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BGHS.AKTUELL

Dissertationspreis für Marius Meinhof

Veröffentlicht am 20. September 2018


Marius Meinhof. Bild: Thomas Abel

Diese Dissertation ist herausragend – das ist das Urteil der Deutschen Gesellschaft für Soziologie über die Arbeit von BGHS-Alumnus Marius Meinhof: "Shopping in China. Dispositive konsumistischer Subjektivation im Alltagsleben chinesischer Studierender". Für die Dissertation, die er mit Summa Cum Laude abschloss, wird Marius Meinhof auf dem 39. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie am 26. September mit dem Dissertationspreis ausgezeichnet.

„Ich wollte erst gar nicht zu China promovieren“

„Ich war eigentlich in China, um die Sprache zu lernen und nicht um ein Thema für meine Promotion zu finden“, erzählt Marius Meinhof. Doch die neuen Eindrücke waren für ihn zu spannend, um sie liegen zu lassen. „Dann habe ich mich gefragt, welcher Zuschnitt soziologisch vielversprechend ist, und dabei gleichermaßen für Interessierte zugänglich bleibt, die sich mit China noch nicht so viel beschäftigt haben.“ So fiel die Wahl des Soziologen auf das Thema Konsumverhalten, weil Konsum als alltägliches Phänomen einen Zugang zum Alltagsleben der Menschen in China ermöglicht.

Für die theoretische Konzeption der Arbeit spielte ursprünglich die Idee der Diffusion eine zentrale Rolle: „Das ist die Idee, dass westliche Konsumpraxen oder –angebote sich nach China ausbreiten und dort von den Konsumenten lokal angeeignet werden“, so Meinhof. Für seine Forschung führte er Interviews mit chinesischen Studierenden. Die beschrieben ihm, was nach vielen soziologischen Theorien auch erwartbar war: Dass die traditionellen Marktstände und Straßenverkäufe verschwinden würden, weil es jetzt Shopping Malls gäbe, in denen die Menschen einkauften.

Schock bei der Auswertung

Erst als er wieder in Bielefeld war und mit der Auswertung der Forschungsreise begann, bemerkte er etwas Seltsames: Das, was die Studierenden ihm in den Interviews erzählten, passte nicht zu dem, was Meinhof mit ihnen erlebt hatte. „Mir fiel das erst beim Lesen meines Forschungstagebuchs richtig auf. Ich habe mich mit Studierenden getroffen, die mir im Interview davon berichtet haben, dass es keine Marktstände mehr gibt – nur um danach mit ihnen zusammen zu einem Marktstand zu gehen. Für mich war das ein doppelter Schock: Dass die Aussagen in den Interviews nicht zu meinen Beobachtungen passten – aber auch, dass mich die soziologischen Theorien, die ich kannte, nicht vor dem Fehler bewahrt haben, diese simplifizierenden Geschichten zu glauben.“

Dieser Bruch stellte auch das theoretische Fundament des Forschungsprojekts infrage. So musste Marius Meinhof neue Begriffe finden, um das Phänomen abzubilden. Dafür suchte er sich Unterstützung: „Ich bin quer durch Deutschland gereist, habe mich bei verschiedenen Soziologen in Kolloquien gesetzt, mein Problem vorgestellt, und die Leute gefragt, mit welchen Wörtern sie das Phänomen beschreiben würden.“

Startup-Programm half beim theoretischen Austausch

Auch an der BGHS nutzte er die Möglichkeiten zum Austausch – besonders die Internationalität war für ihn ein großer Vorteil, unter anderem durch das Startup-Scholar-Programm. Dieses ermöglicht internationalen MA-Graduierten, innerhalb von vier Monaten an der BGHS die Idee für eine Forschung zu einem Exposé auszuarbeiten. Die Diskussionen mit den StipendiatInnen hätten ihm sehr geholfen: „Die konnten mir von ähnlichen Erfahrungen berichten, dass Begriffe, die in westlicher Forschung geprägt sind, nicht immer passen, um Phänomene in postkolonial geprägten Ländern zu beschreiben.“

Der Austausch führte schließlich zur Lösung des Problems. Marius Meinhof entwickelte für seine Beschreibung der von ihm beobachteten Konsumpraktiken neue Begriffe, die ihm halfen, seine Beobachtungen in Worte zu fassen. „Die Arbeit hat mir auch klar gemacht, dass es für die Soziologie wichtig ist, gute Begriffe zu haben, die soziale Phänomene präzise benennen und sich nicht auf Simplifizierungen wie ‚Diffusion‘ oder ‚Modernisierung‘ auszuruhen.“

Weitere Informationen

Eine zusammenfassende Meldung der Universität finden Sie hier:

ekvv.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/personalnachrichten

Die aktuelle Stipendienausschreibung für ein Studium an der BGHS hier:

www.uni-bielefeld.de/bghs/Ausschreibungen/grants

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Gastlehrende: Rückschau & Ausblick

Veröffentlicht am 6. September 2018

Die Gastlehrenden im Sommersemester. Bilder: Thomas Abel

Im Sommersemester waren Chien-Juh Gu (Western Michigan University) und Peter J. Heather (King's College London) als Gastlehrende an der BGHS.

Peter J. Heather ist Historiker, sein Forschungsinteresse gilt dem Römischen Imperium und der Christianisierung im Frühen Mittelalter. Er gab am 24. und 25. Mai ein Blockseminar zu The Christianisation of Europe.
Chien-Juh Gu ist Soziologin mit dem Schwerpunkt Gender-Soziologie. Sie bot am 19. und 20. Juni ein Blockseminar zu Immigration and Gender: Theory, Methods, and Analysis.

