Start my eKVV Studieninformation Lernräume Prüfungsverwaltung Bewerbungs-/Statusportal Anmelden

220051 Mehrheitsgesellschaft(en) und Judenverfolgung, 1933-1945. Aktuelle Kontroversen und Forschungsperspektiven (S) (WiSe 2020/2021)

Inhalt, Kommentar

Die Geschichte der Judenverfolgung beginnt nicht erst im 20. Jahrhundert, doch erreichte sie mit der nationalsozialistischen Vernichtung der europäischen Juden, die vielerorts mithilfe der lokalen Bevölkerung umgesetzt wurde, eine zuvor unvorstellbare Qualität. Diese stellt auch die Geschichtswissenschaft vor die zentrale Frage, auf welche theoretisch-methodisch besondere Weise eine geschichtswissenschaftliche Auseinandersetzung mit den historischen Ereignissen, die als Shoah, Holocaust oder Zivilisationsbruch bezeichnet worden sind, erfolgen muss. Ausgehend von einem Überblick über die Geschichte der Judenverfolgung bis in die 1930er Jahre nähert sich das Seminar dem Thema vor diesem Hintergrund auf doppelte Weise: 1. Mit Blick auf verschiedene, vornehmlich europäische Gesellschaften werden anhand exemplarischer Fallstudien die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Judenverfolgung in den 1930er und 1940er Jahren herausgearbeitet und vergleichend eingeordnet; 2. In kritischer Auseinandersetzung mit zentralen Werken der Holocausthistoriographie und ihren interdisziplinären Bezügen werden verschiedene Theorien, Methoden und Konzepte zur Erforschung des Holocaust diskutiert. Dabei rücken auch Fragen der Darstellbarkeit in den Fokus, werden geschichtswissenschaftliche Reflexionen auf die Möglichkeit, die Geschichte des Holocaust zu schreiben, behandelt. Abschließend wird diskutiert, wie sich die beiden Seminarstränge in der eigenen Arbeit verbinden lassen.

Das Seminar ist als Online-Veranstaltung konzipiert. Es kombiniert Zoom-Sitzungen aller Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer mit Formen der Gruppenarbeit sowie der individuellen Bearbeitung einzelner Projektaufträge.

Literaturangaben

Raul Hilberg, The Destruction of the European Jews, 3rd ed., New Haven/London 2003.
Saul Friedländer, Den Holocaust beschreiben. Auf dem Weg zu einer integrierten Geschichte, Göttingen 2007.

Lehrende

Termine (Kalendersicht )

Rhythmus Tag Uhrzeit Ort / Format Zeitraum  
wöchentlich Fr 10-12   06.11.2020-12.02.2021

Klausuren

  • Keine gefunden

Fachzuordnungen

Modul Veranstaltung Leistungen  
22-M-4.1 Theoriemodul Theorieseminar Transnationale Geschichtsschreibung, Transfer und Vergleich Studieninformation

Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.

Studiengang/-angebot Gültigkeit Variante Untergliederung Status Sem. LP  
Studieren ab 50    
Konkretisierung der Anforderungen
Keine Konkretisierungen vorhanden
Lernraum
Teilnehmer*innen
Automatischer E-Mailverteiler der Veranstaltung
Änderungen/Aktualität der Veranstaltungsdaten
Sonstiges