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BGHS.AKTUELL

BGHS bei der "Nacht der Klänge"

Veröffentlicht am 19. Juli 2018

Wie klingt Soziologie? Was ist der Sound der Geschichtswissenschaft? Auf diese Fragen gibt es meistens keine Antworten – aber zur „Nacht der Klänge“ werden sie gegeben und hörbar gemacht.

Die Magistrale zwischen der Abteilung Geschichtswissenschaft und der Fakultät für Soziologie im zweiten Stock des X-Gebäudes wird in einen Soundwalk verwandelt, aus Klanginstallationen zu 26 Begriffen aus Geschichte und Soziologie. Von A wie Antike bis Z wie Zeuge können Neugierige einen Spaziergang durch den Klang der Arbeiten von 26 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern der Bielefelder Graduiertenschule für Geschichte und Soziologie (BGHS) machen.

„Der Klang der Soziologie und Geschichte“, auf der Magistrale von X-B2, ist Station 39 bei der Nacht der Klänge.

Im gleichen Stockwerk gibt es eine weitere Station, die in Kooperation mit der BGHS stattfindet: Bei der Station „Soundschichten“ in X-A2 können Besucherinnen und Besucher eine Klanginstallation erleben, die die dort aktuell stattfindende Ausstellung „Reinhart Koselleck und das Bild“ in einen Rahmen zum Anhören einbettet. Verschiedene Installationen des Klangkunstduos „Krabönte“ (Joel Köhn (Electronics), Nils Rabente (Piano)) geben den ausgestellten Fotografien aus dem Bildarchiv des Biefelder Historikers Reinhart Koselleck eine neue Wirkung.

Soundschichten. Installation zur Ausstellung "Reinhart Koselleck und das Bild, auf X-A2, ist Station 38 bei der Nacht der Klänge. Beide Stationen sind über die gesamte Dauer der Nacht der Klänge frei besuch- und erlebbar.

Eine Übersicht über alle Stationen der Nacht der Klänge finden Sie hier:

www.uni-bielefeld.de/kultur/musik/nachtderklaenge/programm

Einzelheiten über einige der Stationen werden bei Uni.Aktuell besprochen:

ekvv.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/nacht

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Bericht: 3. Interdisciplinary Dialogue

Veröffentlicht am 17. Juli 2018

Beginn des Interdisciplinary Dialogue. Fotos: Thomas Abel

Am Mittwoch, den 4. Juli, fand an der BGHS der 3. Interdisciplinary Dialogue statt. Das Thema lautete: Inclusion & Exclusion: Historical and Sociological Perspectives on Premodern Societies, the Law, and Organizations. Nach einer Einführung in das Thema und einer Vorstellungsrunde durch den stellvertetenden BGHS Direktor Prof. Dr. Thomas Welskopp, skizzierten die Teilnehmenden der Diskussion, welche Bedeutung Inklusion/Exklusion in ihrem Gebiet hat.

Der stellvertetende BGHS Direktor Prof. Dr. Thomas Welskopp stellt die Teilnehmenden der Diskussion vor.

Für die Soziologie nahmen Stefan Kühl, als Professor für Organisationssoziologie, und Alfons Bora, als Professor der Rechtssoziologie, am Dialog teil. Antje Flüchter, Professorin für das Mittelalter und die Frühe Zeit und Franz-Josef Arlinghaus, als Professor für die Geschichte des Hoch- und Spätmittelalters vertraten Perspektiven der Disziplin Geschichte.

Prof. Dr. Franz-Josef Arlinghaus, Professor für die Geschichte des Hoch- und Spätmittelalters (links).

Prof. Dr. Franz-Josef Arlinghaus beschrieb die Bedeutung von Inklusion und Exklusion in mittelalterlichen Gesellschaften. Unter anderem stellte er dar, dass eine Exklusion aus der Gesellschaft manchmal nicht mal durch den Tod des Menschen erreicht wurde – etwa wenn in einem Mordfall die Witwe des Getöteten nicht für sich selbst, sondern nur im Namen des Opfers sprechen durfte.

Prof. Dr. Stefan Kühl, Organisationssoziologie.

Prof. Dr. Stefan Kühl erklärte in seinem Statement, dass sein Interesse für den Inklusion/Exklusion-Mechanismus besonders im Hinblick auf verschiedene soziale Systeme der modernen Gesellschaft besteht. Als soziale Systeme betrachtet er Bewegungen, Familien, Gruppen und Organisationen. Jedes System würde einen anderen Mechanismus nutzen, der entscheidend für die Systemeigenschaften sei.

Prof. Dr. Antje Flüchter, Mittelalter und Frühe Neuzeit.

Prof. Dr. Antje Flüchter gab mit ihrem Statement einen Einblick in die Rolle von Inklusion/Exklusion bei historischen Phänomenen in der Frühen Neuzeit: Unter anderem beschrieb sie, wie es in einer französischen Kolonie in Indien zu besonderen Fragen der Inklusion/Exklusion kam, weil französische und indische Bürger unterschiedlichen Rechtssystemen zugeordnet waren.

Prof. Dr. Alfons Bora, Rechtssoziologie.

Ebenfalls mit Fragen des Rechts beschäftigt sich Prof. Dr. Alfons Bora, allerdings aus soziologischer Perspektive. Für sein Gebiet spielt der Inklusion/Exklusion-Mechanismus eine Rolle im Rahmen der „Verrechtlichung“, dem Prozess, wenn mehr gesellschaftliche Fragen vor einem Gericht verhandelbar werden. Etwa die Frage, ob und wie sich Künstliche Intelligenz gerichtlich verantworten soll, wäre eine Inklusion/Exklusions-Frage aus seinem Feld.

