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Modul 25-ISP6 Kooperation, Profession und Beratung

Fakultät

Modulverantwortliche/r

Turnus (Beginn)

Jedes Sommersemester

Leistungspunkte und Dauer

12 Leistungspunkte

Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.

Kompetenzen

Ziel des Moduls ist es, in die Themen Kooperation, Professionalisierung und Beratung einzuführen. Dabei werden Anforderungen an die professionelle Rolle von Lehrkräften im Zusammenhang mit herausforderndem Verhalten und Lernschwierigkeiten verdeutlicht. Die Bedeutung kooperativer Strukturen und Prozesse für die Unterrichtung sowie die schulische und außerschulische Förderung von SchülerInnen mit Auffälligkeiten im Lernen und in der sozialen und emotionalen Entwicklung werden thematisiert.

Die Studierenden

  1. können Kompetenzanforderungen an LehrerInnen unterschiedlicher Profession im Hinblick auf SchülerInnen in emotionalen und sozialen Problemlagen und Lernbeeinträchtigungen einschätzen und kritisch reflektieren ;
  2. können die historische Entwicklung der Differenzierung von Lehrberufen einordnen;
  3. kennen unterschiedliche Kooperationsmodelle und Kooperationsformen und entwickeln eigene kooperative Kompetenz;
  4. lernen Konzepte der professionellen Kooperation mit Lehrkräften und anderen Professionellen, mit Eltern und mit den SchülerInnen selbst anzuwenden und kritisch im Hinblick auf ihre Möglichkeiten und Grenzen einzuschätzen;
  5. setzen sich mit Ansätzen zum Selbstmanagement und zur Erhaltung der Lehrergesundheit auseinander
  6. kennen außerschulische Unterstützungssysteme bei Problemen des Lernens und Verhaltens und die entsprechenden professionellen Perspektiven
  7. können die sozialen und emotionalen Unterstützungsbedarfe von Schülerinnen und Schülern in persönlichen Krisensituationen analysieren und kennen Konzepte kollegialer und kooperativer Beratung
  8. erkennen die theoretisch begrifflichen Substanzen neuerer Ansätze zur Beratung und können diese zuordnen und dekonstruieren.

Lehrinhalte

Im Element 1 erfolgt eine grundlegende Auseinandersetzung mit Modellen der professionellen Entwicklung.
Kompetenzanforderungen an LehrerInnen werden mit Blick auf die unterschiedlichen Professionen reflektiert und in ihren stereotypen Zuschreibungen kritisch hinterfragt. Individuelle und interaktionale Ressourcen, Einflussmöglichkeiten der Schule und anderer pädagogischer Institutionen auf die Gestaltung von Kooperationsbeziehungen und Prozessen der Schulentwicklung werden fallbezogen in ihren Möglichkeiten und Grenzen erarbeitet und reflektiert. Es werden Lehrinhalte vermittelt, die die multiprofessionelle Kooperation und Kommunikation von Professionen unterschiedlich thematisieren, die beim Umgang mit Heterogenität - insbesondere beim Umgang mit Problemen des Lernens und Verhaltens - im schulischen und außerschulischen Bereich zusammenwirken. Im Zentrum stehen dabei zum einen Fragen nach der pädagogischen Professionsentwicklung sowie zum anderen Formen und Möglichkeiten professioneller Kooperation im schulischen und außerschulischen Bereich. In der Auseinandersetzung mit der Geschichte der sonderpädagogischen Profession sowie in der Kooperation mit anderen Berufsgruppen soll die eigene Berufsrolle kritisch reflektiert und verortet werden.

In Element 2 geht es um die Einführung in Kooperation und Teamentwicklung von SonderpädagogInnen und anderen Lehrkräften, außerschulischen Fachvertretern, Eltern und SchülerInnen im Rahmen des Förderschwerpunkts Emotionale und soziale Entwicklung. Kenntnisse über Kooperationsprozesse innerhalb der Institution Schule und mit Referenzinstitutionen sind nötig, um die fachinterne und fächerübergreifende Kooperation mit KollegInnen zur Weiterentwicklung von Schule und Unterricht, die
interdisziplinäre und interprofessionelle Kooperation mit anderen am pädagogischen Prozess beteiligten Personen (SchulpsychologInnen, SozialarbeiterInnen, außerschulische PartnerInnen) und die Kooperation mit Eltern qualifiziert steuern zu können. Im Fokus steht dabei die professionelle Kooperation zwischen sonderpädagogischen und allgemein pädagogischen Lehrkräften, die im Team zusammen arbeiten, sowie zwischen schulischen und außerschulischen Hilfesystemen für SchülerInnen mit herausforderndem Verhalten. Strukturelle und personelle Voraussetzungen von gelingender Kooperation gehören dabei ebenso zu den Inhalten wie die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Formen der Zusammenarbeit und Kooperationsmodellen sowie kooperationsfördernden Maßnahmen und Initiativen.