Ausblick aufs Wintersemester

Im Wintersemester 2018/19 wird Professor Vivian A. Schmidt von der Boston University zu Gast sein. Vivien A. Schmidt ist Inhaberin der Jean Monnet Professur für Europäische Integration, Professorin für Internationale Beziehungen an der Frederick S. Pardee School of Global Studies und Professorin der Politikwissenschaft an der Boston University. Disziplinär ist ihre Arbeit verortbar zwischen den Verbindungen von Politischer Theorie, Vergleichender Politikwissenschschaft und dem Feld der internationalen Beziehungen. Sie beschäftigt sich insbesondere mit dem Wandel europäischer Politik und Wirtschaft unter dem Einfluss der Globalisierung.

Vivien A. Schmidt wird am 27. und 28. November an der BGHS ein Seminar geben. Das genaue Thema wird, sobald es feststeht, über das ekVV bekannt gegeben.

Welche Gastlehrenden in den vergangenen zehn Jahren an der BGHS waren und zu welchen Themen sie gelehrt haben, finden Sie hier:

www.uni-bielefeld.de/bghs/Personen/Gastlehrende/
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Sommergastprogramm beendet

Veröffentlicht am 5. September 2018

Die Start-Up-Scholars (v.l.n.r.): Yordanos Estifanos, Nicolás Gómez, Moynul Haque, Sundara Hannah Shirley Jeyakumar Christdoss und Mezgebu Mengistie. Nicht im Bild: Olga Olkheft. Foto: Thomas Abel

Im Sommersemester 2018 fanden wieder zwei Gastprogramme an der BGHS statt: Im Start-Up-Scholar-Programm bekamen sechs internationale Promotionsinteressierte die Gelegenheit, ihre Ideen für Dissertationen zu Exposés auszubauen. Teil des Start-Up-Programms sind Beratungen zum Themenfindungsprozess, Schreibworkshops, die Präsentation des eigenen Themas vor einem interdisziplinären Publikum und die Unterstützung bei der Suche nach einer Betreuerin oder einem Betreuer für das Dissertationsprojekt.

Die Start-up Scholars 2018 haben an folgenden Projekten gearbeitet:

  • Yordanos Estifanos (Äthiopien): The Political Economy of Transnational Migration: Ethiopian Irregular Migrants
  • Nicólas Gómez (Chile): Transnational Labour Discipline: British management and the workers in the sheep farming industry of Magallanes (Patagonia and Tierra del Fuego late nineteenth and early twentieth century)
  • Moynul Haque (Bangladesch): Nonviolent Resistance in Bangladesh
  • Sundara Shirley Jeyakumar Christdoss (Indien): Socio-economic inequality and infant morbidity in India
  • Mezgebu Mengistie (Äthiopien): Ideal Masculinity and Retaliation among the Knife Fighting People of Raya Kobo District, North Wollo Zone of Amhara Region, North Eastern Ethiopia
  • Olga Olkheft (Russland): Russian Avant-Garde Art as the art of Russian Revolution: The history of re-conception of Russian art of the beginning of the 20th century through the international art exhibitions in 1970-1980

Drei Research Fellows als Gäste

Die Research Fellows (v.l.n.r.): Gabriel Ferreira da Fonseca, Anastasia Zaplatina und Rodrigo Mota. Foto: Thomas Abel

Außerdem waren diesen Sommer drei Research Fellows zu Gast an der BGHS. Teilnehmende des Research Fellow-Programms haben bereits ein Dissertationsprojekt und können die drei Monate an der BGHS nutzen, um mit anderen Promovierenden und Forschenden ins Gespräch zu kommen, die Möglichkeiten der hiesigen Bibliothek zu nutzen und in Ruhe, abseits ihres üblichen akademischen Alltags, ihr Projekt voran zu treiben.

Folgende Projekte verfolgten die Research Fellows:

  • Rodrigo Mota (Brasilien): Individualisms and Individuations: Georg Simmel and the Sociology of the Individual
  • Anastasia Zaplatina (Russland): Veneral Diseases in the Red Army in 1941-1945: Gender and Epidemiological Aspects
  • Gabriel Ferreira da Fonseca (Brasilien): Tensions between law and economy in the Housing Finance System: A reconstruction from the systems theory.

Einen Überblick über die Visiting Fellows 2018 und alle Visiting Fellows seit 2009 finden Sie unter:
http://www.uni-bielefeld.de/bghs/Personen/Fellows/visiting_fellows.html

Einen Überblick über die Start-ups 2018 und alle Start-ups Scholars seit 2013 finden Sie unter:
http://www.uni-bielefeld.de/bghs/Personen/Fellows/startup_fellows.html

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Stipendien für internationale Promotionsinteressierte

Veröffentlicht am 23. August 2018

Die BGHS vergibt sechs Stipendien an internationale Promotionsinteressierte. Die durch das Rektorat der Universität Bielefeld zur Verfügung gestellten Stipendien beginnen am 1. April 2019 und haben eine Laufzeit von drei Jahren. Bewerbungsschluss ist der 30. September 2018.

Die Stipendien richten sich an Graduierte eines geschichtswissenschaftlichen, soziologischen oder fachverwandten Masterstudiums, das an einer Hochschule im Ausland absolviert worden ist. Sie sollen internationalen, jungen Forschenden die Chance geben, im interdisziplinären Umfeld der BGHS zu promovieren, sich mit der deutschen Universitätslandschaft vertraut zu machen und das Forschungsspektrum an der BGHS zu bereichern.

Bis zum 30. September nimmt die Geschäftsstelle der BGHS die Bewerbungen entgegen, die schließlich in einem anonymisierten Verfahren begutachtet und geschlechterparitätisch vergeben werden.

