Jedes Semester
15 Leistungspunkte
Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.
• Kenntnis vielfältiger methodischer Zugänge und theoretischer Ansätze zur kritischen Analyse materieller Kulturen, Artefakte und materialbezogener Praktiken
• Befähigung, materielle Artefakte, Objektbestände und materialbezogene Praktiken als intentionale oder nicht intentionale Dokumente menschlicher Erfahrung, Wahrnehmung und Sinndeutungen zu analysieren und zu interpretieren
• Befähigung, eigenständig eine tragfähige und theoretisch reflektierte Fragestellung zu Themen der Materialität, der materiellen Kultur oder materialbezogener Praktiken im Anschluss an aktuelle Forschungsdiskussionen zu entwickeln
• Befähigung zur eigenständigen, theoriegeleiteten Analyse und Kontextualisierung materieller Kulturen, Artefakte und materialbezogener Praktiken im historischen und kulturellen Zusammenhang
• Fähigkeit zur selbstständigen Recherche, Analyse und kritischen Reflexion materieller und multimodaler Quellen sowie einschlägiger Forschungsliteratur zu Fragen der Materialität, materiellen Kultur und materialbezogener Praktiken
• Kompetenz zur kritischen Reflexion der Relevanz und des Analysewegs in mündlicher und schriftlicher Form
• Fähigkeit zur inhaltlich, sprachlich und formal angemessenen Darstellung, Präsentation und Diskussion der Ergebnisse in schriftlicher und mündlicher Form.
Das Mastermodul gewinnt sein Profil durch eine explizite Forschungsorientierung.
In der Veranstaltung „Historische Kontextualisierung“ werden forschungsnahe Probleme der materiellen Kultur und der Materialität behandelt. Die Veranstaltung diskutiert theoretische und methodische Ansätze zur Analyse der materiellen Formung historischer und gegenwärtiger Wirklichkeiten – von Ressourcengewinnung, Produktion und Gebrauch über Denkmal- und Sammlungspraktiken bis zur Musealisierung und Identitätsbildung. Im Zentrum steht die kritische Auseinandersetzung mit der Frage, wie Menschen ihre jeweilige Gegenwart materiell hervorbringen, ordnen und sinnhaft deuten, und wie umgekehrt materielle Bedingungen und Dinge selbst historische Prozesse und unser Denken prägen. In der Veranstaltung wird mit multimodalen Quellen und / oder einschlägiger Forschungsliteratur gearbeitet und ein Bezug zu aktuellen Forschungsdiskussionen erörtert.
Das Masterseminar dient dem forschenden Lernen durch die kritisch-empirische Untersuchung materieller Bestände und materialbezogener Praktiken.
Im Mittelpunkt steht das explorative Arbeiten an konkreten Beispielen: Dingen, Materialien und materiellen Konstellationen – etwa an (wissenschaftlichen) Sammlungen, Museen, Apparaturen und Praktiken der Wissensproduktion.
Die in der Historischen Kontextualisierung erarbeiteten Kategorien, Methoden, theoretischen Ansätze und Fragestellungen werden hier an konkreten empirischen Materialien und Fallstudien erprobt, reflektiert und weiterentwickelt. Themen und Fragestellungen des Masterseminars können einen höheren Spezialisierungsgrad aufweisen.
Im Kolloquium geben auswärtige und interne Referenten Einblicke in laufende Forschungsprojekte. In der Diskussion wird die Tragfähigkeit der gewählten Fragestellungen sowie des theoretischen und methodischen Herangehens erörtert. Der regelmäßige und aktive Besuch der Kolloquiumssitzungen erweitert den Blick für unterschiedliche aktuelle Fragestellungen zu den Themen, die im Studiengang im Mittelpunt stehen: Bilder, Medien und Materialität in historischer Perspektive. Durch die Beteiligung an der Diskussion erlernen die Teilnehmer die Regeln und Standards wissenschaftlicher Kommunikation.
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Masterseminar und Historische Kontextualisierung stehen in einem engen inhaltlichen Zusammenhang und werden in einem Semester studiert. Sie können von einer oder zwei Lehrpersonen angeboten und zu einem vierstündigen Block zusammengefasst werden. Da sich die Modulprüfung auf beide Veranstaltungen bezieht, ist der Besuch der zusammengehörigen Lehrveranstaltungen für das erfolgreiche Absolvieren der Modulprüfung erforderlich.
Modulstruktur: 3 SL, 1 bPr 1
| Zuordnung Prüfende | Workload | LP2 |
|---|---|---|
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Lehrende der Veranstaltung
Historische Kontextualisierung
(Seminar)
Präsentation (10-15 Minuten mit Tischvorlage) eines Forschungsbeitrags bzw. eines Artefakts oder eine schriftliche Ausarbeitung nach Maßgabe des/der Veranstalters/in |
siehe oben |
siehe oben
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Lehrende der Veranstaltung
Kolloquium
(Kolloquium)
Führen eines Kolloquiumjournals |
siehe oben |
siehe oben
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Lehrende der Veranstaltung
Masterseminar
(Seminar)
Referat (20-30 Minuten) mit Thesenpapier zur Vorbereitung der Modulprüfung: Vorstellung des Hausarbeitskonzepts oder eine gleichwertige schriftliche Studienleistung nach Maßgabe des Lehrenden (Konzeptpapier, 3-4 Seiten) |
siehe oben |
siehe oben
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Die Hausarbeit im Umfang von 65.000 - 80.000 Zeichen (entspricht ca. 25-30 Seiten) geht aus dem Seminar hervor, bezieht aber Gegenstände der "Kontextualisierung" ein. Die Aufgabenstellung für die Hausarbeit wird in Folge eines Beratungsgesprächs zwischen Prüfenden und Studierenden von dem*der Prüfer*in ausgegeben.
| Studiengang | Empf. Beginn 3 | Dauer | Bindung 4 |
|---|---|---|---|
| Bilder, Medien, Materialität: Historische Perspektiven / Master of Arts [FsB vom 15.05.2026] | 1. o. 2. o. 3. | 1 Semester | Pflicht |
In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.
Bilder, Medien, Materialität: Historische Perspektiven / Master of Arts