In Element 3 "Grundlagen der pädagogischen Beratung" wird Beratung zum einen als Grundform pädagogischen Handelns und zum anderen als feld- wie professionsbezogene Kompetenz thematisiert. Wesentlich sind hier Lehrinhalte im Hinblick auf Beratungsmethoden, z.B. hermeneutisches Verstehen oder systemisches Verstehen, einschließlich der spezifischen Diagnosen. Dabei werden die Herausforderungen im Umgang mit herausforderndem Verhalten bei Kindern und Jugendlichen besonders thematisiert. Beratung wird außerdem als eigener pädagogischer Arbeitsbereich vorgestellt. Insbesondere werden solche Methoden thematisiert, die häufig in Verbindung mit Organisation auftreten (z.B. Moderation, Supervision, Mediation und Teamentwicklung als pädagogische Beratung in Organisationen).

In Element 4 wird ein inhaltlicher Aspekt des Elements 1 bis 3 aufgenommen und vertiefend bearbeitet. Sie bezieht sich auf eine semesterbegleitende Praxisphase mit einzelnen Erkundungen außerschulischer Institutionen.
Die Veranstaltungsform ist flexibel und kann z. B. als projektorientiertes Seminar, als Kolloquium oder in Form einer begleiteten Studiengruppe realisiert werden.

Empfohlene Vorkenntnisse

Notwendige Voraussetzungen

Erläuterung zu den Modulelementen

Modulstruktur: 3 SL, 1 uPr 1

Veranstaltungen

Titel Art Turnus Workload (Kontaktzeit + Selbststudium) LP2
E1: Professionelle Entwicklung Seminar SoSe 90h (30 + 60) 3 [SL]
E2: Kooperation im Team Seminar SoSe 90h (30 + 60) 3 [SL]
E3: Grundlagen pädagogischer Beratung Vorlesung SoSe 60h (30 + 30) 2 [SL]
E4: Modulbezogene Vertiefung - Praxisphase Außerschulische Institutionen Angeleitetes Selbststudium SoSe 120h (30 + 90) 4 [Pr]

Studienleistungen

Veranstaltung Workload LP2
E1: Professionelle Entwicklung (Seminar)

Die Studienleistung dient der Einübung einer reflexiven und diskursiven Haltung zu den in der Veranstaltung behandelten Themen und hat im Hinblick auf die im Modul verankerten Kompetenzen einübenden und vertiefenden Charakter. Eine Studienleistung ist das Anfertigen einer Aufgabe zu Übungszwecken.
Erwartet wird aktive Mitgestaltung der Veranstaltung in Form einer Seminargestaltung, einer Projektarbeit, einer prozessbegleitenden Dokumentation (Lerntagebuch) oder einer in Aufwand und Umfang entsprechenden anderen Form etc.

siehe oben siehe oben
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.
E2: Kooperation im Team (Seminar)

Die Studienleistung dient der Einübung einer reflexiven und diskursiven Haltung zu den in der Veranstaltung behandelten Themen und hat im Hinblick auf die im Modul verankerten Kompetenzen einübenden und vertiefenden Charakter. Eine Studienleistung ist das Anfertigen einer Aufgabe zu Übungszwecken.
Erwartet wird aktive Mitgestaltung der Veranstaltung in Form einer Seminargestaltung, einer Projektarbeit, einer prozessbegleitenden Dokumentation (Lerntagebuch) oder einer in Aufwand und Umfang entsprechenden anderen Form etc.

siehe oben siehe oben
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.
E3: Grundlagen pädagogischer Beratung (Vorlesung)

siehe E1

siehe oben siehe oben
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.

Prüfungen

Organisatorische Zuordnung Art Gewichtung Workload LP2
E4: Modulbezogene Vertiefung - Praxisphase Außerschulische Institutionen (Angeleitetes Selbststudium)

Im Rahmen des Elementes 4 wird eine unbenotete Modulprüfung erbracht. Die Studierenden können wählen, in welcher Form sie den Erwerb der modulspezifischen Kompetenzen nachweisen. Zur Auswahl stehen die folgenden Erbringungsformen:

  • mündliche Prüfung im Umfang von höchstens 30 Minuten,
  • schriftliche Hausarbeit im Umfang von höchstens 4.500 Wörtern,
  • mündliche Präsentation mit einer schriftlichen Ausarbeitung im Umfang von höchstens 2.500 Wörtern.

Die Modulprüfung kann, wenn als solche erkennbar, Teil einer Gruppenleistung sein.

Hausarbeit o. mündliche Prüfung o. Referat mit Ausarbeitung unbenotet - -
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.

In diesen Studiengängen wird das Modul verwendet:

Automatische Vollständigkeitsprüfung

In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.

Legende

1
Die Modulstruktur beschreibt die zur Erbringung des Moduls notwendigen Prüfungen und Studienleistungen.
2
LP ist die Abkürzung für Leistungspunkte.
3
Die Zahlen in dieser Spalte sind die Fachsemester, in denen der Beginn des Moduls empfohlen wird. Je nach individueller Studienplanung sind gänzlich andere Studienverläufe möglich und sinnvoll.
4
Erläuterungen zur Bindung: "Pflicht" bedeutet: Dieses Modul muss im Laufe des Studiums verpflichtend absolviert werden; "Wahlpflicht" bedeutet: Dieses Modul gehört einer Anzahl von Modulen an, aus denen unter bestimmten Bedingungen ausgewählt werden kann. Genaueres regeln die "Fächerspezifischen Bestimmungen" (siehe rechtes Menü).
SL
Studienleistung
Pr
Prüfung
bPr
Anzahl benotete Modul(teil)prüfungen
uPr
Anzahl unbenotete Modul(teil)prüfungen
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.