behandlung der wissenschaftstheoretischen Grundlagen der empirischen Sozialforschung, besonders der verschiedenen erkenntnistheoretischen Paradigmen. Im Modulaufbau schlägt sich dies u. a. in den beiden Einführungsvorlesungen nieder. Die statistischen Grundlagen der quantitativen Datenanalyse werden in der Statistik-Vorlesung behandelt.
Die Vorlesung 'Einführung in die qualitativen Methoden I' hat das Ziel, die Studierenden mit den wichtigsten qualitativen Forschungsmethoden vertraut zu machen, sie in die Handhabung qualitativer Verfahren einzuführen und in die Lage zu versetzen, die Möglichkeiten und Grenzen dieser Forschungstradition zu erkennen.
In der Vorlesung soll zunächst historisch-systematisch die spezifische Verfahrenslogik qualitativer Forschungsmethoden dargestellt und exemplarisch erläutert und in Bezug zur Geschichte der soziologischen Theoriebildung gesetzt werden. Auf diesem Weg soll deutlich gemacht werden, in welcher Weise die alltäglichen Operationen des Beobachtens, des Befragens und des Beschreibens die Grundlage für die methodisch kontrollierte, wissenschaftliche Form der Erkenntnisgenerierung bilden. Daran anschließend werden die wichtigsten qualitativen Methoden dargestellt und im Hinblick auf ihre jeweiligen Eigenarten anhand klassischer und neuerer empirischer Studien vertieft. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Beobachtungsverfahren, Interviewverfahren sowie text- und bildorientierten Verfahren. Den Abschluss der Vorlesung bildet eine Übersicht über die wichtigsten Traditionen der qualitativen Datenanalyse.
In der quantitativen Einführungsvorlesung werden zunächst historische und insbesondere wissenschaftstheoretische Grundlagen der quantitativen Sozialforschung behandelt. Im weiteren Verlauf werden der Ablauf des Forschungsprozesses und alle Phasen einer quantitativen Untersuchung behandelt. Zur Untersuchungsplanung gehört nach der Formulierung von Forschungsfragestellung und Hypothesen u. a. die Entwicklung eines Messinstrumentes, die Festlegung eines Studiendesigns und die Auswahl eines geeigneten Verfahrens zur Stichprobenziehung. Einen weiteren Schwerpunkt der Vorlesung bilden verschiedene Formen der quantitativen Datenerhebung, wobei dem Vergleich verschiedener standardisierten Befragungsarten eine zentrale Rolle zukommt.
Somit entsteht ein Gesamtüberblick über alle methodischen Schritte, die der Erhebung von quantitativen Daten vorausgehen und die bewältigt werden müssen, bevor die eigentliche Datenanalyse beginnen kann.
Grundlagen der quantitativen Datenanalyse vermittelt die Vorlesung 'Statistik I', die thematisch auf die Vorlesung 'Einführung in die quantitativen Methoden' aufbaut. Einerseits werden eine Einführung in die Möglichkeiten und Probleme bei der Quantifizierung sozialer Tatbestände und ein Überblick über die meistgenutzten statistischen Verfahren geboten. Zum anderen sollen Probleme beim Auswählen einer Stichprobe und Techniken der statistischen Absicherung beim Schließen von Stichprobenergebnissen auf die Grundgesamtheit vermittelt werden. Im Tutorium werden die vermittelten Kenntnisse praktisch erprobt, wobei die elektronische Datenverarbeitung, statistische Programmpakete und geeignete Datensätze benutzt werden sollen. Zu den wesentlichen Inhalten gehören die Grundbegriffe des Messens und der Messniveaus, die Datendarstellung und Datenreduktion, univariate und bivariate Verteilungen und die dazugehörenden Maßzahlen, Grundbegriffe der Wahrscheinlichkeitstheorie, Inferenzstatistik sowie Korrelationsanalyse und einfache Regressionsverfahren. Im Tutorium werden die Erkenntnisse aus der Vorlesung an vorliegenden Datensätzen praktisch angewandt.

Empfohlene Vorkenntnisse

Notwendige Voraussetzungen

Erläuterung zu den Modulelementen

Notwendigkeit von zwei Modulteilprüfungen: Die Besonderheit der Bielefelder Methodenausbildung besteht in der nahezu gleichberechtigten und dennoch intensiven Ausbildung in den beiden großen Paradigmen der sozialwissenschaftlichen Methodologie (qualitativ und quantitativ). Dabei wird Wert auf eine Ausbildung nicht nur in den theoretischen Grundlagen, sondern auch den praktischen Anwendungen der beiden Methodologien gelegt. Dies hat zur Folge, dass die Methodenmodule sehr unterschiedliche Bedürfnisse in sich vereinen müssen: Theorie und Praxis in sowohl qualitativer als auch quantitativer Methodik.

Modulstruktur: 1 SL, 2 bPr 1

Veranstaltungen

Titel Art Turnus Workload (Kontaktzeit + Selbststudium) LP2
Einführung in die qualitativen Methoden I

Selbststudium:
Lektüre zur Vor- und Nachbereitung der Vorlesung
Der erhöhte Selbsststudiumsanteil im Rahmen der Vorlesung zielt auf eine intensivierte Beschäftigung mit den qualitativen Methoden, etwa anhand von englischsprachiger Literatur oder, falls ein e-Tutorium angeboten werden kann, mittels kleiner praktischer Übungen.