An die Eingangsstatements schloss sich eine offene interdisziplinäre Diskussion über das Thema Inklusion/Exklusion an. Am Schluss der Veranstaltung wurde das Podium für Fragen aus dem Publikum geöffnet.

Prof. Dr. Thomas Welskopp in Diskussion mit Prof. Dr. Alfons Bora.

Der Interdisciplinary Dialogue dient dazu, den für die BGHS prägenden interdisziplinären Austausch zwischen Forschenden der Geschichtswissenschaft und der Soziologie nicht nur weiter zu intensivieren sondern, auch stärker zu reflektieren.

Mehr Informationen über den Interdisciplinary Dialogue finden Sie unter:

www.uni-bielefeld.de/bghs/Programm/BGHS_spezifische_Formate/dialog

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Sommerfest der BGHS

Veröffentlicht am 10. Juli 2018


Zum Ende der Vorlesungszeit möchten wir wieder den BGHS-Mitglieder gratulieren, die jüngst ihren Doktortitel erhalten haben. Mit dem Anlass laden laden wir herzlich zum BGHS Sommerfest am Dienstag, den 17. Juli ein. Der Abend beginnt um 18 Uhr in X-B2-103.

Für den geselligen Teil werden wie üblich Getränke bereitgestellt. Wenn wie immmer alle etwas zum Büffett geben, bekommen wir wieder ein vielfältiges Angebot zusammen. Wir freuen uns auf Euch!

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SHK/WHK-Stelle in der BGHS frei

Veröffentlicht am 27. Juni 2018

In der BGHS-Geschäftsstelle wird zum 01.10. eine Hilfskraftstelle (SHK/WHK) frei. Die Arbeitszeit beträgt 10 Std. / Woche. Alle Aufgabengebiete und Anforderungen sind im beigefügten [pdf] beschrieben:

ekvv.uni-bielefeld.de/blog/bghs/resource/BGHS_SHK_WHK_2018.pdf
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Ankündigung: Third Interdisciplinary Dialogue

Veröffentlicht am 27. Juni 2018

Am Mittwoch, den 4. Juli 2018, findet an der BGHS der dritte Interdisciplinary Dialogue statt. Das Thema lautet Inclusion and Exclusion: Historical and Sociological Perspectives on Premodern Societies, the Law, and Organizations.

Die Veranstaltung greift den Titel des diesjährigen Annual Seminar zum Thema Inclusion and Exclusion: New Perspectives in History and Sociology auf und stellt verschiedene Perspektiven vor, die auf dem Podium und mit dem Publikum interdisziplinär diskutiert werden sollen.

Es diskutieren:

  • Prof. Dr. Franz-Josef Arlinghaus, Professor der Geschichte
  • Prof. Dr. Alfons Bora, Professor der Soziologie
  • Prof. Dr. Antje Flüchter, Professor der Geschichte
  • Prof. Dr. Stefan Kühl, Professor der Soziologie

  • Moderation: Prof. Dr. Thomas Welskopp, stellv. Direktor der BGHS

Alle interessierten Doktorandinnen und Doktoranden und Gäste der BGHS, Mitglieder der Abteilung Geschichtswissenschaft und der Fakultät für Soziologie und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Bielefeld sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Das Podium und die anschließende Diskussion werden in englischer Sprache abgehalten.

Weitere Informationen zu der Veranstaltungsreihe First Interdisciplinary Dialogue und zum Annual Seminar 2018 unter:

www.uni-bielefeld.de/bghs/Programm/BGHS_spezifische_Formate/dialog.html

http://www.uni-bielefeld.de/bghs/Programm/Ansem/2018.html

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BGHS zu Besuch in York

Veröffentlicht am 27. Juni 2018


v.l.n.r.: Stefanie Haupt (Bielefeld), Lena Strid (Lund) Julian Giesecke (Bielefeld), Kirsten Barnard (York), Joshua Ravenhill (York), Daniele Toro (Bielefeld), Ina Kiel (Bielefeld), Frances Long (York). Bild: Stefanie Haupt

Vom 13. bis 15. Juni fand die diesjährige PhD Conference in History: Lund–York–Bielefeld statt. Tagungsort war in diesem Jahr die University of York/Großbritannien.

Präsentationen von Forschungsprojekten

Im Rahmen der dreitägigen Konferenz präsentierten und diskutierten Doktorandinnen und Doktoranden der drei Universitäten ihre Forschungsprojekte im internationalen Kontext. Fünf von ihnen waren Promovierende der BGHS der Universität Bielefeld. „Die Themen waren sehr breit gefächert“, beschreibt es BGHS-Mitglied und Althistoriker Julian Giesecke, „wobei natürlich ein gewisser Schwerpunkt auf Mittelalterthemen lag.“ Der Schwerpunkt kam durch den Fokus der University of York auf Mediävistik zustande, so Giesecke. Wer hier Geschichte beforscht, wird wahrscheinlich das Mittelalter spannend finden.

Neben den Präsentationen der Projekte war ein Highlight für Julian Giesecke das Kolloquium mit Marc Ormrod, Professor Emeritus of History an der University of York. Im Rahmen des Kolloquiums beschrieb Ormrod, wie Migration im mittelalterlichen England funktioniert hat, und welche Parallelen zur Gegenwart bestehen. „Das war eine sehr schöne Mischung aus informativ und unterhaltsam“, beschreibt es Giesecke.

