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Modul 25-BiWi1_b Einführungsmodul BiWi

Fakultät

Modulverantwortliche/r

Turnus (Beginn)

Jedes Semester

Leistungspunkte und Dauer

10 Leistungspunkte

Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.

Kompetenzen

Das Einführungsmodul vermittelt den Studierenden einen ersten systematischen Einblick a.) in die Disziplin der Erziehungswissenschaft, deren Profil an der Universität Bielefeld sowie die zu ihrem Studium notwendigen Techniken und Fertigkeiten; sowie b.) in das daran anschließende pädagogische Berufsfeld Schule und die Profession der Lehrerin/ des Lehrers. Die Studierenden erhalten dadurch zu Beginn ihres Studiums einen systematischen Überblick über diese relevanten Ebenen und werden in die Lage versetzt, ihr Studium unter Berücksichtigung eigener Interessen gezielt und strukturiert anzugehen und zu gestalten.

Die Studierenden verfügen über die Fähigkeit,

  1. die Komplexität des schulischen Handlungsfelds aus einer professions- und systemorientierten Perspektive zu erkunden und auf die Schule bezogene Praxis- und Lernfelder wahrzunehmen und zu reflektieren,
  2. erste Beziehungen zwischen bildungswissenschaftlichen Theorieansätzen und konkreten pädagogischen Situationen herzustellen,
  3. erste eigene pädagogische Handlungsmöglichkeiten zu erproben und auf dem Hintergrund der gemachten Erfahrung die Studien- und Berufswahl zu reflektieren und
  4. Aufbau und Ausgestaltung von Studium und eigener professioneller Entwicklung reflektiert mitzugestalten.

Lehrinhalte

Das Element 1, die Einführung in die Erziehungswissenschaft, erfolgt in Form einer Vorlesung. Im Rahmen dieser Vorlesung werden die erziehungswissenschaftliche Disziplin und die Profession der Lehrerin/ des Lehrers vorgestellt, mit Blick auf

  • pädagogische Handlungsfelder (z.B. Familie, Schule, Sozialpädagogik, Kindertagesstätten, Erwachsenen- und Weiterbildung, etc.),
  • Adressatinnen/ Adressaten pädagogischer Prozesse (Kinder, Jugendliche, Erwachsene, alte Menschen), erziehungswissenschaftlich relevante Prozesse (z.B. Sozialisation, Erziehung, Bildung, Lernen) und Grundstrukturen (z.B. Biografie, Generation, Geschlecht, Ethnizität, etc.),
  • die Profession der Lehrerin/ des Lehrers (Unterricht, Lehren und Lernen, Schülerinnen/ Schüler, Lehrerhandeln, Didaktik, Methodik, Schulentwicklung),
  • sowie Forschungsansätze.

Ein Schwerpunkt wird auf das Berufsfeld Schule und den Themenbereich "Didaktik und Schultheorie" gelegt. "Didaktik" wird als Theorie des Lehrens und Lernens bezeichnet. Sie bezieht sich auf verschiedene Altersstufen, pädagogische Institutionen und Fächer. Im Rahmen der Schule bezieht sich die Didaktik auf Fachunterricht und fächerübergreifenden Unterricht. Unterricht kann als gezielte Planung, Organisation und Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen bezeichnet werden. Die Planung und Durchführung des Unterrichts orientieren sich an den jeweiligen Unterrichtsinhalten, die vom Unterrichtenden thematisch aufbereitet werden. In der Vorlesung wird in didaktisches Sehen und Denken eingeführt, indem konkrete Unterrichtsbeispiele (Videos) kritisch analysiert werden. "Schultheorie" befasst sich mit der Institution Schule und ihrer gesellschaftlichen Einbindung. In schultheoretisches Denken wird eingeführt, indem an Beispielen (z.B.: Bildungsstandards, Leistungsvergleichsstudien, Auslese) das Verhältnis von Schule und Gesellschaft analysiert wird.
Darüber hinaus gibt die Vorlesung Einblick in das Thema Eignung und Eignungsdiagnostik. Sie unterstützt die Studierenden im Aufbau eines reflektierten Bildes vom Berufsfeld Schule und den dort vorzufindenden Anforderungen an professionelles Lehrhandeln.

