Modul 36-PM2 Andere Religionen und Weltanschauungen

Fakultät

Modulverantwortliche*r

Turnus (Beginn)

Jedes Semester

Leistungspunkte und Dauer

10 Leistungspunkte

Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.

Kompetenzen

Die Studierenden erwerben im Profilmodul "Religionen und Weltanschauungen" eine die eigene Forschungskompetenz deutlich ausbauende Fach- und Sachkompetenz im Blick auf die Frage einer theologisch fundierten Theorie der Religion sowohl als auch auf die Inhalte nicht-christlicher Religionen, insbesondere den 'Weltreligionen', unter besonderer Berücksichtigung interreligiöser Probleme und Konfliktfelder. Dies bedeutet im Einzelnen: Kenntnis der wichtigsten historischen und aktuellen Religionen und religiösen Bewegungen sowie ihrer Praxis im kulturellen Kontext (Sachkompetenz); die Fähigkeit der Beschreibung und Deutung religiöser Praxis in Konstellationen religiöser Konkurrenz, wie sie etwa durch Migration entstehen, gepaart mit der Fähigkeit zum Aufspüren interreligiöser Problemfelder (Wahrnehmungskompetenz); die Kapazität, eigene Denkgewohnheiten und vertraute Religiosität in ein kritisch-konstruktives Verhältnis zu alternativen religiösen Angeboten zu setzen, um Chancen und Grenzen von Dialog ausloten zu lernen (Wahrnehmungs- und Reflexionskompetenz); Kenntnisse über empirische Methoden und systematische Arbeitsweisen der Religionsforschung und der Kirchengeschichte (Sachkompetenz); die Fähigkeit, eigene und fremde Wahrheitsansprüche kritisch-konstruktiv ins Verhältnis zu setzen (Reflexionskompetenz), die Fähigkeit, die genannten Kompetenzen auf das Berufsfeld Religionsunterricht anzuwenden (Gestaltungskompetenz).

Lehrinhalte

Zu den zentralen Themenfeldern, die in den Lehrveranstaltungen dieses Moduls aus unterschiedlichen empirischen Perspektiven, aber auch in theologisch-normativer Hinsicht bearbeitet werden sollen, zählen die folgenden: Glaubensüberzeugungen, Kultus und kultureller Kontext der wichtigsten Religionen und religiösen Bewegungen in ihrer Vielfalt im historischen und systematischen Überblick und anhand exemplarischer Fälle von biblischer Zeit bis zur Gegenwart; die Dynamiken des Aufeinandertreffens vielfältiger unterschiedlicher religiöser Identitäten von Menschen unterschiedlicher Herkunft insbesondere im Zusammenhang von Migration sowie gesellschaftlichem Wandel und Konflikt (etwa als historische oder aktuell-empirische Darstellung interreligiöser Begegnungen); Gestaltungschancen interreligiöser Gesprächsfähigkeit im Zusammenhang mit konfligierenden normativen Geltungsansprüchen verschiedener quasi-religiöser und religiöser Sinnangebote (z.B. von Satanismus über Astrologie etc. bis zum islamisch-christlichen Dialog) in besonderer Ausrichtung auf künftige Berufsfelder der Studierenden; Methoden aus dem Bereich empirischer Forschung und Grundzüge der systematischen Religionsforschung, insbesondere sofern sie zum Verständnis religiöser Vielfalt im gesellschaftlichen Kontext von Bedeutung sind; die Zusammenhänge der Entstehung und des Gebrauchs religiöser Überzeugungen, Riten und Institutionen als Grundlage der kritischen Überprüfung von Wahrheits- und Geltungsansprüchen.

Empfohlene Vorkenntnisse

Basismodule BM1 und BM2 und BM3.

Notwendige Voraussetzungen

Erläuterung zu den Modulelementen

Modulstruktur: 1 bPr 1

Veranstaltungen

Selbststudium
Art Angeleitetes Selbststudium
Turnus WiSe&SoSe
Workload5 120h (0 + 120)
LP 4

Das angeleitete Selbststudium dient der selbständigen Erarbeitung und Vertiefung des Modulthemas. Die Forschungsfragen für das angeleitete Selbststudium entstehen in den Veranstaltungen des Moduls und müssen mit dem oder den Modulbeauftragten, bzw. dem zuständigen fachkundigen Betreuer/der zuständigen fachkundigen Betreuerin des angeleiteten Selbststudiums abgesprochen und festgelegt werden. Gruppenarbeit ist erwünscht. ELearning-
Plattformen werden für das angeleitete Selbststudium genutzt. Spezifische Literaturlisten unterstützen sowohl die Themenfindung als auch die Bearbeitung. Regelmäßige Beratungsangebote des zuständigen Betreuers/der zuständigen Betreuerin leiten die Studierenden in ihrem forschenden Lernen an. Der Arbeitsaufwand entspricht dem eines Seminars.