Alle Informationen zu den Stipendien sind auf der BGHS-Homepage abrufbar unter:
www.uni-bielefeld.de/bghs/Ausschreibungen/grants

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Bericht: Annual Seminar 2018

Veröffentlicht am 25. Juli 2018


Teilnehmende des Annual Seminars 2018. Foto: Thomas Abel/BGHS

Vom 5. bis 7. Juli fand an der BGHS das 10. Annual Seminar statt, dieses Jahr zum Thema: Inclusion/Exclusion: New Perspectives in History and Sociology. In der dreitägigen Konferenz diskutierten Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler aus dem In- und Ausland in soziologischer und historischer Perspektive über Anwendungen des Konzepts Inklusion/Exklusion in unterschiedlichen Kontexten. Ziel der Tagung war es, die Aspekte von Inklusion und Exklusion in räumlicher, zeitlicher, theoretischer und methodischer Hinsicht zu definieren und zu spezifizieren.

Das Programm


Begrüßung durch den stellv. BGHS Direktor Prof. Dr. Thomas Welskopp.

Zu Beginn der Jahrestagung begrüßte der stellv. BGHS-Direktor Prof. Dr. Thomas Welskopp die Teilnehmenden der Konferenz – neben den Promovierenden der BGHS und Angehörigen der Fakultät für Soziologie und der Abteilung Geschichtswissenschaft, ganz besonders die zum Annual Seminar angereisten Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler und Keynote-Speaker.

An eine kurze inhaltliche Einführung zum Tagungsthema durch BGHS-Doktorandin Johanna Paul, die das Annual Seminar gemeinsam mit Daniele Toro, Edvaldo de Aguiar Portela Moita, Dominik Hofmann, Johanna Paul, Ioannis Stavroulias, Sisay Megersa Dirirsa organisiert hatte, folgte der erste Keynote-Vortrag.
Srikala Naraian, Associate Professor of Education an der Columbia University (USA), sprach zum Thema A Transnational Approach to Inclusive Education: Addressing the Imperative for Intersectionality.


Johanna Paul gibt die Einführung.


Keynote Lecture: Srikala Naraian (Columbia University, New York, USA): A Transnational Approach to Inclusive Education: Addressing the Imperative for Intersectionality.

Nach der Mittagspause standen vier Panel Sessions mit insgesamt 13 Präsentationen und anschließender Diskussion auf dem Programm. Es ging um die Themenkomplexe ”Disability and Education”, “Construction of Spaces and the Role of the Local”, “Integration and Segregation”, und ”Urbanization and its Problems”.


Panel II: Construction of Spaces and the Role of the Local. Vortrag von Beya Topuz (Istanbul)


Panel II: Construction of Spaces and the Role of the Local. Es präsentiert Simon Yin (Beijing).


Panel III: Integration and Segregation.


Panel III: Vortrag von Jagger Andersen (Lund).


Panel III: Leila Tabatabaie Yazdi (Teheran) präsentiert per Videoschaltung.

Im Anschluss an die Panels gab es die Gelegenheit, beim Artist Talk mit Künstlerin Marta Beauchamp ins Gespräch zu kommen, die das Key Visual zum Annual Seminar entworfen hat.


Artist Talk on the Key Visual: Marta Beauchamp (Bielefeld).


Art Work zum Annual Seminar Inclusion/Exclusion.

Der zweite Konferenztag begann mit einer Keynote Lecture von Janine Dahinden (University of Neuchâtel) zum Thema: The Making of National Societies: Borders, Boundaries and Migrant Inclusion and Exclusion in a Transnational Perspective.

Mittags folgten zwei parallel stattfindende Panels zu den Themen Migration and Ethicity und Revolution and Nation. Am Nachmittag gab Professor. Dr. Rudolf Stichweh die dritte Keynote Lecture des Annual Seminars. Sein Thema: Inclusion Revolutions and the Emergence of Modernity.


Key Note Lecture: Janine Dahinden (University of Neuchâtel).


Key Note Lecture: Rudolf Stichweh (Universität Bonn).

Das weitere Programm bestand wieder aus Panels: Panel VII, Systems Theoretical Approaches und Panel VIII, Memory and Discourse.


Panel VII: Systems Theoretical Approaches. Vortrag von Mariana Farias Silva (Recife).


Teilnehmende von Panel VII.


Yoko Haroka (Tokyo) in Panel VIII, Memory and Discourse.


Teilnehmende von Panel VIII. Brahim Benmoh (El Jadida) präsentiert sein Thema.

Zum Abschluss des Tages konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Annual Seminars an Führungen zu verschiedenen Orten auf dem Bielefelder Campus teilnehmen: Zu Niklas Luhmanns Zettelkasten, der Reinhart-Koselleck-Ausstellung in der Abteilung Geschichte und zu Hans-Ulrich Wehlers Bibliothek.

Der letzte Konferenztag am Samstag befasste sich in zwei weiteren Panel Sessions mit insgesamt sechs Vorträgen mit Labor Market and Working Conditions und Epistemic Dominance.


Laura Knöpfel (London) präsentiert in Panel IX.


Panel IX: Kathrin Mittelstaet (Bielefeld).


Panel IX: Xi Chen (Hamden).


Panel X: Ismael Frouini (El Jadida) stellt sein Thema per Videozuschaltung vor.


Panel X: Ksenia Eltsova (Moskau).

Mit einer Roundtable Discussion, moderiert von Dr. Sabine Schäfer (Executive Manager der BGHS), endete das 10. Annual Seminar der BGHS.


Die Teinehmenden der Abschlussdiskussion.

