Modul 22-BMM-Materie Mastermodul Materialität in historischer Perspektive

Fakultät

Modulverantwortliche*r

Turnus (Beginn)

Jedes Semester

Leistungspunkte und Dauer

15 Leistungspunkte

Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.

Kompetenzen

• Kenntnis vielfältiger methodischer Zugänge und theoretischer Ansätze zur kritischen Analyse materieller Kulturen, Artefakte und materialbezogener Praktiken
• Befähigung, materielle Artefakte, Objektbestände und materialbezogene Praktiken als intentionale oder nicht intentionale Dokumente menschlicher Erfahrung, Wahrnehmung und Sinndeutungen zu analysieren und zu interpretieren
• Befähigung, eigenständig eine tragfähige und theoretisch reflektierte Fragestellung zu Themen der Materialität, der materiellen Kultur oder materialbezogener Praktiken im Anschluss an aktuelle Forschungsdiskussionen zu entwickeln
• Befähigung zur eigenständigen, theoriegeleiteten Analyse und Kontextualisierung materieller Kulturen, Artefakte und materialbezogener Praktiken im historischen und kulturellen Zusammenhang
• Fähigkeit zur selbstständigen Recherche, Analyse und kritischen Reflexion materieller und multimodaler Quellen sowie einschlägiger Forschungsliteratur zu Fragen der Materialität, materiellen Kultur und materialbezogener Praktiken
• Kompetenz zur kritischen Reflexion der Relevanz und des Analysewegs in mündlicher und schriftlicher Form
• Fähigkeit zur inhaltlich, sprachlich und formal angemessenen Darstellung, Präsentation und Diskussion der Ergebnisse in schriftlicher und mündlicher Form.

Lehrinhalte

Das Mastermodul gewinnt sein Profil durch eine explizite Forschungsorientierung.
In der Veranstaltung „Historische Kontextualisierung“ werden forschungsnahe Probleme der materiellen Kultur und der Materialität behandelt. Die Veranstaltung diskutiert theoretische und methodische Ansätze zur Analyse der materiellen Formung historischer und gegenwärtiger Wirklichkeiten – von Ressourcengewinnung, Produktion und Gebrauch über Denkmal- und Sammlungspraktiken bis zur Musealisierung und Identitätsbildung. Im Zentrum steht die kritische Auseinandersetzung mit der Frage, wie Menschen ihre jeweilige Gegenwart materiell hervorbringen, ordnen und sinnhaft deuten, und wie umgekehrt materielle Bedingungen und Dinge selbst historische Prozesse und unser Denken prägen. In der Veranstaltung wird mit multimodalen Quellen und / oder einschlägiger Forschungsliteratur gearbeitet und ein Bezug zu aktuellen Forschungsdiskussionen erörtert.
Das Masterseminar dient dem forschenden Lernen durch die kritisch-empirische Untersuchung materieller Bestände und materialbezogener Praktiken.
Im Mittelpunkt steht das explorative Arbeiten an konkreten Beispielen: Dingen, Materialien und materiellen Konstellationen – etwa an (wissenschaftlichen) Sammlungen, Museen, Apparaturen und Praktiken der Wissensproduktion.
Die in der Historischen Kontextualisierung erarbeiteten Kategorien, Methoden, theoretischen Ansätze und Fragestellungen werden hier an konkreten empirischen Materialien und Fallstudien erprobt, reflektiert und weiterentwickelt. Themen und Fragestellungen des Masterseminars können einen höheren Spezialisierungsgrad aufweisen.

Im Kolloquium geben auswärtige und interne Referenten Einblicke in laufende Forschungsprojekte. In der Diskussion wird die Tragfähigkeit der gewählten Fragestellungen sowie des theoretischen und methodischen Herangehens erörtert. Der regelmäßige und aktive Besuch der Kolloquiumssitzungen erweitert den Blick für unterschiedliche aktuelle Fragestellungen zu den Themen, die im Studiengang im Mittelpunt stehen: Bilder, Medien und Materialität in historischer Perspektive. Durch die Beteiligung an der Diskussion erlernen die Teilnehmer die Regeln und Standards wissenschaftlicher Kommunikation.

