Modul 25-Stuba-KuBi Studienband Kulturelle Bildung

Fakultät

Modulverantwortliche*r

Turnus (Beginn)

Jedes Semester

Leistungspunkte und Dauer

5 Leistungspunkte

Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.

Kompetenzen

Kulturelle Bildung ist Teil der allgemeinen Bildung und beansprucht, durch ästhetische Erfahrung und Zugangsweisen sowohl zur Persönlichkeitsbildung als auch zum fachlichen Lernen beizutragen. Kulturell-ästhetische Bildung ist eng mit einem breiten Inklusionsverständnis und einer kritischen Perspektive auf soziale Ungleichheiten verknüpft. Im schulischen Kontext steht daher auch immer die Frage nach einer bestmöglichen sozialen und fachlichen Teilhabe aller Schüler*innen über ästhetische Zugangsweisen im Zentrum der Überlegungen.
Kulturell-ästhetische Bildung in der Schule verbindet künstlerische, ästhetische und kulturelle Ansätze. Sie ist relevant in sämtlichen Unterrichtsfächern. Vor diesem Hintergrund wird mit dem Studienband das Ziel verfolgt, Studierenden im Grundschullehramt sämtlicher Fächer eine Auseinandersetzung anzuregen und den Erwerb von entsprechenden Kompetenzen zu ermöglichen, auch wenn sie nicht Kunst oder Musik studieren.
Der Studienband Kulturelle Bildung bietet Studierenden durch die freie Wahl von geöffneten Lehrveranstaltungen an, das eigene Kompetenzprofil im Hinblick auf kulturell-ästhetische Bildung zu klären, zu stärken und zu reflektieren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt im Studienband auf den Theorien zur kulturell-ästhetischen Bildung und ihren Handlungsfeldern mit ihren Zielen, Methoden und Wirkungen sowie auf der Sensibilisierung und Ermöglichung ästhetischer Methoden. Der Studienband ist querschnittlich in Bildungswissenschaften, Fachwissenschaften und Fachdidaktiken verankert.
Die Studierenden erwerben folgende Kompetenzen und Kenntnisse:
1. über verschiedene Sparten bzw. Handlungsfelder der kulturellen Bildung und an Beispielen für die jeweiligen bildungswissenschaftlichen oder fachdidaktischen Kontexte übertragen können;
2. den Wert der kulturellen Bildung sowohl für die Persönlichkeitsbildung als auch für das fachliche Lernen reflektieren können;
3. Institutionen und Akteur*innen der kulturellen Bildung kennenlernen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Schule erfahren;
4. über Praxisprojekte in Seminaren, Exkursionen und/oder Praktika praktische Erfahrungen in der (außerschulischen) kulturellen Bildung sammeln

In einer abschließenden Portfoliopräsentation legen die Studierenden dar, welche Schwerpunkte sie durch die gewählte Veranstaltungskombination in ihrer Profilbildung gesetzt haben, und stellen theoretisch-fachliche Bezüge der einzelnen Elemente zu ihrem Studium her. Sie sollen ihr professionelles Profil selbstkritisch reflektieren und ihre weiteren Professionalisierungsprozesse sinnhaft planen.

Lehrinhalte

Die Studierenden wählen die Elemente für das Studienband in Form von geöffneten Veranstaltungen und Workshops der Lernwerkstatt nach persönlichem Interesse aus, um ihr eigenes professionelles Profil mit Blick auf Methoden und Inhalte der kulturellen Bildung zu schärfen. Die gewählten Angebote können einen oder mehrere der folgenden Bereiche abdecken. Jeder der Bereiche muss mindestens durch ein Angebot einbezogen werden:

  • Erkundung eines Kulturortes oder Arbeitsfeldes (z.B. Theater, Museum, Performance Kunst usw.)
  • Erlernen einer Kulturpraktik angelehnt an Schulcurriculum (z.B. backen im Mathematikunterricht, Comics gestalten für Lesekompetenz usw.) bzw. ihrer Relevanz für allgemeine Professionalisierung als Lehrkraft (z.B. Erzählen, Vorlesen, Gruppenprozesse gestalten)
  • Theoretische Auseinandersetzung mit kulturell-ästhetischer Bildung vor dem Hintergrund von Teilhabe und gesellschaftlichen Ungleichheiten (z.B. in Bezug auf Inklusion, Rassismus) und der Erkundung aufschließender Fragen (beispielsweise Hegemonie theoretisch und Teilhabe praktisch)