York erkunden

Natürlich kamen die Gäste auch noch aus der Universität raus: Unter anderem gab es eine Stadtführung, das National Railway Museum wurde besucht und mit dem Besuch eines mittelalterlichen Alehouses wurde abschließend die Möglichkeit, Geschichte zu erleben noch mit Geselligkeit vereint.

Die Teilnehmenden aus Bielefeld und ihre Beiträge im Überblick:

  • Ina Kiel: Fernand Desprès. A Militant Activist in International Circles during the Interwar Period
  • Julian Giesecke: Die griechische Ethnographie des Nordens in römischer Zeit (2. Jh.v. bis 1. Jh.n.Chr.)
  • Stefanie Haupt: Völkische Ortungen und Germanische Himmelskunde. Debatten um eine vor- und frühgeschichtliche Astronomie im Deutschland der Zwischenkriegszeit
  • Daniele Toro: Radikalnationalistische Netzwerke im zentraleuropäischen Raum 1917-1934: Verflechtungsprozesse des Faschismus als transnationale soziale Bewegung

Begleitet wurden die Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler aus Bielefeld von Prof. Dr. Helga Lutz, Prof. Dr. Martina Kessel und Dr. Levke Harders von der Abteilung Geschichte der Universität Bielefeld.

Weitere Informationen:

Im Rahmen der Lund-York-Bielefeld-Kooperation findet außerdem noch ein Desk-Exchange statt, bei dem Promovierende der drei Universitäten jeweils für einige Wochen mit Kollegen und Kolleginnen aus den anderen Städten die Büros und Forschungsplätze tauschen.

Mehr über die Lund-York-Bielefeld-Kooperation und den Desk-Exchange 2017:

Von Lund & York nach Bielefeld

Von Bielefeld nach Lund

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Bericht: Meet the Start-ups

Veröffentlicht am 21. Juni 2018
Dr. Verena Molitor eröffnet die Veranstaltung “Meet the Start-ups”. Foto: Thomas Abel

Projekte, die Dissertationen werden sollen: Darum ging es am 30. Mai bei der Veranstaltung Meet the Start-ups. Die sechs Start-up Scholars, die aktuell an der BGHS ihre Projektideen zu Exposés ausarbeiten, hatten dabei die Gelegenheit, ihre Arbeit im Rahmen einer kurzen Posterpräsentation vorzustellen.


Yordanos Estifanos (Äthiopien) stellt sein Forschungsprojekt „The Political Economy of Transnational Migration: Ethiopian Irregular Migrants “ vor. Foto: Thomas Abel

Den Anfang machte Yordanos Estifanos. Der Soziologe beschäftigt sich mit Migrationsbewegungen von Äthiopien nach Europa und wie diese von lokalen sozioökonomischen, aber auch globalen grenzpolitischen Entscheidungen beeinflusst werden. Weiterhin will er untersuchen, wie die Netzwerke hinter der Migration funktionieren.


Moynul Haque (Bangladesch) über sein Projekt: Nonviolent Resistance in Bangladesh. Foto: Thomas Abel

Moynul Haque, ebenfalls Soziologe, untersucht Bürgerrechtsbewegungen in Bangladesch. Er geht der Frage nach, wie Bewegungen Unterstützer für ihre politischen Ziele mobilisieren, und wie sich Bewegungen zu gesamtgesellschaftlichen zivilen Widerstand entwickeln können.


"Socio-economic inequality and infant morbidity in India“ ist das Thema von Sundara Shirley Jeyakumar Christdoss (Indien). Foto: Thomas Abel

Sundara Shirley Jeyakumar Christdoss beschäftigt sich mit der Kindersterblichkeit in Indien, speziell der Region Chennai. Sie will untersuchen, wie der sozioökonomische Status von Müttern verbunden ist mit der Gefahr ihrer Kinder, an einer Durchfallerkrankung zu leiden. Durchfallerkrankungen sind eine der Hauptursachen für Kindersterblichkeit in Indien.


"Nicolás Gómez Baeza (Chile) präsentiert sein Thema “British management and the workers in the sheep farming industry of Magallanes (Patagonia and Tierra del Fuego in late nineteenth and first half of twentieh century, Chile).” Foto: Thomas Abel

Nicolás Gómez Baeza ist chilenischer Historiker. Sein Interesse gilt der Schafindustrie in Chile um die Jahrhundertwende. Diese soll stark beeinflusst worden sein durch britische Farmer bzw. Manager, die eine neue Art von Arbeitsdisziplin durchgesetzt haben.


Mezgebu Mengistie (Äthiopien) will zu folgendem Thema promovieren: “Ideal Masculinity and Retaliation among the Knife Fighting People of Raya Kobo District, North Wollo Zone of Amhara Region, North Eastern Ehiopia”. Foto: Thomas Abel

Mezgebu Mengistie untersucht, wie die Darstellung von Maskulinität in Raya Kobo, einem Gebiet in der äthiopischen Region Amhara, mit der Ausübung von Rache bzw. Gegenangriffen bei Angriffen („Retaliation“) verbunden ist. Sein Interesse gilt der Frage, wieso das Ideal von Maskulinität in Gewalt mündet, und ob es in jüngerer Zeit Veränderungen im Bild der Maskulinität in Raya Kobo gegeben hat.


