„Man muss einsteigen in die Malerei mit beiden Füßen“, so beschrieb die Künstlerin Maria Lassnig ihren künstlerischen Prozess in einem Interview. Ihr Werk „Füsse“
(1987/89) aus der Sammlung KiCo steht zeichenhaft für den zweiten Teil der Ausstellung, in der neue mögliche Gangarten mit der Sammlung der Kunsthalle
Bielefeld eingeschlagen werden und sich zugleich neue Standpunkte eröffnen.
„Miteinander gehen“ bedeutet, dass Werke aus zwei Sammlungen zusammenfinden und miteinander ins Gespräch kommen, sich gegenseitig ergänzen, erweitern,
hinterfragen und auch widersprechen. Die Auseinandersetzung mit Malerei, Raum und Abstraktion von der Klassischen Moderne bis in die Gegenwart bildet den verbindenden kunsthistorischen Faden zwischen den Sammlungen. Während die Sammlung der Kunsthalle Schwerpunkte im deutschen Expressionismus und der US-amerikanischen Avantgarde der 1960er Jahre beinhaltet, knüpft die Sammlung KiCo mit Werken der jüngeren Gegenwart an.
Im Zusammenspiel entstehen neue Sichtachsen; zugleich werden Perspektiven gestärkt, die zuvor weniger sichtbar waren. Werke, die in der Sammlung der Kunsthalle vorhanden sind u.a. Arbeiten von Monica Bonvicini, Herbert Brandl, Gerhard Hoehme, Günter Fruhtrunk, Shannon Bool, Michel Majerus oder Charline von Heyl können mit weiteren Werken aus der Sammlung KiCo ergänzt und so das Werk umfangreicher vorgestellt werden. Bisher gänzlich fehlende Werke von Künstler*innen wie Marcia Hafif, Katharina Grosse, Sarah Morris oder Maria Lassnig führen die in unserer Sammlung angelegten Setzungen etwa von Agnes Martin, Sigmar Polke, Gerhard Richter oder Georg Baselitz in die jüngere Geschichte fort.
Die ausgewählten Werke erweitern das bestehende Profil unserer Sammlung und zeigen, wie sich Perspektiven durch gemeinsames Sammeln öffnen und verschieben lassen. Historische und aktuelle Positionen treten in einen Dialog. Klassische Formen und Konzepte werden zeitgenössischen gegenübergestellt, skulpturale und raumbezogene Arbeiten verschränken sich, fotografische und mediale Arbeiten erweitern die narrative Dimension der Sammlungen.
„Willst du mit mir gehen?“ ist als sichtbarer Ausdruck einer Sammlungspraxis konzipiert, die auf Kooperation, Offenheit, Nachhaltigkeit und Bewegung setzt. Die Ausstellung wird so zu einem experimentellen Denkraum, in dem Zukunftsperspektiven musealer Arbeit erprobt und die Grundlagen eines gemeinsamen kulturellen Gedächtnisses neu ausgelotet werden.
Seminar und Ausstellungsrundgang mit Zuhal Özbey.
Die Teilnehmenden verpflichten sich, zu Beginn der Veranstaltung ein einmaliges, zusätzliches Entgelt in Höhe von 10,00 € an die Kunsthalle Bielefeld zu zahlen.
Diese Führung findet nur statt, wenn mindestens 10 Studierende ab 50 daran teilnehmen. Da es in der Vergangenheit mehrfach vorkam, dass sich viele Studierende die Veranstaltung in ihren Stundenplan eingetragen haben, jedoch nicht erschienen sind, bitten wir Sie sich zusätzlich bei uns (studierenab50@uni-bielefeld.de ) anzumelden und gegebenenfalls auch wieder abzumelden. Diese Maßnahme ist wichtig, damit wir die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle besser planen können und über realistische Teilnehmendenzahlen verfügen.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
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| einmalig | Fr | 15:30-17 (s.t.) | Kunsthalle Bielefeld, Artur-Ladebeck-Str. 5, 33602 Bielefeld | 22.01.2027 |
| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
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| Studieren ab 50 | Spezialveranstaltungen |