Weitere Informationen:

Ein Bericht über das Annual Seminar auf Uni.Aktuell:

ekvv.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/inklusion_und_exklusion

Das ausführliche Programm des Annual Seminar 2018 ist verfügbar unter:

www.uni-bielefeld.de/bghs/Programm/Ansem/2018

Weitere Informationen zu den BGHS-Jahrestagungen seit 2009 sind abrufbar unter:

http://www.uni-bielefeld.de/bghs/Programm/Ansem/

Gesendet von AHermwille in Allgemein

150. Dissertation an der BGHS

Veröffentlicht am 25. Juli 2018


Dennis Walkenhorst ist der 150. Absolvent der BGHS. Foto: Christina Lux

Die BGHS freut sich über das 150. erfolgreich abgeschlossene Forschungsprojekt. Am 17. Juli 2017 hat der Soziologe Dennis Walkenhorst erfolgreich seine Dissertation an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld verteidigt. Damit ist er der 150. Absolvent der BGHS, die sein Promotionsstudium erfolgreich abgeschlossen hat.

 

Dennis Walkenhorst hat eine Dissertationsschrift mit dem Titel Widerstand, Wohlfahrt, Welt im Spiegel. Zur Persistenz islamistischer Bewegungen im Nahen Osten: Eine systemtheoretische Analyse von Hamas und Hisbollah verfasst. Die Arbeit verbindet empirische Forschung und systemtheoretische Theoriebildung. Sie macht ein innovatives Angebot zur Erklärung der Selbsterhaltung der islamistischen Bewegungen Hamas und Hisbollah auf mehreren Analyse-Ebenen und ihres langfristigen der strukturellen ›Erfolgs‹. Die Erst- und Zweitbetreuer der Promotion sind Prof. em. Dr. Klaus Japp und Prof. Dr. Volker Kruse (beide Universität Bielefeld).

Mit seiner Disputation verabschiedet sich Dennis Walkenhorst als Mitglied der BGHS und reiht sich ein in die Liste der BGHS Alumni. Eine Übersicht weiterer Absolventinnen und Absolventen der BGHS und Beschreibungen ihrer Dissertationsprojekte finden Sie unter: www.uni-bielefeld.de/bghs/Personen/Alumni/

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BGHS bei der "Nacht der Klänge"

Veröffentlicht am 19. Juli 2018


Startpunkt der BGHS Soundinstallation Foto: Thomas Abel

Wie klingt Soziologie? Was ist der Sound der Geschichtswissenschaft? Im Rahmen der Nacht der Klänge am 20. Juli verwandelte sich die Magistrale zwischen der Abteilung Geschichtswissenschaft und der Fakultät für Soziologie im zweiten Stock des X-Gebäudes in einen Soundwalk.
Promovierende der BGHS hatten 26 zentrale Begriffe zu laufenden BGHS Forschungsarbeiten von A wie Antike bis Z wie Zeuge eingesprochen, die auf dem Walk als Soundfragmente in Endlosschleife abgespielt wurden. Während die Besucherinnen und Besucher sich auf der Magitrale von Gebäudeteil B (Geschichte) in Richtung Gebäudeteil C (Soziologie) bewegten, wurden sie mit Begriffen beschallt, die Soziologie und Geschichtswissenschaft als assoziativ angelegte akustische Begriffskette klanglich erfahrbar machten.


Soundwalk


Weitere Ansichten der Soundinstallation


Startpunkt der BGHS Soundinstallation
Video Soundwalk Der Klang der Soziologie und Geschichte

Weitere Informationen zur Nacht der Klänge 2018 und eine Übersicht aller Stationen finden Sie unter:
Fotogalerie: Nacht der Klänge 2018

uni.aktuell
www.uni-bielefeld.de/kultur/musik/nachtderklaenge/programm

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Bericht: 3. Interdisciplinary Dialogue

Veröffentlicht am 17. Juli 2018

Beginn des Interdisciplinary Dialogue. Fotos: Thomas Abel

Am Mittwoch, den 4. Juli, fand an der BGHS der 3. Interdisciplinary Dialogue statt. Das Thema lautete: Inclusion & Exclusion: Historical and Sociological Perspectives on Premodern Societies, the Law, and Organizations. Nach einer Einführung in das Thema und einer Vorstellungsrunde durch den stellvertetenden BGHS Direktor Prof. Dr. Thomas Welskopp, skizzierten die Teilnehmenden der Diskussion, welche Bedeutung Inklusion/Exklusion in ihrem Gebiet hat.

Der stellvertetende BGHS Direktor Prof. Dr. Thomas Welskopp stellt die Teilnehmenden der Diskussion vor.

Für die Soziologie nahmen Stefan Kühl, als Professor für Organisationssoziologie, und Alfons Bora, als Professor der Rechtssoziologie, am Dialog teil. Antje Flüchter, Professorin für das Mittelalter und die Frühe Zeit und Franz-Josef Arlinghaus, als Professor für die Geschichte des Hoch- und Spätmittelalters vertraten Perspektiven der Disziplin Geschichte.

Prof. Dr. Franz-Josef Arlinghaus, Professor für die Geschichte des Hoch- und Spätmittelalters (links).

Prof. Dr. Franz-Josef Arlinghaus beschrieb die Bedeutung von Inklusion und Exklusion in mittelalterlichen Gesellschaften. Unter anderem stellte er dar, dass eine Exklusion aus der Gesellschaft manchmal nicht mal durch den Tod des Menschen erreicht wurde – etwa wenn in einem Mordfall die Witwe des Getöteten nicht für sich selbst, sondern nur im Namen des Opfers sprechen durfte.

Prof. Dr. Stefan Kühl, Organisationssoziologie.

