Modul 25-BEW3 Empirische Forschungsmethoden in der Erziehungswissenschaft

Fakultät

Modulverantwortliche*r

Turnus (Beginn)

Jedes Semester

Leistungspunkte und Dauer

15 Leistungspunkte

Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.

Kompetenzen

Die Studierenden kennen die Funktion von empirischen Forschungsmethoden für die Wissensgewinnung in der Erziehungswissenschaft und für pädagogische Handlungsfelder. Sie können einfachere Untersuchungen auf ihre methodische Güte und mit Blick auf Limitationen einschätzen sowie die daraus resultierenden Befunde in ihrer Relevanz für die pädagogische Tätigkeit reflektieren. Zudem sind die Studierenden in der Lage, forschungsethische Fragestellungen und datenschutzrechtliche Aspekte in erziehungswissenschaftlicher Forschung zu berücksichtigen. Weiterhin können die Studierenden eine erziehungswissenschaftlich relevante Fragestellung entwickeln und diese in ein angemessenes empirisches Design überführen. Hierzu kennen sie grundlegende empirische Erhebungs- und Auswertungsverfahren und haben Erfahrung in der exemplarischen Anwendung erlangt. Insgesamt legen die Studierenden mit der Absolvierung des Forschungsmethodenmoduls die Basis, um in empirisch-basierten Haus- oder Qualifikationsarbeiten die einschlägigen Forschungsmethoden sach- und situationsadäquat anwenden zu können.

Lehrinhalte

Das Modul "Empirische Forschungsmethoden in der Erziehungswissenschaft" vermittelt im Rahmen der einführenden Vorlesung (E1) einen Überblick über die empirische Erkenntnisgewinnung in der Erziehungswissenschaft. Die Studierenden lernen dabei die erkenntnis- und wissenschaftstheoretischen Grundlagen empirischer Forschung kennen. Darauf aufbauend werden die unterschiedlichen Sichtweisen auf die soziale Realität, die den quantitativen und qualitativen Zugängen zu Grunde liegen, vermittelt. Dabei geht es auch um Möglichkeiten der wechselseitigen Verknüpfung quantitativer und qualitativer Forschungsansätze.

In den Elementen 2 und 3 lernen die Studierenden grundlegende Verfahren der Erhebung und Auswertung empirischer Daten kennen und deren spezifisches Erkenntnispotential einzuschätzen. Dabei werden wesentliche Begriffe der Forschungsmethodik vermittelt und ein Überblick über die Bandbreite der Methoden erziehungswissenschaftlicher Forschung gegeben.

Die Elemente 4 und 5 dienen der exemplarischen und anwendungsbezogenen Vertiefung ausgewählter Datenerhebungs-, -dokumentations- und -auswertungsverfahren. Die Studierenden lernen erziehungswissenschaftlich relevante Fragestellungen in angemessene Forschungsdesigns zu überführen und diese auf ihre Erkenntnispotentiale und Limitationen hin zu reflektieren.

Insgesamt bieten die Elemente 2-5 Einblicke in die aufeinander bezogenen Schritte erziehungswissenschaftlicher Forschungsprozesse und vermitteln Kenntnisse für die überlegte Planung eigener, kleinerer Untersuchungen sowie die reflektierte Kritik empirischer Publikationen. Durch die Lehrveranstaltungen erhalten die Studierenden einen Einblick in verschiedene, erziehungswissenschaftlich relevante methodologische und methodische Zugänge, Diskurse und Fragestellungen.

Die Modulinhalte können auch unter Einbezug digitaler Selbstlerneinheiten (z.B. „Mit Emma durch den Datendschungel“ oder „Mit Mika ins Forschungsfeld“) vermittelt werden, die für individuelle Übungen und Vertiefungen sowie für die Vorbereitung empirischer Qualifikationsarbeiten genutzt werden können.

Empfohlene Vorkenntnisse

Vor Besuch der Elemente 2 – 5 wird die Teilnahme an der einführenden Vorlesung (E1) empfohlen.

