Das Seminar widmet sich dem Verhältnis von Geschichtswissenschaft, historiografischer Perspektive und gesellschaftlichem Deutungsinteresse. Im Zentrum steht der Deutsche Bauernkrieg (1524–1526), dessen 500-jähriges Jubiläum in den letzten zwei Jahren Anlass für neue wissenschaftliche und öffentliche Diskussionen bietet. Anhand dieses viel beforschten und öffentlich rezipierten Ereignisses, wird das Seminar die Entwicklung zentraler geschichtswissenschaftlicher Forschungsansätze nachzeichnen – von frühnationaler Deutung über marxistische Revolutionstheorie und strukturgeschichtlichen Modellen bis hin zu sozial-, kultur- und geschlechtergeschichtlichen Lesarten.
Jubiläen wie „500 Jahre Bauernkrieg“ machen deutlich, dass historische Ereignisse nie rein „objektiv“ erinnert oder erforscht werden, sondern stets in einem bestimmten Licht gegenwärtiger Fragestellungen, gesellschaftlicher Bedürfnisse und wissenschaftlicher Paradigmen erscheinen. Das Seminar nimmt dies zum Ausgangspunkt, um exemplarisch zu zeigen, wie sich verschiedene historiografische Schulen auf die Betrachtung von Geschichte auswirken, mit welchen methodischen Instrumenten sie arbeiten und welche Fragen sie stellen.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich | Do | 10-12 | X-E1-202 | 13.04.-24.07.2026 |
| Modul | Veranstaltung | Leistungen | |
|---|---|---|---|
| 22-2.1 Theoriemodul Theoriemodul | Grundseminar Historiographie | Studieninformation |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.