Trotz der Bemühungen vieler Grammatiker des 18. und 19. Jahrhunderts um die Vereinheitlichung der deutschen Rechtschreibung blieb diese bis Anfang des 20. Jahrhunderts von Varianz geprägt. Erst seit der sogenannten 2. Orthographischen Konferenz in Berlin 1901 liegt ein verbindliches amtliches Regelwerk, das die deutsche Rechtschreibung einheitlich regelt. 1996 und 2005/2006 folgten zwei Reformen mit dem Ziel, graphematische Prinzipien auf einzelne Wortschreibungen noch konsequenter anzuwenden und die Rechtschreibung im Allgemeinen zu vereinfachen.
Im Seminar werden ausgehend von den ersten orthographischen Werken des 18. Jahrhunderts die Prinzipien der Rechtschreibung diskutiert, die dem Schreibusus zugrunde lagen und später die Grundlage für das amtliche Regelwerk Anfang des 20. Jahrhunderts bildeten. Thematisiert werden darüber hinaus die anschließenden Diskussionen um die Reform der Rechtschreibung, die in die Reformen von 1996 und 205/2006 resultierten. Die fachlichen und gesellschaftspolitischen Kontroversen, die als Reaktion auf die Reformen aufgekommen sind, bilden einen weiteren Schwerpunkt des Seminars.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
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| wöchentlich | Do | 14-16 | X-E1-107 | 13.04.-24.07.2026 |
| Modul | Veranstaltung | Leistungen | |
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| 23-DAF-M-DAFGER-GLing_a Profilmodul: Germanistische Linguistik Profilmodul: Germanistische Linguistik | Seminar 1 | Studienleistung
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Studieninformation |
| Seminar 2 | Studienleistung
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Studieninformation | |
| Seminar 3 | Studienleistung
benotete Prüfungsleistung |
Studieninformation |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.