Notwendige Voraussetzungen

Erläuterung zu den Modulelementen

Hinweise zur Veranstaltungs- und Prüfungswahl: Es müssen alle fünf Veranstaltungen E1-E5 studiert werden. Es müssen vier Studienleistungen und eine Prüfung erbracht werden. Die benotete Prüfungsleistung (1 LP) erfolgt im Rahmen einer angeleiteten Anwendung der im Modul erworbenen Kenntnisse im Bereich der empirischen Wissensgewinnung in der Erziehungswissenschaft und kann in den Elementen E2 - E5 absolviert werden. In dem Element, in dem die Prüfungsleistung erbracht wird, ist keine Studienleistung zu erbringen

Modulstruktur: 4 SL, 1 bPr 1

Veranstaltungen

E1: Empirische Wissensgewinnung in der Erziehungswissenschaft
Art Vorlesung
Turnus WiSe&SoSe
Workload5 60 h (30 + 30)
LP 2 [SL]
E2: Qualitative Zugänge zu der empirischen Wissensgewinnung in der Erziehungswissenschaft
Art Seminar
Turnus WiSe
Workload5 90 h (30 + 60)
E3: Quantitative Zugänge zu der empirischen Wissensgewinnung in der Erziehungswissenschaft
Art Seminar
Turnus SoSe
Workload5 90 h (30 + 60)
E4: Erziehungswissenschaftliche Fragestellungen unter qualitativer Forschungsperspektive bearbeiten
Art Seminar
Turnus SoSe
Workload5 90 h (30 + 60)
E5: Erziehungswissenschaftliche Fragestellungen unter quantitativer Forschungsperspektive bearbeiten
Art Seminar
Turnus WiSe
Workload5 90 h (30 + 60)

Studienleistungen

Zuordnung Prüfende Workload LP2
Lehrende der Veranstaltung E1: Empirische Wissensgewinnung in der Erziehungswissenschaft (Vorlesung)

Die Studienleistung dient der Einübung und Wiederholung der in der Vorlesung behandelten Themen. Eine Studienleistung umfasst das Bearbeiten von Aufgaben zu Übungszwecken (Aktivitäten in internetgestützten Lernplattformen). Für alle Studienleistungen gilt, dass schriftliche Beiträge im Umfang von höchstens 1200 Wörtern und mündliche Beiträge im Umfang von höchstens 20 Minuten verlangt werden.

siehe oben siehe oben
Lehrende der Veranstaltung E2: Qualitative Zugänge zu der empirischen Wissensgewinnung in der Erziehungswissenschaft (Seminar)

Die Studienleistung dient der Einübung einer reflexiven und diskursiven Haltung zu den in der Veranstaltung behandelten Themen und hat im Hinblick auf die im Modul verankerten Kompetenzen einübenden und vertiefenden Charakter. Eine Studienleistung ist das Anfertigen einer Aufgabe zu Übungszwecken. Erwartet wird die Erbringung von Aufgaben zu Übungszwecken im Rahmen qualitativer Forschung. Diese können beispielsweise sein: Vorbereitung und Durchführung von Gruppenarbeiten, mündlichen Präsentationen oder Aktivitäten in internetgestützten Lernplattformen. Für alle Studienleistungen gilt, dass schriftliche Beiträge im Umfang von höchstens 1200 Wörtern und mündliche Beiträge im Umfang von höchstens 20 Minuten verlangt werden.

siehe oben siehe oben
Lehrende der Veranstaltung E3: Quantitative Zugänge zu der empirischen Wissensgewinnung in der Erziehungswissenschaft (Seminar)

siehe Beschreibung bei E2

siehe oben siehe oben
Lehrende der Veranstaltung E4: Erziehungswissenschaftliche Fragestellungen unter qualitativer Forschungsperspektive bearbeiten (Seminar)

siehe Beschreibung bei E2

siehe oben siehe oben
Lehrende der Veranstaltung E5: Erziehungswissenschaftliche Fragestellungen unter quantitativer Forschungsperspektive bearbeiten (Seminar)

siehe Beschreibung bei E2

siehe oben siehe oben

Prüfungen

e-Klausur o. e-Open-Book o. Hausarbeit o. Klausur o. mündliche Prüfung o. Open-Book o. Portfolio o. Präsentation o. Referat mit Ausarbeitung
Gewichtung 1
Workload 30h
LP2 1

Die Modulprüfung wird im Rahmen eines der Elemente 2-5 erbracht. In der Prüfung werden über die Veranstaltung hinausweisende Aspekte und die modulspezifischen Kompetenzen aufgegriffen. Sie kann auf einer zuvor im Rahmen einer Modulveranstaltung erbrachten Studienleistung aufbauen, wobei auch hier Bezüge zu veranstaltungsübergreifenden Aspekten hergestellt werden müssen.
Die prüfende Person informiert über die möglichen Prüfungsmodalitäten.