Empfohlene Vorkenntnisse

—

Notwendige Voraussetzungen

Das Studienband kann ab dem 3. Fachsemester begonnen werden.
Notwendige Voraussetzung ist die Einschreibung in folgende Studiengangsvarianten:
Bachelorstudiengänge

  • Bildungswissenschaften (Grundschule)
  • Bildungswissenschaften mit Integrierter Sonderpädagogik (Grundschule mit ISP)

Masterstudiengänge

  • Fortsetzung Bildungswissenschaften (Grundschule)
  • Fortsetzung Bildungswissenschaften mit Integrierter Sonderpädagogik (Grundschule mit ISP)

Notwendige Voraussetzung für die Prüfung ist der nachgewiesene Besuch der Infoveranstaltung.

Erläuterung zu den Modulelementen

Im Studienband Kulturelle Bildung ist die Teilnahme an

  • einer Informationsveranstaltung, einer Beratung und einem Abschlusskolloquium (insg. 1 LP)
  • die Teilnahme an drei praxisorientierten Lernformaten oder Erkundungen praktischer Handlungsfelder (z.B. Workshops der Lernwerkstatt, Hospitationen an relevanten Lernorten/Institutionen, Erprobung von Tätigkeiten in diesem Bereich) (1 LP)
  • sowie die Anfertigung und Abgabe eines unbenoteten Portfolios und dessen Präsentation verpflichtend (3 LP).

Hinweise zur Veranstaltungswahl/Voraussetzungen
Darüber hinaus muss nachgewiesen werden, dass vier bis sechs Veranstaltungen (ggf. inkl. zugehöriger Studien-/Prüfungsleistungen) aus dem Lehrangebot der Universität Bielefeld studiert wurden, die für das Studienband „Kulturelle Bildung“ geöffnet waren/sind (min. Umfang von 450h; entspricht 15 LP). Diese Veranstaltungen werden/wurden in der Regel im Rahmen des regulären Studiums studiert. Die im regulären Studium belegten Veranstaltungen werden so unter der Perspektive Kultureller Bildung erneut betrachtet und für das Studienband angerechnet. Bei thematischer Passung können auch die LP von Praxisphasen wie der BPSt für das Studienband berücksichtigt werden. Alle besuchten Angebote müssen sich im Rahmen der o.g. Inhalte bewegen.

Beschreibung der Prüfungsform
Die Prüfungsleistung wird in Form eines unbenoteten Portfolios und einer Präsentation im Kolloquium erbracht. Sie dient der Reflexion der besuchten Veranstaltungen hinsichtlich inhaltlicher Bezüge zum Lehramtsstudiums und dem späteren Beruf als Lehrkraft. Das Portfolio umfasst 10-12 Seiten und besteht aus gesammelten und strukturiert dargestellten Artefakten (z.B. Essays, Fotos, Collagen, Lerntagebucheinträge o.ä.), die im Zusammenhang mit den besuchten Veranstaltungen entstanden sind. Sie sollen den persönlichen Bezug zur kulturellen Bildung und ihrer Relevanz für die eigene Professionalisierung hervorheben.

Modulstruktur: 1 SL, 1 uPr 1

Veranstaltungen

Infoveranstaltung - Studienband Kulturelle Bildung
Art Seminar
Turnus WiSe&SoSe
Workload5 8 h (8 + 0)
LP 0.3 [SL]
Kolloquium - Studienband Kulturelle Bildung
Art Seminar
Turnus WiSe&SoSe
Workload5 22 h (22 + 0)
LP 0.7
Workshops im Rahmen der Lernwerkstatt
Art Praktikum
Turnus WiSe&SoSe
Workload5 30 h (30 + 0)
LP 1

min. 3 Workshops


Studienleistungen

Zuordnung Prüfende Workload LP2
Lehrende der Veranstaltung Infoveranstaltung - Studienband Kulturelle Bildung (Seminar)

verpflichtende Teilnahme an der Infoveranstaltung, inkl. Erstellung des individuellen Ablaufplans für die Absolvierung des gewählten Studienbands

siehe oben siehe oben

Prüfungen

Portfolio
Zuordnung Prüfende Modulverantwortliche*r prüft oder bestimmt Prüfer*in
Gewichtung unbenotet
Workload 90h
LP2 3

Die Prüfungsleistung wird in Form eines Portfolios und einer Abschlusspräsentation erbracht.

