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250007 Internet als Sozialisations- und Vergesellschaftungsmedium (S) (WiSe 2009/2010)

Inhalt, Kommentar

Das Internet wird mittlerweile von 1,3 Milliarden Menschen - ein Fünftel der Weltbevölkerung - genutzt; allein in Deutschland werden mehr als 42 Millionen Internetnutzer und -nutzerinnen gezählt. Die Tendenz ist steigend, dabei ist das Medium erst ca. 15 Jahre alt. Es ist ersichtlich, dass die neuen digitalen Technologien unsere Gesellschaften fundamental durchdringen und beeinflussen. In diesem Seminar wollen wir uns insbesondere mit dem Internet als Sozialisationsmedium und Vergesellschaftungsmedium befassen. Zentrale Fragestellung dabei ist: Wie beeinflusst das Internet die menschliche und gesellschaftliche Entwicklung. Allison Cavanagh beschreibt das Internet u.a. als sozialen Raum. Internet als sozialer Raum konzeptionalisiert verweist auf die Erfahrung des Onlineseins in einer virtuellen Öffentlichkeit, in der sich Menschen treffen und interagieren. In der Regel wird angenommen, dass virtuelle und reale Räume und daher auch virtuelles und reales Handeln miteinander verknüpft sind bzw. sich ergänzen. In diesem sozialen Raum, Internet, finden auch Sozialisationsprozesse statt. Das Internet als Sozialisationsinstanz ermöglicht Menschen u.a. Normen, Werte und soziale Regeln einer Gesellschaft zu verinnerlichen, sowie soziale Rollen und Identitäten zu testen ohne Sanktionen befürchten zu müssen. Weiterhin dient das Medium Internet als Orientierungsquelle für Persönlichkeits- und Lebenskontexte im Sinne von informellem Lernen.
Ziel des Seminars ist es, eine ausgewogene und kritische Sicht auf das Sozialisations- und Vergesellschaftungsmedium Internet zu erwerben, dabei sollen die ambivalenten Potentiale des Internets deutlich gemacht werden. Z.B. kann die Internetnutzung zur Selbstdarstellung und Identitätsbildung sowohl aus der Perspektive einer aktiven, konstruktiven Identitätsarbeit, aber auch aus der Perspektive destruktiver Scheinidentitäten betrachtet werden. Es gilt also die positiven Potentiale aber auch die Risiken auszuloten.

Teilnahmevoraussetzungen, notwendige Vorkenntnisse

keine Vorkenntnisse notwendig

Literaturangaben

Castells, Manuel (2002): The Internet Galaxy. (Oxfort & New York: Oxfort University Press)
Cavanagh, Allison (2007): Sociology in the Age of the Internet. (Berkshire: Open University Press)
Doring, Nicola (2003): Sozialpsychologie des Internet. Die Bedeutung des Internet für Kommunikationsprozesse, Identitäten, soziale Beziehungen und Gruppen. (Göttingen: Hogrefe Verlag)
Jäckel, Michael & Manfred Mai (Hrsg.) (2005): Online-Vergesellschaftung? Mediensoziologische Perspektiven auf neue Kommunikationstechnologien. (Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften)

Lehrende

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Klausuren

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Fachzuordnungen

Studiengang/-angebot Gültigkeit Variante Untergliederung Status Sem. LP  
Erziehungswissenschaft / Master (Einschreibung bis SoSe 2011) ME 13.1   4 aktive Teilnahme  
Pädagogik / Erziehungswissenschaft / Diplom (Einschreibung bis SoSe 2008) H.3.5; H.1.2    
Studieren ab 50    
Konkretisierung der Anforderungen

Durchführung eines Referats und/ oder Verfassen einer Hausarbeit.

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