Seminar 1
Art Seminar
Turnus WiSe&SoSe
Workload5 90h (30 + 60)
LP 3

Zur Auswahl stehen alle Veranstaltungen, die im ekVV diesem Modul zugeordnet sind.

Seminar 2
Art Seminar
Turnus WiSe&SoSe
Workload5 90h (30 + 60)
LP 3

Zur Auswahl stehen alle Veranstaltungen, die im ekVV diesem Modul zugeordnet sind.


Prüfungen

Veranstaltungsübergreifend
Art Hausarbeit o. Klausur o. mündliche Prüfung
Gewichtung 1
Workload -
LP2 -

In den Basismodulen haben grundlegende Prüfungsformen für die theologische Ausbildung (wie Klausur, mündliche Prüfung, Exegese, Unterrichtsentwurf mit systematischer Sacherschließung) in Verbindung mit ihren entsprechenden Kompetenzen für alle Studierenden verpflichtend Anwendung gefunden. In den Profilmodulen steht die durchaus auch in eigener Forschungsverantwortung zu realisierende inhaltliche Vertiefung im Mittelpunkt, die je nach Studierenden mit unterschiedlichen Kompetenzschwerpunkten verbunden sein kann. Folglich sollen die Prüfungsformen von den Lehrenden in Abstimmung mit den Modulbeauftragten von Fall zu Fall (Einzelne oder auch Gruppen betreffend) den Studierenden vorgeschlagen werden.
Bei den Prüfungsformen gilt folgender Umfang: Bei Hausarbeiten ca. 4000 Wörter, bei Klausuren 90 Minuten, bei mündlichen Prüfungen 30 Minuten. Die Hausarbeit sollte auf der Grundlage von eigenen empirischen Recherchen angefertigt werden und eigene Forschungen initiieren.

In diesen Studiengängen wird das Modul verwendet:

Studiengang Variante Empf. Beginn 3 Dauer Bindung 4
Evangelische Theologie / Bachelor [FsB vom 03.04.2013 mit Berichtigung vom 15.12.2014 und Änderung vom 17.12.2018] Kleines Nebenfach (fw) 4. o. 5. ein oder zwei Semes­ter Wahl­pflicht
Evangelische Theologie / Bachelor of Arts [FsB vom 03.04.2013 mit Berichtigung vom 15.12.2014 und Änderung vom 17.12.2018] Fach (Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen) 4. o. 5. ein oder zwei Semes­ter Wahl­pflicht
Evangelische Theologie / Bachelor of Arts [FsB vom 03.04.2013 mit Berichtigung vom 15.12.2014 und Änderung vom 17.12.2018] Schwerpunktfach (Grundschule) 4. ein oder zwei Semes­ter Wahl­pflicht
Evangelische Theologie / Bachelor [FsB vom 03.04.2013 mit Berichtigung vom 15.12.2014 und Änderung vom 17.12.2018] Fach (Grundschule) 4. ein oder zwei Semes­ter Wahl­pflicht
Evangelische Theologie / Master of Education [FsB vom 02.05.2014] Fortsetzung Fach (Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen) (wenn mit Ba-Arbeit) 3. ein oder zwei Semes­ter Wahl­pflicht

Automatische Vollständigkeitsprüfung

In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.


Legende

1
Die Modulstruktur beschreibt die zur Erbringung des Moduls notwendigen Prüfungen und Studienleistungen.
2
LP ist die Abkürzung für Leistungspunkte.
3
Die Zahlen in dieser Spalte sind die Fachsemester, in denen der Beginn des Moduls empfohlen wird. Je nach individueller Studienplanung sind gänzlich andere Studienverläufe möglich und sinnvoll.
4
Erläuterungen zur Bindung: "Pflicht" bedeutet: Dieses Modul muss im Laufe des Studiums verpflichtend absolviert werden; "Wahlpflicht" bedeutet: Dieses Modul gehört einer Anzahl von Modulen an, aus denen unter bestimmten Bedingungen ausgewählt werden kann. Genaueres regeln die "Fächerspezifischen Bestimmungen" (siehe Navigation).
5
Workload (Kontaktzeit + Selbststudium)
SL
Studienleistung
Pr
Prüfung
bPr
Anzahl benotete Modul(teil)prüfungen
uPr
Anzahl unbenotete Modul(teil)prüfungen
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.