Olga Olkheft (Russland) präsentiert ihr Thema: “Re-Conseption of the Russian revolutionary art in the throes of cultural Cold War: International Avant-Garde Exhibitions in 1970s – 1980s. Foto: Thomas Abel

Olga Olkheft blickt mit kunsthistorischer Perspektive auf den Kalten Krieg: Sie geht der Frage nach, wie russische moderne Kunst innerhalb des Kalten Kriegs eingebettet wurde, also etwa ob diese instrumentalisiert wurde, oder ob der Kalte Krieg selbst als Kontextbildung für moderne Kunst gedient hat.


Start-ups und Gäste diskutieren die Forschungsthemen. Foto: Thomas Abel

Im Anschluss an die Kurzvorstellungen standen die sechs angehenden NachwuchswissenschaftlerInnen den anwesenden Gästen für weitere Nachfragen und zu ihren Postern und Projekten zur Verfügung. Neben vertiefenden Informationen und weiteren Diskussionen bot die Veranstaltung auch Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich näher kennenzulernen.

Übersicht der Start-up Scholars und ihrer geplanten Dissertationsprojekte:

  • Yordanos Estifanos (Äthiopien): The Political Economy of Transnational Migration: Ethiopian Irregular Migrants
  • Nicólas Gómez (Chile): Transnational Labour Discipline: British management and the workers in the sheep farming industry of Magallanes (Patagonia and Tierra del Fuego late nineteenth and early twentieth century)
  • Moynul Haque (Bangladesch): Nonviolent Resistance in Bangladesh
  • Sundara Shirley Jeyakumar Christdoss (Indien): Socio-economic inequality and infant morbidity in India
  • Mezgebu Mengistie (Äthiopien): Ideal Masculinity and Retaliation among the Knife Fighting People of Raya Kobo District, North Wollo Zone of Amhara Region, North Eastern Ethiopia
  • Olga Olkheft (Russland): Russian Avant-Garde Art as the art of Russian Revolution: The history of re-conception of Russian art of the beginning of the 20th century through the international art exhibitions in 1970-1980

Das Start-up Programm der BGHS

Das Start-up Stipendienprogramm der BGHS richtet sich an internationale Master-Absolventinnen und -Absolventen, die sich in einem speziell auf ihre Bedürfnisse ausgestalteten viermonatigen Trainee-Programm auf ihre Promotion vorbereiten.
Während ihres Gastaufenthalts an der BGHS bekommen sie eigene Büroarbeitsplätze zur Verfügung gestellt und werden von der BGHS mit einem Stipendium finanziert. Die diesjährigen Start-up Scholars werden noch bis Ende Juli an der BGHS zu Gast sein.

Weitere Informationen zum Start-up Stipendienprogramm, zu den diesjährigen Start-ups, ihren Projekten und den Start-up Scholars seit 2013 unter:

www.uni-bielefeld.de/bghs/Personen/Fellows/startup_fellows.html
www.uni-bielefeld.de/bghs/Ausschreibungen/startup_scholarships.html

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Podium Wissenschaft-Kunst-Gestaltung

Veröffentlicht am 12. Juni 2018


Teilnehmende der Podiumsdiskussion (von links nach rechts): Thomas Thiel, Dr. Britta Hochkirchen, Dr. Bettina Brandt, Thomas Abel, Christin Müller, Lee Chichester, Gesa Fischer. Foto: Andreas Hermwille

Am 5. Juni fand an der BGHS eine Podiumsdiskussion zum Thema Wissenschaft-Kunst-Gestaltung statt: Warum es sich lohnt, Wissenschaft künstlerisch-gestalterisch zu reflektieren und auszustellen.

Es diskutierten:

  • Dr. Bettina Brandt, Universität Bielefeld, Historikerin und Kuratorin des Ausstellungsprojekts Reinhart Koselleck und das Bild
  • Lee Chichester, Kunsthistorikerin/Bildwissenschaftlerin an der Humboldt-Universität Berlin und Kuratorin
  • Gesa Fischer, Wissenschaftsbüro der Bielefeld Marketing
  • Dr. Britta Hochkirchen, Universität Bielefeld, Kunsthistorikerin/Bildwissenschaftlerin und Kuratorin des Ausstellungsprojekts Reinhart Koselleck und das Bild
  • Christin Müller, freie Kuratorin aus Leipzig
  • Thomas Thiel, Direktor des Bielefelder Kunstvereins und Kurator des Ausstellungsteils im Museum Waldhof der Ausstellung Reinhart Koselleck und das Bild
Die Organisation und Moderation der Veranstaltung hatte Thomas Abel (BGHS, Wissenschaftskommunikation)

 

Aktueller Anlass der Diskussion war das Ausstellungsprojekt Reinhart Koselleck und das Bild, das von April bis Juli an der Universität Bielefeld, dem Zentrum für Interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld und im Bielefelder Kunstverein zu sehen ist. Im Mittelpunkt der dreiteiligen Ausstellung steht eine zentrale Forschungsfrage des Historikers Reinhart Kosellecks, nämlich: was kann man von und mit Bildern über Geschichte und Zeitlichkeit erfahren?