Empfohlene Vorkenntnisse

-

Notwendige Voraussetzungen

Erläuterung zu den Modulelementen

Masterseminar und Historische Kontextualisierung stehen in einem engen inhaltlichen Zusammenhang und werden in einem Semester studiert. Sie können von einer oder zwei Lehrpersonen angeboten und zu einem vierstündigen Block zusammengefasst werden. Da sich die Modulprüfung auf beide Veranstaltungen bezieht, ist der Besuch der zusammengehörigen Lehrveranstaltungen für das erfolgreiche Absolvieren der Modulprüfung erforderlich.

Modulstruktur: 3 SL, 1 bPr 1

Veranstaltungen

Historische Kontextualisierung
Art Seminar
Turnus WiSe&SoSe
Workload5 90 h (30 + 60)
LP 3 [SL]
Kolloquium
Art Kolloquium
Turnus WiSe&SoSe
Workload5 90 h (30 + 60)
LP 3 [SL]
Masterseminar
Art Seminar
Turnus WiSe&SoSe
Workload5 120 h (30 + 90)

Studienleistungen

Zuordnung Prüfende Workload LP2
Lehrende der Veranstaltung Historische Kontextualisierung (Seminar)

Präsentation (10-15 Minuten mit Tischvorlage) eines Forschungsbeitrags bzw. eines Artefakts oder eine schriftliche Ausarbeitung nach Maßgabe des/der Veranstalters/in

siehe oben siehe oben
Lehrende der Veranstaltung Kolloquium (Kolloquium)

Führen eines Kolloquiumjournals

siehe oben siehe oben
Lehrende der Veranstaltung Masterseminar (Seminar)

Referat (20-30 Minuten) mit Thesenpapier zur Vorbereitung der Modulprüfung: Vorstellung des Hausarbeitskonzepts oder eine gleichwertige schriftliche Studienleistung nach Maßgabe des Lehrenden (Konzeptpapier, 3-4 Seiten)

siehe oben siehe oben

Prüfungen

Hausarbeit
Zuordnung Prüfende Lehrende der Veranstaltung Masterseminar (Seminar)
Gewichtung 1
Workload 150h
LP2 5

Die Hausarbeit im Umfang von 65.000 - 80.000 Zeichen (entspricht ca. 25-30 Seiten) geht aus dem Seminar hervor, bezieht aber Gegenstände der "Kontextualisierung" ein. Die Aufgabenstellung für die Hausarbeit wird in Folge eines Beratungsgesprächs zwischen Prüfenden und Studierenden von dem*der Prüfer*in ausgegeben.

In diesen Studiengängen wird das Modul verwendet:

Studiengang Empf. Beginn 3 Dauer Bindung 4
Bilder, Medien, Materialität: Historische Perspektiven / Master of Arts [FsB vom 15.05.2026] 1. o. 2. o. 3. 1 Semes­ter Pflicht

Automatische Vollständigkeitsprüfung

In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.


Legende

1
Die Modulstruktur beschreibt die zur Erbringung des Moduls notwendigen Prüfungen und Studienleistungen.
2
LP ist die Abkürzung für Leistungspunkte.
3
Die Zahlen in dieser Spalte sind die Fachsemester, in denen der Beginn des Moduls empfohlen wird. Je nach individueller Studienplanung sind gänzlich andere Studienverläufe möglich und sinnvoll.
4
Erläuterungen zur Bindung: "Pflicht" bedeutet: Dieses Modul muss im Laufe des Studiums verpflichtend absolviert werden; "Wahlpflicht" bedeutet: Dieses Modul gehört einer Anzahl von Modulen an, aus denen unter bestimmten Bedingungen ausgewählt werden kann. Genaueres regeln die "Fächerspezifischen Bestimmungen" (siehe Navigation).
5
Workload (Kontaktzeit + Selbststudium)
SoSe
Sommersemester
WiSe
Wintersemester
SL
Studienleistung
Pr
Prüfung
bPr
Anzahl benotete Modul(teil)prüfungen
uPr
Anzahl unbenotete Modul(teil)prüfungen
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.