Prof. Dr. Stefan Kühl erklärte in seinem Statement, dass sein Interesse für den Inklusion/Exklusion-Mechanismus besonders im Hinblick auf verschiedene soziale Systeme der modernen Gesellschaft besteht. Als soziale Systeme betrachtet er Bewegungen, Familien, Gruppen und Organisationen. Jedes System würde einen anderen Mechanismus nutzen, der entscheidend für die Systemeigenschaften sei.

Prof. Dr. Antje Flüchter, Mittelalter und Frühe Neuzeit.

Prof. Dr. Antje Flüchter gab mit ihrem Statement einen Einblick in die Rolle von Inklusion/Exklusion bei historischen Phänomenen in der Frühen Neuzeit: Unter anderem beschrieb sie, wie es in einer französischen Kolonie in Indien zu besonderen Fragen der Inklusion/Exklusion kam, weil französische und indische Bürger unterschiedlichen Rechtssystemen zugeordnet waren.

Prof. Dr. Alfons Bora, Rechtssoziologie.

Ebenfalls mit Fragen des Rechts beschäftigt sich Prof. Dr. Alfons Bora, allerdings aus soziologischer Perspektive. Für sein Gebiet spielt der Inklusion/Exklusion-Mechanismus eine Rolle im Rahmen der „Verrechtlichung“, dem Prozess, wenn mehr gesellschaftliche Fragen vor einem Gericht verhandelbar werden. Etwa die Frage, ob und wie sich Künstliche Intelligenz gerichtlich verantworten soll, wäre eine Inklusion/Exklusions-Frage aus seinem Feld.

An die Eingangsstatements schloss sich eine offene interdisziplinäre Diskussion über das Thema Inklusion/Exklusion an. Am Schluss der Veranstaltung wurde das Podium für Fragen aus dem Publikum geöffnet.

Prof. Dr. Thomas Welskopp in Diskussion mit Prof. Dr. Alfons Bora.

Der Interdisciplinary Dialogue dient dazu, den für die BGHS prägenden interdisziplinären Austausch zwischen Forschenden der Geschichtswissenschaft und der Soziologie nicht nur weiter zu intensivieren sondern, auch stärker zu reflektieren.

Mehr Informationen über den Interdisciplinary Dialogue finden Sie unter:

www.uni-bielefeld.de/bghs/Programm/BGHS_spezifische_Formate/dialog

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BGHS Sommerfest

Veröffentlicht am 10. Juli 2018


Zum Ende der Vorlesungszeit möchten wir wieder den BGHS-Mitglieder gratulieren, die jüngst ihren Doktortitel erhalten haben. Mit dem Anlass laden laden wir herzlich zum BGHS Sommerfest am Dienstag, den 17. Juli ein. Der Abend beginnt um 18 Uhr in X-B2-103.

Für den geselligen Teil werden wie üblich Getränke bereitgestellt. Wenn wie immmer alle etwas zum Büffett geben, bekommen wir wieder ein vielfältiges Angebot zusammen. Wir freuen uns auf Euch!

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10. Annual Seminar

Veröffentlicht am 28. Juni 2018


From 5 till 7 July the 10th Annual Seminar to the topicInclusion and Exclusion: New Perspectives in History and Sociology takes place at the BGHS. The goal is to seek to open a dialogue among historians, sociologists, and correlated researchers in order to raise and discuss issues that relate to theoretical, methodological, and empirical challenges, while approaching aspects of inclusion and exclusion in past, present and future frameworks. Not only is there a great variety of such phenomena in different fields of present and past societies but also a broad spectrum of ways in which they can be described. Inclusion and Exclusion can be seen as forms of being (and not being) part of something or as concepts that ascribe a specifically structured order to the world.

The program consists of ten panel sessions on specific aspects and notions of inclusion/exclusion. In the panels, 35 discussants from 32 universities in 16 different countries will present their work. Alongside the panels, three keynote lectures will be delivered by distinguished international researchers: Srikala Naraian (Columbia University), Janine Dahinden (Université de Neuchâtel), and Rudolf Stichweh (Universität Bonn)

Everybody who is interested joining the Annual Seminar is cordially invited. Conference venue is the building X at Bielefeld University. The opening event will be on 5 July at 11 a.m. in room X-B2-103. The brochure with the schedule and further information is available at:

www.uni-bielefeld.de/bghs/Programm/Ansem/2018.html

Further information about the Annual Seminars since 2009 are available at:

www.uni-bielefeld.de/bghs/Programm/Ansem/

 

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SHK/WHK-Stelle in der BGHS frei

Veröffentlicht am 27. Juni 2018

In der BGHS-Geschäftsstelle wird zum 01.10. eine Hilfskraftstelle (SHK/WHK) frei. Die Arbeitszeit beträgt 10 Std. / Woche. Alle Aufgabengebiete und Anforderungen sind im beigefügten [pdf] beschrieben:

ekvv.uni-bielefeld.de/blog/bghs/resource/BGHS_SHK_WHK_2018.pdf
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Ankündigung: Third Interdisciplinary Dialogue

Veröffentlicht am 27. Juni 2018

Am Mittwoch, den 4. Juli 2018, findet an der BGHS der dritte Interdisciplinary Dialogue statt. Das Thema lautet Inclusion and Exclusion: Historical and Sociological Perspectives on Premodern Societies, the Law, and Organizations.

Die Veranstaltung greift den Titel des diesjährigen Annual Seminar zum Thema Inclusion and Exclusion: New Perspectives in History and Sociology auf und stellt verschiedene Perspektiven vor, die auf dem Podium und mit dem Publikum interdisziplinär diskutiert werden sollen.

