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"Gender Studies „Interdisziplinäre Forschung und Anwendung“" / Master of Arts

Kurzinformationen zum Fach

Der viersemestrige Masterstudiengang „Gender Studies - Interdisziplinäre Forschung und Anwendung“, der seit dem Wintersemester 2007/08 an der Universität Bielefeld angeboten wird, bündelt und vernetzt die langjährigen und vielfältigen Aktivitäten im Bereich der Geschlechterforschung an der Universität Bielefeld. Ab dem Wintersemester 2013/14 wird der Studiengang mit neuer Studienordnung fortgeführt und beinhaltet dann drei thematische Schwerpunkte („Sozialisation und Bildung“, „Arbeit und gesellschaftliche Transformationen“, „Körper und Gesundheit“) sowie die Möglichkeit einer disziplinären Profilbildung. Diese Verknüpfung von breit gefasstem Gender-Wissen mit fachspezifischen Wissensinhalten zeichnet den MA Gender Studies an der Universität Bielefeld besonders aus.

Tätigkeitsfelder

Das Studienprogramm ist mit seiner Anwendungsorientierung darauf ausgerichtet, der steigenden Arbeitsmarktnachfrage nach Gender-Wissen und Gender Expert_innen in allen gesellschaftlichen Bereichen sowie der Nachfrage nach Gender Mainstreaming, Diversity Management und Gleichstellung in Organisationen zu begegnen. Aufgrund des interdisziplinären und multiperspektivischen Profils qualifiziert der Studiengang für Tätigkeitsfelder in den Bereichen Bildung und Weiterbildung, Politik und Verwaltung, Organisationen und Unternehmen, Medien und Kultur, Public Health, Soziale Arbeit und Sport. Der Studiengang bereitet darüber hinaus auf die Übernahme wissenschaftlicher Nachwuchspositionen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen vor und trägt zur Qualifizierung von Führungskräften in öffentlichen und politischen Einrichtungen, in der Privatwirtschaft, in Nicht-Regierungs-Organisationen und Verbänden bei.

Ziele

Der MA Gender Studies vermittelt disziplinübergreifende Theorien, Methoden und Erkenntnisse der Frauen-, Männer- und Geschlechterforschung. Absolvent_innen werden in didaktischer und methodischer Hinsicht befähigt, das erworbene Wissen und die entsprechenden praxisrelevanten Kompetenzen für die Analyse und Reflexion von Geschlecht und Geschlechterverhältnissen in professionellen Arbeitskontexten zu nutzen. Die Übernahme von inter- und transdiziplinären Perspektiven qualifiziert die Absolvent_innen zu einer Bearbeitung aktueller gesellschaftlicher und sozialer Probleme jenseits fachlich begrenzter Lösungsstrategien. Das im MA Gender Studies erworbene Qualifikationsprofil der Absolventinnen und Absolventen ist charakterisiert durch:

  • theoretische und empirische Kenntnisse über Geschlecht, Geschlechterverhältnisse und Geschlechterdifferenzen;
  • theoretische und methodische Kenntnisse, die eine Analyse und Reflexion der Bedeutung des sozialen Wandels der Geschlechterverhältnisse in verschiedenen gesellschaftlichen Teilbereichen sowie in nationaler und internationaler Perspektive ermöglichen;
  • inter- und transdisziplinäre Kompetenzen im Umgang mit verschiedenen Fachkulturen sowie das Wissen um die Grenzen von Inter- und Transdisziplinarität;
  • die Fähigkeit, genderbezogenes Wissen als instrumentelles sowie als Reflexions- und Begründungswissen unter Berücksichtigung der gegebenen Kontextbedingungen anzuwenden und zu reflektieren;
  • die Fähigkeit zur Planung, Durchführung und Evaluation von Organisationsanalysen und Organisationsentwicklungsprozesse unter Gender-Aspekten;
  • genderbezogene, disziplinübergreifende kooperative Lösungskompetenzen in Arbeitsfeldern wie Bildung, Politik/Verwaltung, Wirtschaft, Gesundheit und Sport, die eine enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftler_innen und Praktiker_innen erfordern.