Ausstellungsprojekte zwischen Wissenschaft, Kunst und Gestaltung

Im Rahmen des Podiums erläuterte das Kuratorenteam der Ausstellung zentrale Ideen der Ausstellungskonzeption und berichtete von deren Umsetzung in einem interdisziplinären Projektseminar mit Gestaltungs-Studierenden des Fachbereichs Gestaltung der FH Bielefeld. Zentral war dabei die Frage, wie die wissenschaftlichen Konzepte und Erkenntnisse Reinhart Kosellecks in Form von Ausstellungen adäquat gestalterisch umgesetzt und deutlich gemacht werden können.

Darüber hinaus stellten Lee Chichester und Christin Müller in zwei Inputs von ihnen kuratierte Art&Science Projekte vor, die sich an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Kunst und Gestaltung bewegten und unterschiedliche Schwerpunkte setzten: zum einen die Ausstellung +ultra. gestaltung schafft wissen, die 2016/17 im Martin-Gropius-Bau in Berlin zu sehen war (Kuratorinnen: Nikola Doll, Lee Chichester) und die beiden von Christin Müller kuratierten Ausstellungsprojekte Wer bist du? Das bist du! Was verraten Portraits (nicht) über die Portraitierten? in der Sammlung Prinzhorn in Heidelberg (2017) sowie die Ausstellung Cross Over – Fotografie der Wissenschaft + Wissenschaft der Fotografie, die 2013 im Fotomuseum Winterthur präsentiert wurde.

Gesa Fischer stellte in einem weiteren Input den Stand Planungen zur zukünftigen WissensWerkStadt Bielefeld vor sowie andere Formate der Wissenschaftskommunikation des Wissenschaftsbüros (Wissenschaftsfestival GENIALE, Fame Lab, Science Slams und Science Cafés). Besonders ging sie darauf ein, welchen Stellenwert Art&Science-Projekte in Formaten der Wissenschaftskommunikation des Wissenschaftsbüros haben und schilderte ihre Erfahrungen sowie Herausforderungen und Potenziale von Projekten zwischen Wissenschaft, Kunst und Gestaltung.

An die Inputs schloss sich eine allgemeine Diskussuion über Möglichkeiten an, im Rahmen von Art&Science Projekten wissenschaftliche Fragestellungen aus dem Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften zu kommunizieren und einem interessierten Publikum weiterzugeben.

BGHS Art&Science Tage

Die Podiumsdiskussion war Teil der BGHS Art&Science Tage der BGHS, die am 5. und 6. Juni stattfanden.

Am 6. Juni wurden im Rahmen von Präsentationen und Werkstattberichten unterschiedliche Projekte aus dem Bereich Art&Science vorgestellt und diskutiert.
Am Vormittag sprachen Lee Chichester und Christin Müller über das Ausstellen von Forschung als Gestaltung, über produktive Perspektivwechsel in Kunstausstellungen und über die Visualiesrung von Wissenschaftsthemen.
Am Nachmittag stellen Referentinnen und Referenten verschiedener Institutionen der Universität Bielefeld durchgeführte und geplante Art&Science-Projekte vor: das Referat für Kommunikation, das Zentrum für Ästhetik, der SFB 1288 - Praktiken des Vergleichens, der Arbeitsbereich Geschichte als Beruf und die BGHS.

Schwerpunktthema Art&Science

Die Art&Science Tage der BGHS waren Teil des Jubiläumsprogramms zum 10-jährigen Bestehens der BGHS. Art&Sceince Projekte haben sich in den letzten Jahren an der BGHS zu einem eigenen Format im Rahmen der Wissenschaftskommunikation entwickelt. Weitere Informationen zu den Art&Science Projekten der BGHS unter: BGHSArt&Science-Projekte

Weitere Informationen zum Programm des BGHS Art&Science Forums und zum 10-jährigen Jubiläum der BGHS unter:
Programm Art&Science Tage
www.uni-bielefeld.de/bghs/10jahre/

Mehr Informationen zum Ausstellungsprojekt Reinhart Koselleck und das Bild und zu allen Veranstaltungen des Begleitprogramms unter: www.uni-bielefeld.de/koselleck-und-das-bild/

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Bericht: Der PhD Workshop Exchange

Veröffentlicht am 6. Juni 2018


Die Teilnehmer des PhD Workshop Exchange. Bild: Thomas Abel

Forschungsprojekte diskutieren, Ideen für Projekte vorstellen und im internationalen Rahmen Geschichte erkunden: Darum drehte sich alles vergangene Woche beim PhD Student Workshop Exchange Bielefeld / Notre Dame. Der fand von 19. – 24. Mai an der Universität Bielefeld statt.

An zwei Tagen wurden Kapitel aus Promotionsprojekten diskutiert. „Jeweils acht Paper pro Tag haben wir diskutiert – das war durchaus lese- und diskussionsintensiv“, sagt Ina Kiel, die an der BGHS in Geschichte promoviert und den Workshop Exchange mitorganisiert hat.

Blickwinkel aus der anderen Forschungskultur gewinnen

Teil der Diskussionen war es, dass BGHS-Mitglieder und Angehörige der Notre Dame University jeweils ein Paper aus der anderen Gruppe detailliert kommentieren würden. „Es ging darum, von der Perspektive aufs Forschen und Schreiben der jeweils anderen akademischen Kultur neue Impulse für das eigene Projekt zu bekommen“, beschreibt Ina Kiel den Zweck der Kommentare. Und das habe auch gut funktioniert: „Der Hauptunterschied in der Perspektive von Promovierenden der BGHS und denen aus Notre Dame war, dass hiesige Promovierende mehr Fokus auf die Theorie und die Argumentation gelegt haben, während in den Kommentaren aus Notre Dame mehr die stimmige Erzählung des Themas im Vordergrund stand“, erklärt Kiel.