Es diskutieren:

  • Prof. Dr. Franz-Josef Arlinghaus, Professor der Geschichte
  • Prof. Dr. Alfons Bora, Professor der Soziologie
  • Prof. Dr. Antje Flüchter, Professor der Geschichte
  • Prof. Dr. Stefan Kühl, Professor der Soziologie

  • Moderation: Prof. Dr. Thomas Welskopp, stellv. Direktor der BGHS

Alle interessierten Doktorandinnen und Doktoranden und Gäste der BGHS, Mitglieder der Abteilung Geschichtswissenschaft und der Fakultät für Soziologie und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Bielefeld sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Das Podium und die anschließende Diskussion werden in englischer Sprache abgehalten.

Weitere Informationen zu der Veranstaltungsreihe First Interdisciplinary Dialogue und zum Annual Seminar 2018 unter:

www.uni-bielefeld.de/bghs/Programm/BGHS_spezifische_Formate/dialog.html

http://www.uni-bielefeld.de/bghs/Programm/Ansem/2018.html

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BGHS zu Besuch in York

Veröffentlicht am 27. Juni 2018


v.l.n.r.: Stefanie Haupt (Bielefeld), Lena Strid (Lund) Julian Gieseke (Bielefeld), Kirsten Barnard (York), Joshua Ravenhill (York), Daniele Toro (Bielefeld), Ina Kiel (Bielefeld), Frances Long (York). Bild: Stefanie Haupt

Vom 13. bis 15. Juni fand die diesjährige PhD Conference in History: Lund–York–Bielefeld statt. Tagungsort war in diesem Jahr die University of York/Großbritannien.

Präsentationen von Forschungsprojekten

Im Rahmen der dreitägigen Konferenz präsentierten und diskutierten Doktorandinnen und Doktoranden der drei Universitäten ihre Forschungsprojekte im internationalen Kontext. Fünf von ihnen waren Promovierende der BGHS der Universität Bielefeld. „Die Themen waren sehr breit gefächert“, beschreibt es BGHS-Mitglied und Althistoriker Julian Gieseke, „wobei natürlich ein gewisser Schwerpunkt auf Mittelalterthemen lag.“ Der Schwerpunkt kam durch den Fokus der University of York auf Mediävistik zustande, so Gieseke. Wer hier Geschichte beforscht, wird wahrscheinlich das Mittelalter spannend finden.

Neben den Präsentationen der Projekte war ein Highlight für Julian Gieseke das Kolloquium mit Marc Ormrod, Professor Emeritus of History an der University of York. Im Rahmen des Kolloquiums beschrieb Ormrod, wie Migration im mittelalterlichen England funktioniert hat, und welche Parallelen zur Gegenwart bestehen. „Das war eine sehr schöne Mischung aus informativ und unterhaltsam“, beschreibt es Gieseke.

York erkunden

Natürlich kamen die Gäste auch noch aus der Universität raus: Unter anderem gab es eine Stadtführung, das National Railway Museum wurde besucht und mit dem Besuch eines mittelalterlichen Alehouses wurde abschließend die Möglichkeit, Geschichte zu erleben noch mit Geselligkeit vereint.

Die Teilnehmenden aus Bielefeld und ihre Beiträge im Überblick:

  • Ina Kiel: Fernand Desprès. A Militant Activist in International Circles during the Interwar Period
  • Julian Gieseke: Die griechische Ethnographie des Nordens in römischer Zeit (2. Jh.v. bis 1. Jh.n.Chr.)
  • Stefanie Haupt: Völkische Ortungen und Germanische Himmelskunde. Debatten um eine vor- und frühgeschichtliche Astronomie im Deutschland der Zwischenkriegszeit
  • Daniele Toro: Radikalnationalistische Netzwerke im zentraleuropäischen Raum 1917-1934: Verflechtungsprozesse des Faschismus als transnationale soziale Bewegung

Begleitet wurden die Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler aus Bielefeld von Prof. Dr. Helga Lutz, Prof. Dr. Martina Kessel und Dr. Levke Harders von der Abteilung Geschichte der Universität Bielefeld.

Weitere Informationen:

Im Rahmen der Lund-York-Bielefeld-Kooperation findet außerdem noch ein Desk-Exchange statt, bei dem Promovierende der drei Universitäten jeweils für einige Wochen mit Kollegen und Kolleginnen aus den anderen Städten die Büros und Forschungsplätze tauschen.

Mehr über die Lund-York-Bielefeld-Kooperation und den Desk-Exchange 2017:

Von Lund & York nach Bielefeld

Von Bielefeld nach Lund

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Bericht: Meet the Start-ups

Veröffentlicht am 21. Juni 2018
Dr. Verena Molitor eröffnet die Veranstaltung “Meet the Start-ups”. Foto: Thomas Abel

Projekte, die Dissertationen werden sollen: Darum ging es am 30. Mai bei der Veranstaltung Meet the Start-ups. Die sechs Start-up Scholars, die aktuell an der BGHS ihre Projektideen zu Exposés ausarbeiten, hatten dabei die Gelegenheit, ihre Arbeit im Rahmen einer kurzen Posterpräsentation vorzustellen.


Yordanos Estifanos (Äthiopien) stellt sein Forschungsprojekt „The Political Economy of Transnational Migration: Ethiopian Irregular Migrants “ vor. Foto: Thomas Abel

Den Anfang machte Yordanos Estifanos. Der Soziologe beschäftigt sich mit Migrationsbewegungen von Äthiopien nach Europa und wie diese von lokalen sozioökonomischen, aber auch globalen grenzpolitischen Entscheidungen beeinflusst werden. Weiterhin will er untersuchen, wie die Netzwerke hinter der Migration funktionieren.


Moynul Haque (Bangladesch) über sein Projekt: Nonviolent Resistance in Bangladesh. Foto: Thomas Abel

Moynul Haque, ebenfalls Soziologe, untersucht Bürgerrechtsbewegungen in Bangladesch. Er geht der Frage nach, wie Bewegungen Unterstützer für ihre politischen Ziele mobilisieren, und wie sich Bewegungen zu gesamtgesellschaftlichen zivilen Widerstand entwickeln können.