Themenfelder

Sozialisation und Bildung: Dieser Schwerpunkt beschäftigt sich mit der Bedeutung von Geschlecht und Geschlechterverhältnissen im Zusammenhang mit Sozialisations- und Bildungsprozessen in verschiedenen formellen und informellen Kontexten.

Arbeit und gesellschaftliche Transformationen: In diesem Schwerpunkt geht es um theoretische Konzepte und empirische Analysen zur Interdependenz von Gesellschaftsordnung und Geschlechterordnung. Im Mittelpunkt stehen die geschlechtliche Aufteilung von Haus-, Versorgungs- und Erwerbsarbeit, die geschlechtliche Arbeitsmarktsegregation sowie die geschlechtsbezogene Strukturierung von Organisationen.

Körper und Gesundheit: Dieser Schwerpunkt befasst sich mit Zusammenhängen und
Wechselwirkungen zwischen Körper, Gesundheit und Geschlecht. Die Studierenden erwerben in diesem Modul Kenntnisse über unterschiedliche Körpertheorien und lernen verschiedene disziplinäre Perspektiven auf den Körper und dessen Bedeutung für Geschlecht und Geschlechterverhältnisse kennen.

Wahlpflichtbereich: Diese interdisziplinär ausgerichteten thematischen Schwerpunkte werden durch einen Wahlpflichtbereich ergänzt, in dem die Studierenden ihr disziplinäres Wissen (in Soziologie oder Erziehungswissenschaft oder Gesundheitswissenschaften oder Sportwissenschaft oder Literaturwissenschaft oder Geschichtswissenschaft) erweitern und somit ihr individuelles Profil als Geschlechterforscher_innen schärfen können.

Die Lehrveranstaltungen

Hier finden Sie das Lehrangebot für diesen Studiengang im eKVV.

Eine Übersicht der Einführungs- und Orientierungsveranstaltungen stellt die zentrale Studienberatung zur Verfügung.

Formalia / Wichtige Informationen

(Die folgenden Informationen stehen unter dem Vorbehalt der erfolgreichen Akkreditierung)

Studienbeginn

Das Studium kann nur im Wintersemester aufgenommen werden.

Studiendauer und -umfang

Das Studium Gender Studies „Interdisziplinäre Forschung und Anwendung“ umfasst 120 Leistungspunkte.

Zugangsvoraussetzungen

Zugang zu einem Masterstudiengang hat, wer einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss mit einer Regelstudienzeit von mindestens sechs Semestern nach Maßgabe der Fächerspezifischen Bestimmungen nachweist.

Die konkreten Zugangsvoraussetzungen für diesen Masterstudiengang finden Sie in den Fächerspezifischen Bestimmungen (siehe rechtes Seitenmenü).

Abschlüsse von akkreditierten Bachelorausbildungsgängen an Berufsakademien sind Bachelorabschlüssen von Hochschulen gleichgestellt.

Bewerberinnen und Bewerber mit einem im Ausland erworbenen Abschluss erhalten Zugang, sofern die Gleichwertigkeit und in der Regel entsprechende Sprachkenntnisse nachgewiesen werden. Weitere Hinweise finden Sie hier.

Bewerbung, Zulassung und Einschreibung  1

Die Studienplätze für diesen Studiengang unterliegen örtlichen Zulassungsbeschränkungen (Numerus clausus). Sie müssen sich online beim Studierendensekretariat der Universität Bielefeld bewerben. Eine Übersicht der aktuell geltenden Bewerbungsfristen der einzelnen Masterstudiengänge finden Sie hier. Sobald Sie eine positive Nachricht im Online-Portal erhalten haben (Zugangsbescheid der Fakultät) und zusätzlich den Zulassungsbescheid des Studierendensekretariats erhalten haben, können Sie sich innerhalb der gesetzen Frist einschreiben bzw. umschreiben. Die Einschreibungsunterlagen können beim Studierendensekretariat der Universität Bielefeld mittels der Online-Einschreibehilfe ausgefüllt werden. Nähere Informationen und Hinweise zum Bewerbungsverfahren finden Sie auch auf den Seiten des Studierendensekretariats.

Weiterführende Links

Legende

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Die Angaben zu Zulassungsbeschränkungen / Numerus clausus beziehen sich auf die Bewerbung zum Wintersemester 2016/17 und Sommersemester 2017.