Die Gestalttherapie (nicht zu verwechseln mit Gestaltungs- oder Kunsttherapie) ist ein ganzheitliches, humanistisches und erlebnisaktivierendes psychotherapeutisches Verfahren. Sie wurzelt u.a. in der Psychoanalyse, dem Psychodrama, der Gestaltpsychologie, dem Existentialismus und in östlichen Weisheitslehren. Der Gestaltansatz ist prozess- und erfahrungsorientiert und zeichnet sich durch seine experimentell-kreative Vorgehensweise aus, wobei das konkrete Fühlen und Wahrnehmen sowie die direkte Erfahrung und Begegnung im „Hier und Jetzt“ im Mittelgrund stehen. Neben dem Respekt vor den Ressourcen und der Selbstverantwortung des Menschen betont die Gestalttherapie die Einheit von Körper, Psyche und Geist und ist auf persönliche Weiterentwicklung und Wachstum ausgerichtet. Der Workshop bietet eine praxisorientierte Einführung in das Verfahren der Gestalttherapie. Er gibt den Teilnehmer*innen die Möglichkeit, sich ein Bild von den zentralen Prinzipien und Konzepten des Gestaltansatzes zu machen, wobei der Schwerpunkt darauf liegt, die typischen Arbeitsweisen der Methode durch Selbsterfahrungselemente direkt zugänglich und erlebbar zu machen. Vorwissen ist nicht erforderlich – die Bereitschaft, sich auf Selbsterfahrung einzulassen, ist wünschenswert.
Geleitet wird das Angebot von Dr. Dipl.-Psych. Kirsten Borgstedt. Sie absolvierte sowohl ihr Studium als auch ihre Promotion an der Universität Bielefeld und hat anschließend eine Ausbildung in Gestalttherapie und Gestaltsupervision am Gestaltinstitut Frankfurt am Main e.V: abgeschlossen. Sie ist Mitglied der Deutschen Vereinigung für Gestalttherapie (DVG). Außerdem ist sie Heilpraktikerin, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie und Gesundheitspsychologin (BDP). Sie hat weitere Ausbildungen in systemischer Beratung sowie in Gesprächstherapie und traumatherapeutischen Verfahren absolviert. Frau Borgstedt weist langjährige Berufspraxis in unterschiedlichen psychosozialen und klinisch-psychologischen Arbeitsfeldern auf.
De Roeck, B. P. (1995). Gras unter meinen Füßen. Eine ungewöhnliche Einführung in die
Gestalttherapie. Hamburg: Rowohlt.
Doubrawa, E. & Blankertz, S. (2010). Einladung zur Gestalttherapie. Eine Einführung mit
Beispielen. Wuppertal: Peter Hammer.
Fuhr, R., Sreckovic, M. & Gremmler-Fuhr, M. (2001). Handbuch der Gestalttherapie.
Göttingen: Hogrefe.
Hartmann-Kottek, L. (2012). Gestalttherapie. Berlin: Springer.
Perls, F. (1999). Grundlagen der Gestalt-Therapie. München: Pfeiffer bei Klett-Cotta.
Staemmler, F.-M. (2009). Was ist eigentlich Gestalttherapie? Eine Einführung für Neugierige.
Bergisch-Gladbach: Edition Humanistische Psychologie.
Richter, K. F. (2011). Erzählweisen des Körpers: Kreative Gestaltarbeit in Therapie, Beratung,
Supervision und Gruppenarbeit. Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht.
Stevens, J. O. (2006). Die Kunst der Wahrnehmung: Übungen der Gestalttherapie.
Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus.
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