Neben der Diskussion von Forschungsprojekten und Projektentwürfen aus der Geschichtswissenschaft sollte mit einer Exkursion auch deutsche Geschichte erkundet werden. Dafür reiste die Workshopgruppe nach Essen, besichtigte dort die Zeche Zollverein, den Essener Domschatz, sowie die Villa Hügel und die Arbeitersiedlung der Industriellenfamilie Krupp. Die gewählten Ziele kamen bei der US-amerikanischen Besuchergruppe sehr gut an, so Kiel: „Das war ein sehr dankbares Publikum.“

Abschluss des Workshops beim Conference Dinner

Am letzten Tag des Workshop Exchange konnten die Teilnehmenden sich den Tag in Bielefeld frei gestalten und zum Beispiel die Sparrenburg oder die Kunsthalle besuchen. Beim abschließenden Conference Dinner am Mittwochabend gab es die Gelegenheit für alle Beteiligten des Workshops sich nochmal über die Erfahrungen der vergangenen Tage austauschen und sich voneinander verabschieden.

Die Kooperation zwischen der University of Notre Dame, der Abteilung Geschichtswissenschaft der Universität Bielefeld und der BGHS besteht seit 2010. Der theorie- und methodenorientierten PhD-Workshop findet jährlich alternierend an den Universitäten Notre Dame und Bielefeld statt.

Mehr zum Notre Dame-Bielefeld Workshop:
www.uni-bielefeld.de/bghs/Programm/BGHS_spezifische_Formate/notredame

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BGHS-Mitglied Daniele Toro im Uni.Aktuell Interview

Veröffentlicht am 5. Juni 2018


BGHS Mitglied Daniele Toro. Bild: Julia Bömer/Universität Bielefeld

BGHS-Mitglied Daniele Toro spricht im Uni.Aktuell Kurzinterview
über seinen Weg an die Universität Bielefeld und wie Unterschiede der akademischen Kulturen, hier und in Italien aussehen. Daniele Toro ist seit dem Wintersemester 2017/18 Mitglied der BGHS.

Im Sommersemester 2017 hatte er mit seinem geplanten Forschungsprojekt "Radikalnationalistische Netzwerke im zentraleuropäischen Raum 1917-1934: Verflechtungsprozesse des Faschismus als transnationale soziale Bewegung" am Start-up Programm der BGHS teilgenommen.

Mit dem Start-up Programm gibt die BGHS Personen, die an einer Promotion interessiert sind und ein vielversprechendes Projekt verfolgen die Gelegenheit, dieses zu einem Exposé auszuarbeiten.

Hier geht es zum Interview:
ekvv.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/der_doppelabschluss

Weitere Informationen zum Start-up Programm:
uni-bielefeld.de/bghs/Ausschreibungen/startup_scholarships

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Ankündigung: Podiumsdiskussion

Veröffentlicht am 3. Juni 2018


Poster als PDF

Am Dienstag, den 5. Juni um 18 Uhr, findet an der BGHS eine Podiumsdiskussion zum Thema Wissenschaft-Kunst-Gestaltung statt: Warum es sich lohnt, Wissenschaft künstlerisch-gestalterisch zu reflektieren und auszustellen.
Es diskutieren:

  • Dr. Bettina Brandt (Universität Bielefeld)
  • Lee Chichester (Humboldt-Universität Berlin)
  • Gesa Fischer (Wissenschaftsbüro, Bielefeld Marketing)
  • Dr. Britta Hochkirchen (Universität Bielefeld)
  • Prof. Nils Hoff (FH Bielefeld)
  • Christin Müller (freie Kuratorin, Leipzig)
  • Thomas Thiel (Bielefelder Kunstverein)
  • Organisation/Moderation: Thomas Abel,BGHS

  • Die Podiumsdiskussion am Dientag ist Teil des umfangreichen Rahmenprogramms zur Ausstellung Reinhart Koselleck und das Bild, die derzeit in Bielefeld an drei Orten zu sehen ist. Mehr Informationen zum Ausstellungsprojekt und zu allen Veranstaltungen des Begleitprogramms unter: www.uni-bielefeld.de/koselleck-und-das-bild/

     

    Die Podiumsdiskussion ist ebenfalls Teil der BGHS Art&Science Tage, die am 5. und 6. Juni im Rahmen des 10-jährigen Bestehens an der BGHS stattfinden und unterschiedliche Schwerpunkttehmen des BGHS Promotionsprogramms beleuchten.

    Am Mittwoch, den 6. Juni, findet ein BGHS Art&Science Forum statt. Dort werden unterschiedliche Projekte aus dem Bereich Art&Science präsentiert und diskutiert.
    Am Vormittag sprechen Lee Chichester (HU Berlin), Christin Müller (freie Kuratorin, Leipzig) und Prof. Nils Hoff (FH Bielefeld) über das Ausstellen von Forschung als Gestaltung, über produktive Perspektivwechsel in Kunstausstellungen und über die Visualiesrung von Wissenschaftsthemen.
    Am Nachmittag stellen unterschiedliche Institutionen der Universität Bielefeld durchgeführte und geplante Art&Science-Projekte vor (Referat für Kommunikation, Zentrum für Ästhetik, SFB 1288 - Praktiken des Vergleichens, Arbeitsbereich "Geschichte als Beruf", BGHS). Interessierte sind herzlich zu der Veranstaltung eingeladen.

