Die teilnehmende Beobachtung ist eine Technik der Ethnographie. Sie besteht aus der Verknüpfung von Teilnahme und Beobachtung in der Feldforschung: Es handelt sich nicht nur um eine distanzierte Beobachtung der Situationen und Aktivitäten, in denen unsere Gesprächspartner*innen beteiligt sind. Die Teilnahme erfordert von dem*der Forschenden, dass er*sie Teil von der Zielgruppe wird und von dieser Position heraus beobachtet. Man kann auch von beobachtender Teilnahme sprechen (Brewer 2000), wenn die Teilnahme wichtiger als die Beobachtung wird. Der Vorteil dieser Technik liegt im privilegierten Zugang zum Forschungsfeld und in der Fülle der gesammelten Daten. Es wird dann möglich, die eigenen Erfahrungen zu analysieren.
In dieser empirischen Praxis üben wir die Durchführung der teilnehmenden Beobachtung, das Schreiben von Beobachtungsprotokollen und der Analyse ethnographischer Daten. Die Studierenden entwickeln selbst kleine ethnographische Projekte. Die gemeinsame Diskussion begleitet diesen Prozess.
Hinweis: Die in diesem Semester angebotene Vertiefung „300224 Ethnografie (30-M5 Vertiefung Methoden - qualitativ)“ ist eine sinnvolle Ergänzung zu dieser Veranstaltung.
Die Teilnahme an Veranstaltungen in den Modulen 30-M5 Vertiefung Methoden 1 und 30-M10 Vertiefung Methoden 2 setzt den Besuch und den erfolgreichen Abschluss des Moduls 30-M2 Methoden der empirischen Sozialforschung (Grundlagen) voraus. Zur Teilnahme an dieser Veranstaltung muss demnach Statistik 1 und Einführung in die qualitativen Methoden 1 erfolgreich abgeschlossen sein. Eine Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen ist sonst nicht möglich!
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich | Do | 10-12 | 13.04.-24.07.2026 |
| Modul | Veranstaltung | Leistungen | |
|---|---|---|---|
| 30-M10 Vertiefung Methoden II Vertiefung Methoden II | Empirische Praxis | Studienleistung
|
Studieninformation |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.