Das Element 2 "Einführungsseminar" dient der Einführung und Einübung in grundlegende Studientechniken. Es ist handlungsorientiert ausgerichtet und bearbeitet - bezogen auf ein schulpädagogisch relevantes Thema - folgende Aspekte: wissenschaftliche Texte lesen, bearbeiten und gemeinsam diskutieren, Inhalte mündlich präsentieren, eine Fragestellung entwickeln, ein Thema eingrenzen, Reflexion bildungsbiographischer Aspekte, wissenschaftliches Schreiben, Seminargestaltung, Gruppenarbeit, Visualisierungstechniken, Portfolioarbeit etc. Als erste wissenschaftliche Methode wird die Beobachtung im Kontext des forschenden Lernens eingeübt. Das Einführungsseminar bereitet auch auf die Praxisstudie und die dort angesiedelte Theorie-Praxis-Reflexion vor. Aus diesen Gründen kooperiert es mit den Elementen 3 und 4. Das Einführungsseminar umfasst maximal 40 Studierende.

Das Element 3, ein von studentischen Tutorinnen/ Tutoren geleitetes Tutorium, findet regelmäßig in Anknüpfung an das Einführungsseminar statt. Inhalte des Seminars werden hier vertieft und Studientechniken praktisch erprobt. Insbesondere wird hier die Arbeit mit dem Bielefelder Portfolio Praxisstudien (gemäß LABG) angeleitet und begleitet. Das Tutorium beginnt zum Semesterstart und findet begleitend zur Praxisphase - in Abstimmung mit der Begleitveranstaltung (siehe Element 4) - statt.

Das Element 4 "Orientierende Praxisstudie mit Eignungsreflexion" gliedert sich in eine Praxisphase von mindestens 25 Praktikumstagen während eines Schulhalbjahres, die möglichst innerhalb von fünf Wochen geleistet werden sollen, und in eine diese Praxisphase rahmende Begleitveranstaltung. Die Praxisstudie ist mit dem Einführungsseminar und Tutorium verbunden. Die Begleitveranstaltung zu den Praxisstudien umfasst maximal 20 Studierende. Für die Praxisphase sind alle Schulen zugelassen mit Ausnahme der Schulen, welche die Praktikantin/ der Praktikant als Schülerin oder Schüler besucht hat. Die Praxisstudien sollen eine erste Orientierung im Hinblick auf ein mögliches Berufsfeld ermöglichen, sowie eine reflexive Auseinandersetzung fördern mit

  • den Berufsanforderungen und der Schulrealität aus der Perspektive der Lehrperson,
  • der Berufswahl mit Bezug zum Entwicklungsstand der individuellen Kompetenzen.

Empfohlene Vorkenntnisse

Notwendige Voraussetzungen

Erläuterung zu den Modulelementen

Die Studierenden belegen entsprechend ihrer Einschreibung das jeweilige Einführungsseminar in Element 2a oder 2b.

Modulstruktur: 2 SL, 1 uPr 1

Veranstaltungen

Titel Art Turnus Workload (Kontaktzeit + Selbststudium) LP2
E1: Einführungsvorlesung Vorlesung WiSe 60h (30 + 30) 2 [SL]
E2a: Einführungsseminar Grundschule/ Grundschule ISP Seminar WiSe&SoSe 90h (30 + 60) 3 [SL]
E2b: Einführungsseminar HRSGe/ GymGe Seminar WiSe&SoSe 90h (30 + 60) 3 [SL]
E3: Tutorium zum Einführungsseminar Tutorium WiSe&SoSe 30h (30 + 0) 1
E4: Orientierende Praxisstudie mit Eignungsreflexion Praktikum mit Seminaranteil WiSe&SoSe 90h (15 + 75) 3 [Pr]

Studienleistungen

Veranstaltung Workload LP2
E1: Einführungsvorlesung (Vorlesung)

Die Studienleistung dient der Einübung einer reflexiven und diskursiven Haltung zu den in der Veranstaltung behandelten Themen und hat im Hinblick auf die im Modul verankerten Kompetenzen einübenden und vertiefenden Charakter. Eine Studienleistung ist das Anfertigen einer Aufgabe zu Übungszwecken. Erwartet wird die Erbringung von Übungs- und reflektierenden Aufgaben zu den Vorlesungsinhalten. Diese Aufgaben sind teilweise für das Bielefelder Portfolio Praxisstudien (gemäß LABG) zu verwenden.
Für alle Studienleistungen gilt, dass schriftliche Beiträge im Umfang von höchstens 1200 Wörtern und mündliche Beiträge im Umfang von höchstens 20 Minuten verlangt werden.