    Weitere Informationen zum Programm des BGHS Art&Science Forums und zu weiteren Veranstaltungen im Rahmen des 10-jährigen Bestehens der BGHS und zu den Art&Science Projekten der BGHS unter:
    Programm Art&Science Tage
    www.uni-bielefeld.de/bghs/10jahre/
    BGHSArt&Science-Projekte

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    Ankündigung: Meet the Start-Ups

    Veröffentlicht am 23. Mai 2018

    Am Mittwoch, den 30. Mai um 14 Uhr (s.t.), stellen sich die diesjährigen Start-up Scholars mit ihren geplanten Dissertationsprojekten im BGHS-Seminarraum (X-B2-103) vor. Die vier HistorikerInnen und zwei SoziologInnen haben dafür kurze Posterpräsentationen vorbereitet.

    Nach den Präsentationen, die insgesamt voraussichtlich 30 Minuten dauern werden, bietet sich noch die Möglichkeit über die vorgestellten Themen zu diskutieren und die sechs Start-ups besser kennenzulernen.

    Mehr Informationen über die Vortragenden und ihre Themen:
    www.uni-bielefeld.de/bghs/Personen/Fellows/startup_fellows
    [Das Plakat zur Veranstaltung]

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    PhD Workshop Exchange

    Veröffentlicht am 16. Mai 2018

     


    Vom 19. bis 24. Mai 2018 findet an der BGHS der 9. Internationale PhD Student Workshop Exchange Notre Dame / Bielefeld statt. Promovierende der Universität Notre Dame, Baltimore, USA, und Promovierende der BGHS stellen im Rahmen des Workshops ihre Forschungsprojekte vor. Im Fokus des theorie- und methodenorientierten PhD-Workshops steht der intensive Austausch zwischen den Promovierenden.

    In sieben Sitzungen, am Sonntag und Dienstag, besprechen die Promovierenden insgesamt 15 verschiedene Projekte und Forschungsthemen. Im Anschluss an jedes präsentierte Thema schließt sich eine Diskussion an, die von mit dem Feld ebenfalls vertrauten Promovierenden moderiert wird.

    Welche Themen im Einzelnen wann besprochen werden ist im Programm einzeln aufgeführt:
    Programm des PhD Student Workshop Exchange Bielefeld Notre Dame 2018

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    BGHS bei "Campus & Karriere" im DLF

    Veröffentlicht am 15. Mai 2018


    Die Zukunft der Graduiertenschulen in Deutschland war am 12. Mai das Thema der Sendung Campus & Karriere im Deutschlandfunk (DLF). Unter der Überschrift Verlierer der Exzellenzstrategie? hatte das DLF-Bildungsmagazin zur Live-Diskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Graduiertenschulen sowie der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingeladen.

    Die Perspektive der Graduiertenschulen als Institutionen der strukturierten Promotionsausbildung wurde von BGHS-Geschäftsführerin Sabine Schäfer dargestellt. Als weitere Gesprächsgäste waren zwei Promovierende der Graduiertenschule des Exzellenzclusters Religion und Politik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Graduiertenschule a.r.t.e.s. - Graduate School of the Humanities - der Universität zu Köln dabei.
    In einem Interview wurde außerdem Peter Strohschneider, Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), zur Zukunft der Graduiertenschulen befragt.
    (zum Interview)

    Die ganze Sendung ist abrufbar unter:
    Campus und Karriere 12.05.2018, komplette Sendung

    Weitere Informationen zur Sendung unter: Zukunft der Graduiertenschulen: Verlierer der Exzellenzstrategie? (12.05.2018)

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    Außeruniversitäre Karrierewege

    Veröffentlicht am 9. Mai 2018

    Professor Thomas Welskopp, stellvertretender Direktor der BGHS, begrüßt die Teilnehmenden der Veranstaltung. Foto: Thomas Abel

    Was kommt eigentlich nach der Promotion? Wo kann ich später mit meiner Qualifikation arbeiten? Wie finde ich eine Arbeit, die mit dem zu tun hat, wozu ich mal geforscht und studiert habe? Muss ich zur Erfüllung dieser Erwartung im akademischen Betrieb bleiben? Und was wird auf dem außeruniversitären Arbeitsmarkt von mir erwartet? Diese Fragen wurden am 26. April, auf der Veranstaltung „Außeruniversitäre Karrierewege von Geschichts- und SozialwissenschaftlerInnen“ diskutiert. Eingeladen waren nicht nur Mitglieder der BGHS und der Universität, sondern auch Vertreterinnen und Vertreter von außeruniversitären Institutionen.

    Das waren im Einzelnen:

    • Rafael Barth, freiberuflicher Wissenschaftsjournalist
    • Jan Carstensen und Mathis Kleinitz, LWL-Freilichtmuseum Detmold
    • Heike Herold, LWL Kulturabteilung
    • Helen Müller, Bertelsmann, Bereich Cultural Affairs & Coporate History
    • Tomislav Novoselac, Claas Unternehmensarchiv
    • Thomas Podranski, Gerda-Henkel-Stiftung
    • Kirsten John-Stucke, Kreismuseum Wewelsburg
    • Hilde Schaeper, Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung

    Ziel der Veranstaltung war, sich über außeruniversitäre Karrierewegeauszutauschen und dabei von Personen aus der Praxis zu erfahren, wie dort die Bedingungen aussehen und welche Erwartungen es gibt.