Mögliche Erbringungsformen sind:

  • mündliche Prüfung von höchstens 30 Minuten Dauer,
  • Hausarbeit im Umfang von höchstens 4.500 Wörtern,
  • mündliche Präsentation/Referat (15-20 Minuten) mit einer schriftlichen Ausarbeitung im Umfang von höchstens 2.500 Wörtern,
  • Erstellung eines Forschungsposters mit einer schriftlichen Ausarbeitung im Umfang von 2.500 Wörtern,
  • (e-)Klausur im Umfang von 90 Minuten,
  • (e-)Open Book-Klausur im Umfang von 120 Minuten,
  • Portfolio, das verschiedene mediale Formen zusammenführt. Das Portfolio bezeichnet eine Zusammenstellung von Dokumenten, die den Lernverlauf eines Individuums beschreiben bzw. dokumentieren. Portfolios dienen dazu, Lernerfahrungen und -erfolge zu erfassen und Lernstrategien zu planen. Mit Hilfe des Portfolios sollen die Arbeitsergebnisse eines Studierenden aus einer Veranstaltung/einem Modul dokumentiert werden. Ein Portfolio kann verschiedene Arbeiten von Exzerpten und Literaturrecherchen bis zu Lerntagebüchern oder Referaten enthalten. Die DozentInnen entscheiden jeweils, welche Leistungen für das Portfolio zu erbringen sind, dies kann je nach didaktischem Konzept der Veranstaltung/des Moduls für alle Studierenden gleich sein, es kann aber auch individuell vereinbart werden. Die Bewertung des Portfolios erfolgt abschließend aufgrund einer Gesamtbetrachtung der Sammlung.
e-Klausur o. e-Open-Book o. Hausarbeit o. Klausur o. mündliche Prüfung o. Open-Book o. Portfolio o. Präsentation o. Referat mit Ausarbeitung
Gewichtung 1
Workload 30h
LP2 1

Die Modulprüfung wird im Rahmen eines der Elemente 2-5 erbracht.
Beschreibung siehe E2.

e-Klausur o. e-Open-Book o. Hausarbeit o. Klausur o. mündliche Prüfung o. Open-Book o. Portfolio o. Präsentation o. Referat mit Ausarbeitung
Gewichtung 1
Workload 30h
LP2 1

Die Modulprüfung wird im Rahmen eines der Elemente 2-5 erbracht.
Beschreibung siehe E2.

e-Klausur o. e-Open-Book o. Hausarbeit o. Klausur o. mündliche Prüfung o. Open-Book o. Portfolio o. Präsentation o. Referat mit Ausarbeitung
Gewichtung 1
Workload 30h
LP2 1

Die Modulprüfung wird im Rahmen eines der Elemente 2-5 erbracht.
Beschreibung siehe E2.

In diesen Studiengängen wird das Modul verwendet:

Studiengang Variante Profil Empf. Beginn 3 Dauer Bindung 4
Erziehungswissenschaft / Bachelor of Arts [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] 1-Fach (fw) Bildung und Erziehung in der Kindheit 2. 2 Semes­ter Pflicht
Erziehungswissenschaft / Bachelor of Arts [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] 1-Fach (fw) Erwachsenenbildung/Weiterbildung 2. 2 Semes­ter Pflicht
Erziehungswissenschaft / Bachelor of Arts [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] 1-Fach (fw) Sozialpädagogisches Arbeiten und Citizenship 2. 2 Semes­ter Pflicht
Erziehungswissenschaft / Bachelor of Arts [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] Kernfach (fw) 2. o. 3. 2 Semes­ter Pflicht
Erziehungswissenschaft / Bachelor [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] Nebenfach (fw) 3. o. 4. 2 Semes­ter Pflicht

Automatische Vollständigkeitsprüfung

In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.


Legende

1
Die Modulstruktur beschreibt die zur Erbringung des Moduls notwendigen Prüfungen und Studienleistungen.
2
LP ist die Abkürzung für Leistungspunkte.
3
Die Zahlen in dieser Spalte sind die Fachsemester, in denen der Beginn des Moduls empfohlen wird. Je nach individueller Studienplanung sind gänzlich andere Studienverläufe möglich und sinnvoll.
4
Erläuterungen zur Bindung: "Pflicht" bedeutet: Dieses Modul muss im Laufe des Studiums verpflichtend absolviert werden; "Wahlpflicht" bedeutet: Dieses Modul gehört einer Anzahl von Modulen an, aus denen unter bestimmten Bedingungen ausgewählt werden kann. Genaueres regeln die "Fächerspezifischen Bestimmungen" (siehe Navigation).
5
Workload (Kontaktzeit + Selbststudium)
SoSe
Sommersemester
WiSe
Wintersemester
SL
Studienleistung
Pr
Prüfung
bPr
Anzahl benotete Modul(teil)prüfungen
uPr
Anzahl unbenotete Modul(teil)prüfungen
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.