siehe oben siehe oben
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.
E2a: Einführungsseminar Grundschule/ Grundschule ISP (Seminar)

Die Studienleistung dient der Einübung einer reflexiven und diskursiven Haltung zu den in der Veranstaltung behandelten Themen und hat im Hinblick auf die im Modul verankerten Kompetenzen einübenden und vertiefenden Charakter. Eine Studienleistung ist das Anfertigen einer Aufgabe zu Übungszwecken.
Erwartet wird die praktische Auseinandersetzung mit Techniken wissenschaftlichen Arbeitens anhand eines schulpädagogisch relevanten Themas unter Einschluss einer kurzen schriftlichen Arbeit. Diese Aufgaben sind teilweise für das Bielefelder Portfolio Praxisstudien (gemäß LABG) zu verwenden.
Für alle Studienleistungen gilt, dass schriftliche Beiträge im Umfang von höchstens 1200 Wörtern und mündliche Beiträge im Umfang von höchstens 20 Minuten verlangt werden.

siehe oben siehe oben
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.
E2b: Einführungsseminar HRSGe/ GymGe (Seminar)

Die Studienleistung dient der Einübung einer reflexiven und diskursiven Haltung zu den in der Veranstaltung behandelten Themen und hat im Hinblick auf die im Modul verankerten Kompetenzen einübenden und vertiefenden Charakter. Eine Studienleistung ist das Anfertigen einer Aufgabe zu Übungszwecken.
Erwartet wird die praktische Auseinandersetzung mit Techniken wissenschaftlichen Arbeitens anhand eines schulpädagogisch relevanten Themas unter Einschluss einer kurzen schriftlichen Arbeit. Diese Aufgaben sind teilweise für das Bielefelder Portfolio Praxisstudien (gemäß LABG) zu verwenden.
Für alle Studienleistungen gilt, dass schriftliche Beiträge im Umfang von höchstens 1200 Wörtern und mündliche Beiträge im Umfang von höchstens 20 Minuten verlangt werden.

siehe oben siehe oben
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.

Prüfungen

Organisatorische Zuordnung Art Gewichtung Workload LP2
E4: Orientierende Praxisstudie mit Eignungsreflexion (Praktikum mit Seminaranteil)

Die unbenotete Modulprüfung wird in Form eines ca. 10-seitigen Theorie-Praxis-Berichts erbracht. Der Bericht hat die Form einer wissenschaftlichen Hausarbeit und beinhaltet eine Theorie-Praxis-Reflexion (beobachtungsbasiert und theoriegeleitet) in Bezug auf die Inhalte und Kompetenzen des Moduls. Der Bearbeitungszeitraum beträgt 5 Wochen nach Beendigung des Begleitseminars.

Bericht unbenotet 30h 1
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.

In diesen Studiengängen wird das Modul verwendet:

Automatische Vollständigkeitsprüfung

In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.

Frühere Version dieses Moduls

Legende

1
Die Modulstruktur beschreibt die zur Erbringung des Moduls notwendigen Prüfungen und Studienleistungen.
2
LP ist die Abkürzung für Leistungspunkte.
3
Die Zahlen in dieser Spalte sind die Fachsemester, in denen der Beginn des Moduls empfohlen wird. Je nach individueller Studienplanung sind gänzlich andere Studienverläufe möglich und sinnvoll.
4
Erläuterungen zur Bindung: "Pflicht" bedeutet: Dieses Modul muss im Laufe des Studiums verpflichtend absolviert werden; "Wahlpflicht" bedeutet: Dieses Modul gehört einer Anzahl von Modulen an, aus denen unter bestimmten Bedingungen ausgewählt werden kann. Genaueres regeln die "Fächerspezifischen Bestimmungen" (siehe rechtes Menü).
SL
Studienleistung
Pr
Prüfung
bPr
Anzahl benotete Modul(teil)prüfungen
uPr
Anzahl unbenotete Modul(teil)prüfungen
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.