    Dr. Hilde Schaeper (DZHW) berichtet über ihren beruflichen Werdegang mit Promotion. Foto: Thomas Abel

    Dr. Helen Müller (Bertelsmann) während ihrem Input. Foto: Thomas Abel

    Berichte aus der Praxis

    Den Anfang für diese Eindrücke konnten bei der Vorstellungsrunde gemacht werden, bei der alle außeruniversitären Gästeeinen Einblick gegeben haben, in welcher Institution sie jetzt tätig sind und wie sie zu ihrer jetzigen Position gelangt sind. Dr. Hilde Schaeper vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung und Dr. Helen Müller, die bei Bertelsmann den Bereich ‚Cultural Affairs und Corporate History‘ leitet, gingen anschließend noch einmal genauer darauf ein, welche Erwartungen an die Arbeit in ihren Unternehmen es gibt und an welchen Stellen die Promotion von Vorteil sein könnte. .

    In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, wie viele Bedarf an gegenseitigen Austausch es gibt. Eine rege Debatte über Fragen von Digitalisierung bis Überqualifizierung begann und wurde in der anschließenden Pause noch weitergeführt.

    Teilnehmende diskutieren über Erwartungen des außeruniversitären Arbeitsmarktes. Foto: Thomas Abel

    Diskussionen im World-Café-Format

    Die Diskussionen wurden nach der Pause noch vertieft. Im „World-Cafe“-Format kamen die Teilnehmenden der Veranstaltung in wechselnden Kleingruppen zusammen, um verschiedene Thesen zur Bedeutung einer Promotion für eine außeruniversitäre Karriere zu diskutieren. Die Thesen lauteten im Einzelnen:

    1) Zusatzqualifikationen sind wichtiger als das Promotionsthema.
    2) Es ist nahezu unmöglich, in außeruniversitäre Berufsfelder hinein zu kommen.
    3) Eine geisteswissenschaftliche Promotion qualifiziert in erster Linie für eine Karriere in der Wissenschaft.
    4) Außeruniversitäre Arbeit und wissenschaftliche Arbeit passen nicht zusammen.

    Ergebnisse der Diskussionen

    In der Abschlussdiskussion wurden die Diskussionen, die unter den Teilnehmenden rundum die Thesen entstanden, dann noch einmal vorgestellt.

    Der These „Zusatzqualifikationen sind wichtiger als das Thema der Dissertation“ wurde hier weitestgehend zugestimmt. Ausnahmen seien aber Berufe in speziellen Bereichen wie an der Wewelsburg, wo Promotionsthemen mit Bezug auf den Nationalsozialismus bevorzugt werden. Ein weiteres Ergebnis ist, dass der Promotionsprozess selber eine Qualifikation darstellt, diese aber für außeruniversitäre Arbeitgeber in ihre Einzelteile aufgeschlüsselt werden muss.

    Für die These, „es ist nahezu unmöglich, in außeruniversitäre Berufsfelder zu kommen“, gab es unter den Diskutierenden kaum Zustimmung. Vielmehr wurde betont, dass das Bleiben an der Universität wesentlich schwieriger ist. Um den Schritt in die außeruniversitäre Umwelt zu erleichtern, ist es laut den Ergebnissen der Gruppe empfehlenswert, schon vor Fertigstellung der Dissertation Kontakte im potentiellen Berufsfeld aufzubauen.

    Dass eine geisteswissenschaftliche Promotion in erster Linie für eine Karriere in der Wissenschaft qualifiziert, fand wiederum Zustimmung. Diskutiert wurde vor allem darüber, ob die Promotion dennoch als Statussymbol wichtig ist, weil bei wachsenden Zahlen an Promovierten ein Doktortitel nötig sei um „dazu zu gehören“. Weiterhin fiel den diskutierenden Promovierenden auf, dass der Begriff „Karriere“ eine Form von geplantem Aufstieg bedeutet, den die meisten bisher nicht vor Augen haben.

    Die These „Außeruniversitäre Arbeit und wissenschaftliche Arbeit passen nicht zusammen“ wurde sehr schnell abgetan. Allein die Arbeit für Museen wäre ein Gegenbeispiel. Außerdem, so der Eindruck der Diskutierenden, sei die neue Generation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern besser dazu in der Lage, ihre im akademischen Prozess erworbenen Fähigkeiten für die außeruniversitäre Umwelt zu „konvertieren“. Das würde ihnen den Anschluss leichter machen, als er vor Vorgenerationen gewesen ist.

    Die erworbenen Qualifikationen wieder „ins Deutsche übersetzen“

    Als Synthese aus allen Thesendiskussionen wurde zum Abschluss festgehalten, dass die Herausforderung ist, für eine außeruniversitäre Karriere die Qualifikationen, die durch eine Promotion erworben worden und selbstverständlich erscheinen, in einzelne, „ins Deutsch übersetzte“ Begriffe herunter zu brechen, so dass sie bei den Arbeitgebern im außeruniversitären Bereich auch Anschluss finden.

    Die Veranstaltung im WDR 5

    In der WDR 5 Sendung Leonardo wurde ebenfalls über die Veranstaltung berichtet. Zu Wort kommen BGHS-Geschäftsführerin Sabine Schäfer, Doktorand Klaus Schröder und Tomislav Novoselac vom Claas Unternehmensarchiv. Der Beitrag beginnt bei Minute 59:50. Link:
    [WDR 5 Leonardo mp3]

    Gesendet von AHermwille in Allgemein

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