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300063 Moderne Gesellschaftsutopien (MA: Soziologische Theorie) (S) (SoSe 2019)

Inhalt, Kommentar

Karl Mannheim als ihr wohl wichtigster und berühmtester Theoretiker verstand Utopien als Ideen einer andern und besseren Gesellschaft, die „seinstranszendierendes Handeln“ auslösen, also, um es mit John F. Kennedy zu sagen, einen „Aufbruch zu neuen Ufern“. In diesem Sinne sind Utopien ein spezifisch neuzeitlich-modernes, genuin okzidentales Phänomen. Einige moderne Gesellschaftsutopien sollen in der Veranstaltung behandelt werden, z. B. die der Wiedertäufer, die ebenfalls von Mannheim angesprochene liberal-humanitäre Utopie und die sozialistisch-kommunistische Utopie. Außerdem sollen Nationalsozialismus und Sowjetkommunismus als Utopien behandelt werden, obwohl sie von Mannheim offenkundig nicht zu den Utopien gezählt werden, und John F. Kennedys „Aufbruch zu neuen Ufern“.
Nach einer ersten Sitzung, die das Seminarthema vorstellt, stehen zwei Sitzungen zu Mannheims Utopietheorie auf dem Programm. Diese hat eine nicht unbeträchtliche theoretische Diskussion ausgelöst, aber, soweit ich sehe, kaum historisch-soziologische Forschungen, obwohl Mannheims Utopietheorie dafür gedacht war und von ihm auch ansatzweise praktiziert wurde. Es wird im Verlauf des Seminars zu fragen sein, ob die historisch-soziologische Unfruchtbarkeit vielleicht auch auf das Utopieverständnis von Mannheim selbst zurückzuführen ist. Eine Leitfrage der Veranstaltung lautet daher: Wie kann man ggf. Mannheims Utopiekonzept reformulieren, damit es historisch-soziologisch fruchtbar gemacht werden kann?

Literaturangaben

Literatur zur Einführung: Karl Mannheim, Ideologie und Utopie (zuerst 1929), Kapitel: Das utopische Bewusstsein. – Volker Kruse, Geschichte der Soziologie, 3. Aufl. (2018), S. 195-200.

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Modul Veranstaltung Leistungen  
30-M-Soz-M2a Soziologische Theorie a Seminar 1 Studienleistung
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30-M-Soz-M2b Soziologische Theorie b Seminar 1 Studienleistung
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30-M-Soz-M2c Soziologische Theorie c Seminar 1 Studienleistung
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veranstaltungsübergreifend benotete Prüfungsleistung Studieninformation

Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.

Konkretisierung der Anforderungen

Eine Studienleistung kann durch ein Referat erbracht werden, eine Einzelleistung mit einer Hausarbeit über 20-25 Seiten.

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