1) Das Portfolio setzt sich zusammen aus konkreten Pflichtaufgaben und einer individuellen Reflexion der Relevanz kultureller Bildung für die eigene Profilbildung und Professionalisierung. Daneben findet sich eine rahmende Einstiegs- und Abschlussreflexion. Die Studierenden sollen so Inhalte, Praktiken, Orte, Herangehensweisen etc. kultureller Bildung aus den gewählten Veranstaltungen darstellen, einordnen und in Hinblick auf ihre Rolle und Aufgaben als Lehrkraft reflektieren. Im Zentrum des Portfolios steht die Übertragung des Erlernten in die Schulpraxis. Hierfür müssen die ausgewählten Lehrveranstaltungen und ihr Bezug zu kultureller Bildung grob skizziert werden, um sie in die individuelle Profilvorstellung einzubetten. Aus allen besuchten und für das Studienband anzurechnenden Veranstaltungen, sollen mindestens vier im Portfolio berücksichtigt werden. Ein Auszug aus dem Transkript ist dem Portfolio anzuhängen.
Das Portfolio umfasst 10-12 Seiten und besteht aus gesammelten und strukturiert dargestellten Artefakten (z.B. Essays, Fotos, Collagen, Lerntagebucheinträge o.ä.), die im Zusammenhang mit den besuchten Veranstaltungen entstanden sind. Sie sollen den persönlichen Bezug zur kulturellen Bildung und ihrer Relevanz für die eigene Professionalisierung hervorheben.

Die anschließende Abschlusspräsentation im Kolloquium umfasst 15-20 Minuten und thematisiert Teilaspekte des Portfolios oder stellt diese als Gesamtwerk dar. Die Präsentation im Kolloquium ermöglicht den fachlichen Austausch über kulturelle Bildung im Grundschullehramt und stärkt Kommunikations- und Präsentationsfähigkeiten. Die Leistungen können kollaborativ erbracht werden. Portfolio und Kurzpräsentation werden von wechselnden Lehrenden beurteilt. Wer im aktuellen Semester für die Portfolioabnahme zuständig ist, erfahren die Studierenden durch den Eintrag in die Veranstaltung „Abschlusskolloquium Studienband Kulturelle Bildung“ im eKVV.

2) Die absolvierten Veranstaltungen sind im Rahmen der Abschlusspräsentation zu benennen und im Anhang des schriftlichen Portfolios aufzulisten (Auszug/Auszüge Transkript). Das schriftliche Portfolio kann in digitaler Form eingereicht werden. Für den Ablauf und Inhalt des Portfolios sowie für die Präsentation wird den Studierenden ein Infoblatt zur Verfügung gestellt.

Weitere Hinweise

Bei dem Studienband Kulturelle Bildung handelt es sich um ein gemeinsam getragenes Angebot der Fakultäten Erziehungswissenschaft und Linguistik und Literaturwissenschaft.

In diesen Studiengängen wird das Modul verwendet:

Studiengang Profil Empf. Beginn 3 Dauer Bindung 4
Erziehungswissenschaft - Angebote für den Individuellen Ergänzungsbereich / Individueller Ergänzungsbereich im Bachelor 3. o. 4. o. 5. 2 Semes­ter Wahl­pflicht
Individueller Ergänzungsbereich – Allgemeine Angebote / Individueller Ergänzungsbereich im Bachelor Fakultät für Erziehungswissenschaft 3. o. 4. o. 5. 2 Semes­ter Wahl­pflicht

Automatische Vollständigkeitsprüfung

In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.


Legende

1
Die Modulstruktur beschreibt die zur Erbringung des Moduls notwendigen Prüfungen und Studienleistungen.
2
LP ist die Abkürzung für Leistungspunkte.
3
Die Zahlen in dieser Spalte sind die Fachsemester, in denen der Beginn des Moduls empfohlen wird. Je nach individueller Studienplanung sind gänzlich andere Studienverläufe möglich und sinnvoll.
4
Erläuterungen zur Bindung: "Pflicht" bedeutet: Dieses Modul muss im Laufe des Studiums verpflichtend absolviert werden; "Wahlpflicht" bedeutet: Dieses Modul gehört einer Anzahl von Modulen an, aus denen unter bestimmten Bedingungen ausgewählt werden kann. Genaueres regeln die "Fächerspezifischen Bestimmungen" (siehe Navigation).
5
Workload (Kontaktzeit + Selbststudium)
SoSe
Sommersemester
WiSe
Wintersemester
SL
Studienleistung
Pr
Prüfung
bPr
Anzahl benotete Modul(teil)prüfungen
uPr
Anzahl unbenotete Modul(teil)prüfungen
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.