"Socio-economic inequality and infant morbidity in India“ ist das Thema von Sundara Shirley Jeyakumar Christdoss (Indien). Foto: Thomas Abel

Sundara Shirley Jeyakumar Christdoss beschäftigt sich mit der Kindersterblichkeit in Indien, speziell der Region Chennai. Sie will untersuchen, wie der sozioökonomische Status von Müttern verbunden ist mit der Gefahr ihrer Kinder, an einer Durchfallerkrankung zu leiden. Durchfallerkrankungen sind eine der Hauptursachen für Kindersterblichkeit in Indien.


"Nicolás Gómez Baeza (Chile) präsentiert sein Thema “British management and the workers in the sheep farming industry of Magallanes (Patagonia and Tierra del Fuego in late nineteenth and first half of twentieh century, Chile).” Foto: Thomas Abel

Nicolás Gómez Baeza ist chilenischer Historiker. Sein Interesse gilt der Schafindustrie in Chile um die Jahrhundertwende. Diese soll stark beeinflusst worden sein durch britische Farmer bzw. Manager, die eine neue Art von Arbeitsdisziplin durchgesetzt haben.


Mezgebu Mengistie (Äthiopien) will zu folgendem Thema promovieren: “Ideal Masculinity and Retaliation among the Knife Fighting People of Raya Kobo District, North Wollo Zone of Amhara Region, North Eastern Ehiopia”. Foto: Thomas Abel

Mezgebu Mengistie untersucht, wie die Darstellung von Maskulinität in Raya Kobo, einem Gebiet in der äthiopischen Region Amhara, mit der Ausübung von Rache bzw. Gegenangriffen bei Angriffen („Retaliation“) verbunden ist. Sein Interesse gilt der Frage, wieso das Ideal von Maskulinität in Gewalt mündet, und ob es in jüngerer Zeit Veränderungen im Bild der Maskulinität in Raya Kobo gegeben hat.


Olga Olkheft (Russland) präsentiert ihr Thema: “Re-Conseption of the Russian revolutionary art in the throes of cultural Cold War: International Avant-Garde Exhibitions in 1970s – 1980s. Foto: Thomas Abel

Olga Olkheft blickt mit kunsthistorischer Perspektive auf den Kalten Krieg: Sie geht der Frage nach, wie russische moderne Kunst innerhalb des Kalten Kriegs eingebettet wurde, also etwa ob diese instrumentalisiert wurde, oder ob der Kalte Krieg selbst als Kontextbildung für moderne Kunst gedient hat.


Start-ups und Gäste diskutieren die Forschungsthemen. Foto: Thomas Abel

Im Anschluss an die Kurzvorstellungen standen die sechs angehenden NachwuchswissenschaftlerInnen den anwesenden Gästen für weitere Nachfragen und zu ihren Postern und Projekten zur Verfügung. Neben vertiefenden Informationen und weiteren Diskussionen bot die Veranstaltung auch Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich näher kennenzulernen.

Übersicht der Start-up Scholars und ihrer geplanten Dissertationsprojekte:

  • Yordanos Estifanos (Äthiopien): The Political Economy of Transnational Migration: Ethiopian Irregular Migrants
  • Nicólas Gómez (Chile): Transnational Labour Discipline: British management and the workers in the sheep farming industry of Magallanes (Patagonia and Tierra del Fuego late nineteenth and early twentieth century)
  • Moynul Haque (Bangladesch): Nonviolent Resistance in Bangladesh
  • Sundara Shirley Jeyakumar Christdoss (Indien): Socio-economic inequality and infant morbidity in India
  • Mezgebu Mengistie (Äthiopien): Ideal Masculinity and Retaliation among the Knife Fighting People of Raya Kobo District, North Wollo Zone of Amhara Region, North Eastern Ethiopia
  • Olga Olkheft (Russland): Russian Avant-Garde Art as the art of Russian Revolution: The history of re-conception of Russian art of the beginning of the 20th century through the international art exhibitions in 1970-1980

Das Start-up Programm der BGHS

Das Start-up Stipendienprogramm der BGHS richtet sich an internationale Master-Absolventinnen und -Absolventen, die sich in einem speziell auf ihre Bedürfnisse ausgestalteten viermonatigen Trainee-Programm auf ihre Promotion vorbereiten.
Während ihres Gastaufenthalts an der BGHS bekommen sie eigene Büroarbeitsplätze zur Verfügung gestellt und werden von der BGHS mit einem Stipendium finanziert. Die diesjährigen Start-up Scholars werden noch bis Ende Juli an der BGHS zu Gast sein.

Weitere Informationen zum Start-up Stipendienprogramm, zu den diesjährigen Start-ups, ihren Projekten und den Start-up Scholars seit 2013 unter:

www.uni-bielefeld.de/bghs/Personen/Fellows/startup_fellows.html
www.uni-bielefeld.de/bghs/Ausschreibungen/startup_scholarships.html

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Podium Wissenschaft-Kunst-Gestaltung

Veröffentlicht am 12. Juni 2018


Teilnehmende der Podiumsdiskussion (von links nach rechts): Thomas Thiel, Dr. Britta Hochkirchen, Dr. Bettina Brandt, Thomas Abel, Christin Müller, Lee Chichester, Gesa Fischer. Foto: Andreas Hermwille

Am 5. Juni fand an der BGHS eine Podiumsdiskussion zum Thema Wissenschaft-Kunst-Gestaltung statt: Warum es sich lohnt, Wissenschaft künstlerisch-gestalterisch zu reflektieren und auszustellen.