Vorlesung WiSe 90h (30 + 60) 3 [Pr]
Einführung in die quantitativen Methoden

Selbststudium:
Lektüre zur Vor- und Nachbereitung der Vorlesung.

Vorlesung WiSe 60h (30 + 30) 2
Statistik I

Selbststudium:
Lektüre zur Vor- und Nachbereitung der Vorlesung

Vorlesung SoSe 30h (15 + 15) 1 [Pr]
Statistik I Tutorium SoSe 60h (30 + 30) 2 [SL]

Studienleistungen

Veranstaltung Workload LP2
Statistik I (Tutorium)

Bearbeitung von Übungsaufgaben (die Bearbeitung der Übungsaufgaben setzt die Einarbeitung in die Analysesoftware (z.B. Stata) voraus). Die Studienleistung dient der Einübung von Kompetenzen, deren Erwerb in der Modulprüfung (Statistik-Klausur) überprüft werden. Die Studienleistung ist Teil des Selbststudiums und der Präsenzzeit und entspricht etwa einem Zeitaufwand von ca. 30 h.

siehe oben siehe oben
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.

Prüfungen

Organisatorische Zuordnung Art Gewichtung Workload LP2
Einführung in die qualitativen Methoden I (Vorlesung)

Dauer der Klausur: bis zu 120 Minuten. Der vorgesehene Workload für die spezielle Vorbereitung der Klausur beträgt ca. 1 Arbeitswoche. Alternativ ist als Prüfungsform ein Portfolio von praktischen Übungen vorgesehen. Sie besteht aus den Elementen Beobachtungsprotokoll, Interviewtranskript, Transkript einer Interaktion und wird als eine Einheit beurteilt. Diese Prüfungsform kann nur dann angeboten werden, wenn die Personalkapazitäten des Arbeitesbereiches dies zulassen.

Klausur o. Portfolio 1 30h 1
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.
Statistik I (Vorlesung)

Dauer der Klausur: bis zu 120 Minuten. Der vorgesehene Workload für die spezielle Vorbereitung der Klausur beträgt ca. 1 Arbeitswoche

Klausur 1 30h 1
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.

In diesen Studiengängen wird das Modul verwendet:

Studiengang Variante Empf. Beginn 3 Dauer Bindung 4
Politikwissenschaft / Bachelor of Arts Kernfach (fw) 1. zwei Semes­ter Pflicht
Politikwissenschaft / Bachelor Nebenfach (fw) 3. zwei Semes­ter Pflicht
Sozialwissenschaften / Bachelor of Arts Kernfach (fw) 1. zwei Semes­ter Pflicht
Sozialwissenschaften / Bachelor Nebenfach (fw) 5. zwei Semes­ter Pflicht
Sozialwissenschaften / Bachelor of Arts Kernfach (Gymnasium und Gesamtschule) 1. zwei Semes­ter Pflicht
Sozialwissenschaften / Bachelor Nebenfach (Gymnasium und Gesamtschule) 5. zwei Semes­ter Pflicht
Sozialwissenschaften / Bachelor of Arts [FsB vom 31.08.2012 mit Änderungen vom 17.03.2014 und 05.09.2016 und Berichtigungen vom 04.11.2013 und 01.04.2015] Kernfach (fw) 1. zwei Semes­ter Pflicht
Sozialwissenschaften / Bachelor [FsB vom 31.08.2012 mit Änderungen vom 17.03.2014 und 05.09.2016 und Berichtigungen vom 04.11.2013 und 01.04.2015] Nebenfach (fw) 5. zwei Semes­ter Pflicht
Sozialwissenschaften / Bachelor of Arts [FsB vom 31.08.2012 mit Änderungen vom 17.03.2014 und 05.09.2016 und Berichtigungen vom 04.11.2013 und 01.04.2015] Kernfach (Gymnasium und Gesamtschule) 1. zwei Semes­ter Pflicht
Sozialwissenschaften / Bachelor [FsB vom 31.08.2012 mit Änderungen vom 17.03.2014 und 05.09.2016 und Berichtigungen vom 04.11.2013 und 01.04.2015] Nebenfach (Gymnasium und Gesamtschule) 5. zwei Semes­ter Pflicht
Soziologie / Bachelor of Arts 1-Fach (fw) 1. zwei Semes­ter Pflicht
Soziologie / Bachelor of Arts Kernfach (fw) 1. zwei Semes­ter Pflicht
Soziologie / Bachelor Nebenfach (fw) 3. zwei Semes­ter Pflicht

Automatische Vollständigkeitsprüfung

In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.

Legende

1
Die Modulstruktur beschreibt die zur Erbringung des Moduls notwendigen Prüfungen und Studienleistungen.
2
LP ist die Abkürzung für Leistungspunkte.
3
Die Zahlen in dieser Spalte sind die Fachsemester, in denen der Beginn des Moduls empfohlen wird. Je nach individueller Studienplanung sind gänzlich andere Studienverläufe möglich und sinnvoll.
4
Erläuterungen zur Bindung: "Pflicht" bedeutet: Dieses Modul muss im Laufe des Studiums verpflichtend absolviert werden; "Wahlpflicht" bedeutet: Dieses Modul gehört einer Anzahl von Modulen an, aus denen unter bestimmten Bedingungen ausgewählt werden kann. Genaueres regeln die "Fächerspezifischen Bestimmungen" (siehe rechtes Menü).
SL
Studienleistung
Pr
Prüfung
bPr
Anzahl benotete Modul(teil)prüfungen
uPr
Anzahl unbenotete Modul(teil)prüfungen
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.