Ökologische Risiken und tatsächliche oder mutmaßliche Naturkrisen bestimmen immer wieder die öffentliche Aufmerksamkeit. Natur ist der Gesellschaft gleich in vielfacher Weise zum Problem geworden: Quantitäten und Qualitäten von Produktion, Konsum und Entsorgung sind Themen in der ökologischen Kommunikation der Gesellschaft. Mit der Ausweisung der Umweltproblematik zu einem »epochaltypischen Schlüsselproblem« - und damit zu einem Gegenstand von (Allgemein-)Bildung erhofft sich die Gesellschaft zudem Möglichkeiten zur Problemlösung: das gesellschaftliche Problem wird zu einem Bildungsproblem.
In dem Seminar geht es nicht darum, diesem Anliegen vorschnell zu entsprechen und praxisnahe Überlegungen für den gesellschafts- und sozialwissenschaftlichen Unterricht abzuleiten. Statt dessen soll ein sozialwissenschaftlich begründetes Verständnis von "Natur" erarbeitet werden, das weniger material-stoffliche Wechselwirkungen als vielmehr die gesellschaftlich geprägten Vorstellungen von "Natur" zum Ausgangspunkt nimmt, um ein differenzierteres Verständnis des Verhältnisses von "Natur" und "Gesellschaft" zu erarbeiten.
Brand, K.-W. (Hg.) (1998): Soziologie und Natur. Theoretische Perspektiven. Opladen.
Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
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wöchentlich | Di | 8-10 | L3-108 | 20.04.-27.07.2004 |
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Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
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Sachunterr.Gesellschaftslehre / Lehramt Primarstufe | Soziologie; A3; B4; D1 | Wahlpflicht | HS | ||||
Sozialwissenschaften / Lehramt Sekundarstufe I | B1; D2 | Wahlpflicht | HS | ||||
Sozialwissenschaften / Lehramt Sekundarstufe II | B1; D2 | Wahlpflicht | HS |