Es diskutierten:

  • Dr. Bettina Brandt, Universität Bielefeld, Historikerin und Kuratorin des Ausstellungsprojekts Reinhart Koselleck und das Bild
  • Lee Chichester, Kunsthistorikerin/Bildwissenschaftlerin an der Humboldt-Universität Berlin und Kuratorin
  • Gesa Fischer, Wissenschaftsbüro der Bielefeld Marketing
  • Dr. Britta Hochkirchen, Universität Bielefeld, Kunsthistorikerin/Bildwissenschaftlerin und Kuratorin des Ausstellungsprojekts Reinhart Koselleck und das Bild
  • Christin Müller, freie Kuratorin aus Leipzig
  • Thomas Thiel, Direktor des Bielefelder Kunstvereins und Kurator des Ausstellungsteils im Museum Waldhof der Ausstellung Reinhart Koselleck und das Bild
Die Organisation und Moderation der Veranstaltung hatte Thomas Abel (BGHS, Wissenschaftskommunikation)

 

Aktueller Anlass der Diskussion war das Ausstellungsprojekt Reinhart Koselleck und das Bild, das von April bis Juli an der Universität Bielefeld, dem Zentrum für Interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld und im Bielefelder Kunstverein zu sehen ist. Im Mittelpunkt der dreiteiligen Ausstellung steht eine zentrale Forschungsfrage des Historikers Reinhart Kosellecks, nämlich: was kann man von und mit Bildern über Geschichte und Zeitlichkeit erfahren?

Ausstellungsprojekte zwischen Wissenschaft, Kunst und Gestaltung

Im Rahmen des Podiums erläuterte das Kuratorenteam der Ausstellung zentrale Ideen der Ausstellungskonzeption und berichtete von deren Umsetzung in einem interdisziplinären Projektseminar mit Gestaltungs-Studierenden des Fachbereichs Gestaltung der FH Bielefeld. Zentral war dabei die Frage, wie die wissenschaftlichen Konzepte und Erkenntnisse Reinhart Kosellecks in Form von Ausstellungen adäquat gestalterisch umgesetzt und deutlich gemacht werden können.

Darüber hinaus stellten Lee Chichester und Christin Müller in zwei Inputs von ihnen kuratierte Art&Science Projekte vor, die sich an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Kunst und Gestaltung bewegten und unterschiedliche Schwerpunkte setzten: zum einen die Ausstellung +ultra. gestaltung schafft wissen, die 2016/17 im Martin-Gropius-Bau in Berlin zu sehen war (Kuratorinnen: Nikola Doll, Lee Chichester) und die beiden von Christin Müller kuratierten Ausstellungsprojekte Wer bist du? Das bist du! Was verraten Portraits (nicht) über die Portraitierten? in der Sammlung Prinzhorn in Heidelberg (2017) sowie die Ausstellung Cross Over – Fotografie der Wissenschaft + Wissenschaft der Fotografie, die 2013 im Fotomuseum Winterthur präsentiert wurde.

Gesa Fischer stellte in einem weiteren Input den Stand Planungen zur zukünftigen WissensWerkStadt Bielefeld vor sowie andere Formate der Wissenschaftskommunikation des Wissenschaftsbüros (Wissenschaftsfestival GENIALE, Fame Lab, Science Slams und Science Cafés). Besonders ging sie darauf ein, welchen Stellenwert Art&Science-Projekte in Formaten der Wissenschaftskommunikation des Wissenschaftsbüros haben und schilderte ihre Erfahrungen sowie Herausforderungen und Potenziale von Projekten zwischen Wissenschaft, Kunst und Gestaltung.

An die Inputs schloss sich eine allgemeine Diskussuion über Möglichkeiten an, im Rahmen von Art&Science Projekten wissenschaftliche Fragestellungen aus dem Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften zu kommunizieren und einem interessierten Publikum weiterzugeben.

BGHS Art&Science Tage

Die Podiumsdiskussion war Teil der BGHS Art&Science Tage der BGHS, die am 5. und 6. Juni stattfanden.

Am 6. Juni wurden im Rahmen von Präsentationen und Werkstattberichten unterschiedliche Projekte aus dem Bereich Art&Science vorgestellt und diskutiert.
Am Vormittag sprachen Lee Chichester und Christin Müller über das Ausstellen von Forschung als Gestaltung, über produktive Perspektivwechsel in Kunstausstellungen und über die Visualiesrung von Wissenschaftsthemen.
Am Nachmittag stellen Referentinnen und Referenten verschiedener Institutionen der Universität Bielefeld durchgeführte und geplante Art&Science-Projekte vor: das Referat für Kommunikation, das Zentrum für Ästhetik, der SFB 1288 - Praktiken des Vergleichens, der Arbeitsbereich Geschichte als Beruf und die BGHS.

Schwerpunktthema Art&Science

Die Art&Science Tage der BGHS waren Teil des Jubiläumsprogramms zum 10-jährigen Bestehens der BGHS. Art&Sceince Projekte haben sich in den letzten Jahren an der BGHS zu einem eigenen Format im Rahmen der Wissenschaftskommunikation entwickelt. Weitere Informationen zu den Art&Science Projekten der BGHS unter: BGHSArt&Science-Projekte

Weitere Informationen zum Programm des BGHS Art&Science Forums und zum 10-jährigen Jubiläum der BGHS unter:
Programm Art&Science Tage
www.uni-bielefeld.de/bghs/10jahre/

Mehr Informationen zum Ausstellungsprojekt Reinhart Koselleck und das Bild und zu allen Veranstaltungen des Begleitprogramms unter: www.uni-bielefeld.de/koselleck-und-das-bild/

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